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Montag, 3. August 2020

Verlust einer Zeitung

https://www.br.de/kultur/birk-meinhardt-wie-ich-meine-zeitung-verlor-sz-medienkritik-100.html

"Wie ich meine Zeitung verlor" von Birk Meinhardt

Was falsch läuft im Journalismus

Ein Buch, das Streit provoziert. Der preisgekrönte Reporter und Romancier Birk Meinhardt schildert in "Wie ich meine Zeitung verlor", warum er der Süddeutschen Zeitung den Rücken kehrte.

Von: Knut Cordsen, Stand: 28.06.2020

144 Seiten, mehr braucht Birk Meinhardt nicht für diese Geschichte, die seine ist und zugleich unser aller Geschichte. Es geht darin um das, was derzeit falsch läuft im Journalismus und warum gerade Medien, die doch beanspruchen, Mittler der Wirklichkeit zu sein, zu oft "Weglasser" und Ausblender derselben sind und deshalb fatalerweise "selber einen gehörigen Beitrag leisten zur Radikalisierung, die sich vor unseren Augen vollzieht. Wieso begreifen sie nicht, dass sie ohne Unterlass mit erzeugen, was sie so dröhnend verdammen?"

So fragt nicht irgendwer, sondern ein zweifacher Egon-Erwin-Kisch-Preisträger, ein einstiges Aushängeschild der Süddeutschen Zeitung, der Seite-3-Reporter Birk Meinhardt. Er schreibt nicht mehr für dieses Blatt, er schreibt nun über dieses Blatt und über das, was ihm widerfahren ist in dieser Redaktion. "Wie ich meine Zeitung verlor. Ein Jahrebuch" (Das Neue Berlin, 15 Euro) nennt es Birk Meinhardt, der 1959 in der DDR zur Welt kam und kurz nach der Wende 1992 bei der SZ anfing.

Am Telefon sagt Meinhardt: Hätte Peter Handke diesen "genialen Titel" nicht schon besetzt, könnte es auch "Ein kurzer Brief zum langen Abschied" heißen: "Es ist ein trauriges Buch, aber es ist auch etwas Unabdingbares. Ich dachte, in diesem 'Laden' – das sage ich jetzt nicht despektierlich, sondern freundlich und rückwirkend glücklich – in diesem Laden mit dem so vielfältigen Angebot wird dir das überhaupt nicht passieren. Du wirst nicht in die Lage kommen, das ist hier das journalistische Paradies. Und das war’s auch einige Zeit. Wenn sich das aber ändert, dann muss man schon bei sich bleiben, zumal wenn man solche Erfahrungen wie ich gemacht hat. Alles andere wäre schofelig sich selber gegenüber."

Drei nie veröffentlichte Reportagen

Es war ein langer Prozess der Trennung. Tatsächlich fand sie endgültig erst 2017 statt – im Streit um einen Text, den die SZ so nicht drucken wollte. Es war nicht der erste, der nicht veröffentlicht wurde. 2004 bereits, Jahre vor der Finanzkrise, war eine lange und im Rückblick nachgerade seherische Geschichte über die katastrophalen Folgen des Investment-Bankings bei der Deutschen Bank nicht erschienen, weil das Wirtschaftsressort der SZ interveniert hatte. 2010 dann das nächste Veto – bei einer Reportage über zwei zu Unrecht verurteilte Rechtsextreme im Osten Deutschlands.

Birk Meinhardt kommt aus dem Osten, und er hat noch gut im Ohr, mit welcher Begründung man damals bei der FDJ-Zeitung, für die er als Sportreporter schrieb, missliebige Artikel ablehnte: Das könnte dem Klassenfeind in die Hände spielen. Bei der SZ hieß es hingegen: Dieser Artikel könnte "von Rechten als Testat dafür genommen werden, dass sie ungerechtfertigterweise verfolgt würden", er könnte von ihnen für ihre Zwecke genutzt werden. Meinhardt druckt den inkriminierten Text so wie auch die beiden anderen nie publizierten Reportagen im Buch vollständig ab – so dass jeder sich selbst ein Bild von ihnen machen kann. Unverständlich, warum sie nie in die Zeitung fanden.

Vielleicht, sagt einem der Autor am Telefon, weil unser "Denkgebäude" zu festgefügt, das Weltbild zementiert und nicht mehr irritierbar sei. Weil bereits das Bemühen um Differenzierung "als Verharmlosung abqualifiziert" werde. Weil 'Haltung' heute alles sei und mehr gelte als Hinhören, vorschnelle Reflexe sorgsame Recherchen infrage stellten.
    "Moment, Haltung? Das nehme ich zurück. Es ist ja ganz falsch, von Haltung zu reden. Wenn’s eine Haltung wäre, was Selbstdurchdachtes und Selbsterarbeitetes, was vielleicht unter Mühen Erworbenes, was Eigenständiges, würden doch von den Individuen so große Teile der Realität nicht so gemeinschaftlich, so geschlossen, so uniform ausgeblendet werden; so identisch zeigen sich eigentlich nur Späne, die sich nach dem Magneten ausrichten, heiliger Journalismus, und wenn der Magnet, aus welchen Gründen auch immer, seine Lage verändert, folgen die Späne wieder, sie folgen."
Birk Meinhardt
 

Mitschuld der Medien am Lagerdenken

Journalisten und Journalistinnen reden und schreiben viel über Spaltung und Polarisierung, sagt Birk Meinhardt, ohne zu sehen, dass sie selbst Teil des Problems seien: "Der Journalismus trägt meines Erachtens eine Riesenschuld an der Verhärtung der Fronten, die er selber beklagt. Er bringt sie maßgeblich mit hervor und er beklagt sie danach." Meinhardt macht es deutlich an einem unscheinbaren Satz, der einmal in der Süddeutschen gestanden hat: "Da hieß es: Wir sollten schon mit den Ausgescherten, also mit den Populisten, den Wütenden, all denen, zu denen wir nicht mehr dringen, reden, auch wenn es fast sicher ist, dass wir sie nicht werden überzeugen können. Das ist ein scheinbar banaler Satz. Wenn man ihn aber einmal hin- und herwendet, dann ist eine ungeheure Anmaßung darin enthalten: die Anmaßung, wir, die Journalisten, könnten und müssten die Leute von etwas überzeugen, auch wenn uns das nicht gelingen wird. Und was auch darin steckt: Wir müssen nicht überzeugt werden. Wir wollen von der Gegenseite gar nichts empfangen."

Ein Missverständnis der eigenen Rolle, das fatale Folgen habe, findet Meinhardt: "Das ist Hervorbringung von Lagerdenken, denn die andere Seite merkt das natürlich, wenn Reden eigentlich gar nicht um des wirklichen Erfahrens willen geschieht, sondern wenn Reden zu einer Parole verkommt: Lass uns reden, aber wir erwarten nichts von euch – ja, dann brauche ich auch nicht reden. Wenn ich mit jemandem rede, möchte ich durchaus auch Argumente hören, an denen ich mich reibe und die mir vielleicht weiterhelfen. Die nicht meine Argumente sind, die ich bisher nicht auf dem Schirm hatte, die aber Argumente sind. Dafür muss ich erstmal zulassen, dass die andere Seite vielleicht nicht nur wütend ist, sondern auch Argumente haben könnte."

Ein Appell, keine Abrechnung

"Was ihr 'Moral' nennt, das ist für mich Krampf ... Eure Ideale habt ihr diskret verschlampt wie ein gebrauchtes Tempotuch", heißt es in einem alten Lied von BAP - Meinhardt zitiert es in seinem klugen kleinen Buch, das nie selbstgerecht anklagt, sondern selbstkritisch ist und sich als "Selbstbefragung" versteht. Es erzählt in ruhigen Worten von einer "Desillusionierung". "Nüchtern sein und Misstrauen üben, das sind des Geistes Gelenke", diesen Satz des Epicharmos hat sich schon Peter Handke zum Wahlspruch in seinen Aufzeichnungen "Am Felsfenster morgens" gemacht. Birk Meinhardt ruft ihn am Telefon am Ende eines langen Gesprächs in Erinnerung. Dass das mit der Nüchternheit auch für ihn ein nicht immer erreichbares Ideal ist, illustriert die Tatsache, dass er von seiner "stillen Raserei gegen die Zeitung" schreibt. Dennoch täte man gut daran, sein Buch gerade nicht als Abrechnung zu lesen, sondern als Appell an uns alle.

Stellungnahme der Süddeutschen Zeitung

Wir haben die Süddeutsche Zeitung um eine Stellungnahme zu den Anwürfen gebeten. Die lehnt die Darstellung von Birk Meinhardt entschieden ab, wie Chefredakteur Wolfgang Krach dargelegt: „Die Anschuldigungen, die in dem Buch erhoben werden, sind irreführend und nicht zutreffend. Sie lassen sich im Übrigen leicht widerlegen. Wer die SZ in den vergangenen Jahren gelesen hat, wird feststellen, dass wir regelmäßig – auch auf der Seite Drei – etwa über Probleme mit Flüchtlingen oder Migranten geschrieben haben. Ebenso haben wir mehrmals und ausführlich über den Drohnenkrieg der Amerikaner vom US-Stützpunkt Ramstein aus berichtet, sowie in zig Geschichten über fragwürdige Geschäftspraktiken der Deutschen Bank und strafrechtliche Ermittlungen gegen diese. Sofern in dem Buch also der Eindruck erweckt wird, die SZ scheue sich, über diese Themen zu schreiben, ist das abwegig.

Dass Autoren Geschichten zur Überarbeitung zurückerhalten, wie das Herrn Meinhardt immer wieder passiert ist, gehört bei der SZ zum redaktionellen Alltag. Dies hat journalistische Gründe, sie haben nichts mit der Haltung des Autors oder dem Tenor des jeweiligen Textes zu tun.

Dies gilt auch für das Stück über den in erster Instanz verurteilten und später vom Landgericht Frankfurt/Oder freigesprochenen Rechtsextremisten 'Gerald'. Was den Ablauf der hier behandelten Tat angeht, sind zwei Gerichte zu völlig unterschiedlichen Feststellungen gekommen. Der Text von Birk Meinhardt macht sich ohne Einschränkung eine Variante zu eigen – jene, die das zweite Gericht für richtig befunden hat. Er schildert den Tatablauf so, als sei er dabei gewesen. Das war er aber nicht. An vielen Stellen bleibt unklar, wer die Quelle für eine bestimmte Aussage ist. Meinhardt gibt sogar Dialoge aus der Tatnacht wörtlich wider, deren Zeuge er nicht gewesen sein kann. Auch dies ohne Angaben von Quellen. Ein solches Vorgehen ist mit den journalistischen Standards der SZ nicht vereinbar.“

Eine Erwiderung Birk Meinhardts auf die Stellungnahme der SZ

Birk Meinhardt kommentiert die Stellungnahme von Krach so: "Vorab: Das Buch ist eine Selbstbefragung, die eher leise Wiedergabe eines langen Entfremdungsprozesses zwischen mir und der Zeitung. Es gehört nicht auf eine Ebene, auf der die SZ haltlose Anwürfe erhebt, die von mir eine allzu kleinteilige Aufklärung erfordern; am Ende ist der Leser nur verwirrt. Um also bloß das Nötigste zu sagen: Der jetzige Chefredakteur suggeriert im Fall des zu unrecht verurteilten Gerald, es habe sich um gleichrangige Gerichtsprozesse gehandelt, dabei war das eine ein erstinstanzliches und das andere ein Wiederaufnahmeverfahren. Offenbar weiß Herr Krach nicht um den gravierenden Unterschied. Zu Wiederaufnahmen kommt es nur in absoluten Ausnahmefällen. Ich empfehle ihm zum Nachprüfen Paragraph 359 Nr. 5 StPO, dort ist detailliert aufgeführt, welche Bedingungen dafür erfüllt sein müssen. Ich verweise auch auf Seite 53 meines Buches: Es war, nach Auskunft des Justizministeriums, das erste Verfahren dieser Art überhaupt in Brandenburg – nach 2200 abgelehnten Anträgen. Und das hätte ich mir nicht zu eigen machen sollen? Stattdessen den vorherigen Schuldspruch, der auf einer ganz unzureichenden Beweislage gefällt worden war?

Weiter. Anders als von Herrn Krach behauptet, ist meine Schilderung der Tatnacht eine vollkommen quellengestützte. Berichtet haben mir, wie aus diversen Zitaten ersichtlich, Geralds Anwalt und Geralds Mutter, hinzu kamen Aussagen des Richters sowie umfassende Informationen aus den Akten. Allen Gesprächspartnern, die es wünschten, habe ich die von mir verwendeten Zitate zur Prüfung vorgelegt, alle sind abgesegnet worden. Nun zum für mich wichtigsten Punkt: Seine Behauptungen ließ sich der Chefredakteur, der so schön von journalistischen Standards redet, jetzt erst einfallen, ungeachtet dessen formuliert er sie so, als wären dies vor zehn Jahren die Gründe für die Ablehnung meines Textes gewesen. Aber niemand erhob damals solche Vorwürfe. Man lese das Buch, Seite 64 ff., hier sind die tatsächlichen Auseinandersetzungen mit vielen Belegen lückenlos dokumentiert. Der Inhalt war es, der missfiel, nichts anderes.

Und noch etwas in diesem Zusammenhang: In all den Jahren als Reporter wurde ich in der Redaktion nicht ein einziges Mal einer unsauberen Seite-3-Recherche oder einer sonstigen Unseriösität bezichtigt, es gab dafür schlicht keinen Grund. Jetzt aber, just zu der Zeit, da mein Buch herausgekommen ist und auf mehr und mehr Interesse stößt, werden, siehe oben, solche Diffamierungen in die Welt gesetzt, nach dem Motto, etwas wird schon hängenbleiben an dem Kerl. Man folgt da leider einem mittlerweile schon eingeschliffenen Reflex. Man versucht, denjenigen, der sachliche Kritik äußert, als Person zu diskreditieren und auf diese Weise einer gewiss schmerzvollen Beschäftigung mit den eigentlichen Inhalten auszuweichen. Mehr nicht von meiner Seite. Am Zug ist der Leser: Er kann – und wird – das Buch und die obigen Chefredakteurs-Äußerungen nebeneinanderlegen und sich selbst ein Urteil bilden."

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Dienstag, 23. Juni 2020

9/11 die Dritte

 Vollständiger Artikel >>

 Hier ein Vortrag 2:35:00 >>

 

Der 11. September 2001 wird volljährig – Zeit, um endlich erwachsen zu werden. 


Ein Interview mit Ansgar Schneider über Wissenschaft und Medienversagen.

Interviewer: Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Kolenda klaus-dieter.kolenda@gmx.de

Ansgar Schneider studierte Physik und schloß sein Studium mit einer Diplomarbeit im Bereich der Quantenfeldtheorie, der Vereinigung von Relativitätstheorie und Quantenmechanik, ab. In seiner Promotion in Mathematik befaßte er sich mit einem Thema im Grenzgebiet von Analysis, Topologie und Stringtheorie. Seine anschließenden Tätigkeiten in Lehre und Forschung führten ihn an verschiedene Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen im In- und Ausland. Er publizierte wegweisende physikalische Arbeiten über die Zerstörung des World Trade Centers, in denen er die bekannten mathematischen Einsturzmodelle zum Kollaps des Nordturms des World Trade Centers verbesserte und durch bislang unberücksichtigte empirische Daten zeigte, daß die Struktur der Türme prinzipiell stabil genug war, um einem fortlaufenden Kollaps standzuhalten, selbst als dieser schon weit fortgeschritten war.

Interview ZUSAMMENFASSUNG:

  • die International Association for Bridge and Structural Engineering (IABSE) ist eine der prestigeträchtigsten Ingenieursvereinigungen weltweit → lud 2019 zum Jahreskongress die weltweite Elite der Bauingenieure nach New York City
  • eingeladen war auch der Physiker und Mathematiker Ansgar Schneider, um dort über seine Arbeit über die Zerstörung des World Trade Centers (WTC) am 11. September 2001 vorzutragen → die amerikanische Regierung verweigerte ihm jedoch die Einreise
  • "Wissenschaft ist ja gerade das, was prinzipiell jeder verstehen kann, wo jeder, der lesen und schreiben kann und einen wachen Verstand und genügend Zeit besitzt, einen Beitrag leisten kann. Man braucht keine päpstliche Absolution dazu."
  • er widerspricht der offiziellen Erklärung, dass die drei Wolkenkratzer wegen der Feuer- und Flugzeugschäden eingestürzt sind → die offizielle Theorie: der Einsturz  war ein gravitationsbedingt: durch Versagen der Stützen eines Stockwerks aufgrund der Flugzeugeinschläge sackt der darüberliegende Gebäudeteil ab und zerstört dann den unteren Teil in einem fortschreitenden Kollaps Stockwerk für Stockwerk
  • wenn man die Bewegung vermisst, wie der Turm einstürzt – dann kann man aus der Bewegung zurückrechnen, wie groß die Widerstandskraft des Gebäudes war bzw. wie sich diese während des Einsturzes verändert hat → dabei stellt man dann zwei Dinge fest: 
    • 1. Die mögliche Widerstandskraft war zwischendurch so groß, dass der Einsturz hätte stoppen müssen. 
    • 2. Die Widerstandskraft war vor und nach diesem Zwischendurch um mindestens eine Größenordnung herabgesetzt.
  • d.h. die Annahme eines fortschreitenden Stockwerkskollapses impliziert selbst, dass die Widerstandskraft herabgesetzt war →  ich habe gezeigt, dass diese Schranke eine Größenordnung über dem bisher gedachten Wert liegt
  • die Frage ist: Welcher Mechanismus hat die Widerstandskraft so weit verkleinert, dass der Einsturz erst so schnell anfangen und dann später so schnell weiterlaufen konnte, obwohl das Gebäude prinzipiell stabil genug war, den begonnenen Einsturz abzufangen? 
  • da gibt es bisher nur eine einzige bekannte wissenschaftliche Erklärung, die mit all den anderen empirischen Daten, die schon länger bekannt sind, vereinbar ist → menschliches Einwirken
  • der Turm wurde gesprengt →  es gibt sonst einfach keine andere wissenschaftliche Erklärung, die alle empirischen Daten erfasst
  • das wird in Fachkreisen schon 14 Jahre diskutiert →  z.B. die amerikanische Vereinigung von Architekten und Bauingenieuren, Architects and Engineers for 9/11 Truth bemüht sich um Verbreitung der Infos
  • seine Einreise in die USA → der ESTA-Antrag wurde nicht genehmigt, vermutlich weil er schon mehrfach zu wissenschaftlichen Konferenzen im Iran war
  • dann kann man mit dem abgelehnten Antrag ein Visum beantragen →  das wurde aber auch abgelehnt, er hat ein vorgedrucktes Papier ohne persönliche Anrede bekommen, das feststellt, dass er nicht geeignet sei, in die USA einzureisen, weil er nicht an sein Heimatland gebunden sei
  • die Konferenz musste ohne seine persönliche Anwesenheit stattfinden, aber es wurde die Vortragspräsentation per Video gezeigt und es erscheint ein wissenschaftlich begutachteter Konferenzband mit der für den Kongress vorgesehenen Arbeit → aber "es gibt keine bessere Möglichkeit des wissenschaftlichen Austausches als das persönliche Gespräch mit Kreide und Tafel bzw. mit Bleistift und Papier: da kann Ihr Gegenüber ihnen direkt reingrätschen, genau sagen, was es nicht versteht oder was vielleicht falsch ist und Sie können ihm direkt darauf antworten. Sie können Missverständnisse maximal schnell klären, weil Sie sehen, wo er ihrer Argumentation folgt und wo nicht."
  • auf das Thema 11. September gestoßen → ein Internet-Video wo es unter anderem um WTC 7 ging, den dritten Wolkenkratzer, der am 11. September eingestürzt ist, ohne Flugzeugeinwirkung: ein Wolkenkratzer, der über zwei Sekunden auf seiner ganzen Breite von 100 Metern frei fällt … Da bleibt einem Physiker oder jedem einigermaßen technisch bewanderten Menschen die Spucke weg! 
  • ich wollte deswegen gar nicht glauben, dass dieses Riesending am 11. September so einstürzt ist, das hätte doch ein entsprechend großes Riesenthema in den Medien sein müssen, aber offenbar wollen die Medienschaffenden in Deutschland nicht darüber reden → wir sind seit 18 Jahren Zeuge eines medialen Totalversagens
  • wie erklären Sie sich das Ausbleiben dieser Debatte? → das ist im Einzelfall vielleicht oft eine Mischung aus Angst vor Verantwortung, Angst vor Jobverlust, Angst, seine Karriere aufs Spiel zu setzen, Angst vor Ausgrenzung usw. 
  • der Glaube daran, dass wir die Guten sind → 70 Jahre lang haben wir inhaliert, dass wir die Guten sind und Freiheit, Menschenrechte und Demokratie verkörpern, dann kann der eine oder die andere Gegenteiliges nur schwer emotional verarbeiten
  • das Phänomen der „kognitiven Dissonanz“  beschreibt den mentalen Zustand einer Person, die mit Daten konfrontiert wird, die dem eigenen Glauben widersprechen → es ist im Allgemeinen leicht, ein rationales Urteil zu ändern, wenn sie in einer logischen Kette ein fehlerhaftes Argument entdeckt, aber ihren Glauben an etwas abzulegen, das sie nie hinterfragt hat, das sie aber mit großer emotionaler Beteiligung unterstützt hat, ist für viele unmöglich
  • anstatt den Glauben abzulegen, nach anderen Möglichkeiten suchen, um wieder in einen Zustand kognitiver Konsonanz zu kommen, um also mit sich selbst ins Reine zu kommen →  die einfachste Möglichkeit dazu ist, schlicht zu sagen, die widersprechenden Daten sind falsch, also einfach die Realität zu leugnen
  • die Leugnung geht damit einher, die Leute, die die Daten zur Sprache bringen, irgendwie mit etwas Frevelhaftem zu behaften
    • 1. die Sachfrage nicht weiter beachten oder falsch darstellen
    • 2. die Kritiker in einen ganz anderen, zumeist absurden oder rassistischen Kontext einbetten
  • z.B. die Bundeszentrale für Politische Bildung, die den 11. September in den Kontext setzt, dass es Menschen gebe, die glauben, dass die Nazis seit 1945 am Südpol leben und die Erde mit Flugscheiben bereisen → die Häretiker werden mit dem Titel „Verschwörungstheoretiker“ gebrandmarkt
  • Titel seine Buches → „Stigmatisierung statt Aufklärung“
  • wenn es um den 11. September geht, sind die Medien voll von unsäglichen Dummheiten und falschen Informationen und wenn mal nichts falsch ist, dann fehlt die Hälfte → zum Beispiel schrieb die FAZ 2006 einmal in einem Artikel mit dem Titel „Die Märchen der Verschwörungstheoretiker“, dass die Analyse des NIST, das ist die amerikanischen Behörde, die die Zerstörung der Gebäude untersuchen sollte, keinen Hinweis auf Sprengstoffe gefunden habe: aber das NIST hat gar keine entsprechende forensische Untersuchung durchgeführt
  • tatsächlich gab es später eine Untersuchung durch eine internationale Forschergruppe, die Rückstände von Nano-Thermit, eines High-Tech-Sprengstoffs, im Staub nachgewiesen hat →  das wurde 2009 veröffentlicht, aber darüber schrieb die FAZ nichts
  • Zeugenaussagen und Kameraaufzeichnungen, die am 11. September 2001 gemacht wurden →  die Aussagen der Feuerwehrleute sind erdrückend: die sprechen wörtlich von Bomben, Sprengladungen, Explosionen und davon, dass die Gebäude in die Luft gejagt wurden
  • der Einsturz der Zwillingstürme sieht so aus, als ob die Gebäude von innen heraus zerrissen werden und sich einfach in Pulver verwandeln →  das ist eine qualitative Beschreibung der visuellen Eindrücke
  • als Wissenschaftler versuchen, diesen Eindruck zu präzisieren und zu quantifizieren, indem man die Bewegung der durch die Luft fliegenden Trümmer und die Bewegung des Gebäudes untersucht und so weiter 
  • der Zusammenbruch von WTC 7 ist offensichtlich anders erfolgt als der der Zwillingstürme →  ist ununterscheidbar von einer typischen Sprengung, bei der einfach im unteren Gebäudeteil auf mehreren Stockwerken die Stützen durchtrennt werden: das Penthouse sackt über den zuerst zerstörten inneren Stützen ab, dann gerät das Gebäude, nach Zerstörung der restlichen äußeren Stützen in freien Fall und zerschlägt sich selbst beim Aufprall am Boden
  • dass bei WTC 7 tatsächlich der freie Fall einsetzt, ist leicht nachzumessen → freier Fall bedeutet genau, dass nur die Gravitationskraft auf das entsprechende Objekt wirkt
  • normalerweise ist da aber die Kraft von 82 tragenden Stahlstützen, die genau so groß ist wie die Gravitationskraft → deswegen ist das Gebäude normalerweise in Ruhe
  • diese Kraft, die also so riesig ist, dass sie einen ganzen Wolkenkratzer tragen kann, verschwindet mit einem Augenliderschlag und ist über einen Zeitraum von über zwei Sekunden futsch, weg, einfach nicht mehr da → wer dafür eine andere wissenschaftliche Erklärung als absichtliches menschliches Einwirken vorbringen kann, möge sich bitte bei mir und den amerikanischen Behörden melden. Wir wären beide sehr glücklich darüber. 
  • am 3. September 2019 erschien der Bericht einer vierjährigen Studie der Universität Fairbanks, Alaska, über den Zusammenbruch von WTC 7 → die haben versucht, mittels Computersimulationen den Einsturz nachzubilden 
  • das National Institut for Standards and Technology (NIST) machte im Regierungsauftrag auch eine Simulation →  dort passiert viel, aber nicht das, was in der Realität passiert
  • nach offizieller Angabe war ja Feuer die Einsturzursache für die drei Wolkenkratzer → es gibt nicht ein einziges Beispiel von einem Stahlskelettbau, der durch Feuer eingestürzt wäre
  • das Wichtigste ist nach meiner Einschätzung gar nicht die Untersuchung der Umstände selbst, sondern die Frage, wie es möglich war, dass es zu dem besagten Totalversagen der Medien kam
    • niemand hat irgendeinen Beweis für die Täterschaft von Osama bin Laden vorgebracht
    • es gibt keinen einzigen gerichtsfesten Beweis, dass der Student Mohammed Atta aus Hamburg überhaupt am Tatort war 
    • es gibt kein offizielles Dokument, auf das irgendwie zurückgeht, dass die Fluggesellschaften irgendeine Form einer beglaubigten Passagierliste herausgegeben haben, also mit Unterschrift der zuständigen Person des Bodenpersonals usw. 
  • all diese Dinge, die behauptet wurden, für die es aber keine Beweise gibt, sondern nur suggestive und manipulative Zeitungsartikel → da kann man nicht mehr von Journalismus sprechen, der kritisch nachfragt und eine irgendwie geartete Kontrollinstanz in der Demokratie darstellt
  • auf den 11. September gehen zwei Kriege zurück → wenn wir da nicht mehr nachfragen, brauchen wir keine Presse mehr
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Montag, 22. Juni 2020

Crash

Video 1:25 >>

Christian Kreiß: Wo steht die Weltwirtschaft? Kommt ein Crash? Was können wir dagegen tun?

 Christian Kreiß (* 1962 in München) ist ein deutscher Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Aalen. Seine Schwerpunkte sind Finanzierung und Wirtschaftspolitik. In seinen Sachbüchern kritisiert er die Prämissen der neoliberalen Wirtschaftstheorie und warnt vor ihren sozialpolitischen Folgen.

Im unserem tagtäglichen Wirtschaftsleben fließen ständig leistungslose Einkommen in Form von Dividenden, Mieten, Pachten und Zinsen von allen zu wenigen.
Das führt zu ständig steigender Ungleichverteilung, zurückbleibenden Masseneinkommen und krebsartig wachsenden (Finanz-) Investitionen.
Dadurch hat sich in den letzten etwa 40 Jahren weltweit ein Keil zwischen Angebot und Nachfrage gebildet, es entstanden große Überkapazitäten, die nun vor einer Bereinigung stehen, sei es in Form einer Finanzkrise, eines starken Wirtschaftsabschwungs oder gar Schlimmerem.
Unser Wirtschaftssystem ist also nicht nur ungerecht, sondern auch gefährlich. Hinter diesem System stehen nicht nur bestimmte politische Absichten, sondern auch noch tiefere Kräfte.

Wenn wir das erkennen, können wir es auch ändern.
Durch politische Maßnahmen wäre eine kommende schlimme Krise recht einfach zu vermeiden.
Langfristig stellt sich jedoch auch die Frage, was jeder Einzelne von uns tun kann, um dauerhaft zu einem nachhaltigen, gerechteren und vor allem menschlichen Wirtschaftssystem zu kommen.

Der Vortrag wurde am 20.02.2020 in Berlin aufgenommen.

Ich fange mal an, ihn zusammenzufassen:
1. Wo steht die Weltwirtschaft?
2. Unsichtbare Zahlungsströme:  wer zahlt an wen?
3. Hintergründe
4. Wege in eine menschliche Wirtschaft

1 Wo steht die Weltwirtschaft?

  • seit 1.11.2019: 20 Mrd. € Neudruck pro Monat. Was bedeutet das?
  • Notenbank hat auch seit der Finanz-Krise 2008 den Zins gesenkt auf 0 % (normal sind die Zinsen zwischen 2 und 4,5%) → das gab es noch nie in der europäischen Geschichte seit 200 Jahren
  • die Notenbank gibt das Geld für Null an die Banken → bei 1,4 % Inflation hat sie einen Verlust von 1,4 %
  • seit zehn Jahren ein negativer Realzins im ganzen Euroraum → ist historisch einzigartig, steht in keinem Lehrbuch
 
  • warum macht sie das? → normalerweise, um vor einem Abschwung (Rezension) zu schützen
  • es ist ein gigantisches Konjunktur-Ankurbelungsprogramm, wie wir es noch nie in der europäischen Geschichte gesehen haben, in USA ist es ähnlich
  • es gibt heute 4 bis 5 Mal so viele Euro-Scheine wie vor 12 Jahren, 5 Mal so viele $-Scheine etc. → eine Geldflut, wie es noch nie gab in der Geschichte
  • Wirtschaftskraft = Zahl der Güter, Dienstleistungen und Produkte um 10 bis 15 % gewachsen → dann müssen sich doch eigentlich auch die Preise verfünffachen (Inflation)
  • momentan aber Angst vor Deflation (sinkenden Preisen) → gibt es Grund zu der Sorge (Millionenheer von Arbeitslosen etc.)?
  • USA: seit der Finanzkrise haben sie den längsten Aufschwung ihrer Geschichte → noch nie ein so langes Wirtschaftswachstum am Stück, Dezember 2019 die niedrigste Arbeitslosenzahl seit 1969 (3%), trotzdem wird weiter Geld ausgeschüttet ohne Ende und die Zinsen werden gesenkt → als wenn es so schlecht sei, wie noch nie in der Geschichte: das ist einzigartig, gab es noch nie
  • China (16 % Anteil Welt-Wirtschaftskraft) haben durchgehenden Aufschwung
  • GB geht es ökonomisch total gut, auch längster Wirtschaftsaufschwung der Geschichte, seit dem Brexit noch besser, total niedrige Arbeitslosigkeit
  • Euro-Zone seit 2013 auch Wirtschaftsaufschwung → innerhalb große Unterschiede (Deutschland großer Aufschwung), also: kein Grund neues Geld zu drucken

2 Unsichtbare Zahlungsströme:  wer zahlt an wen?

  • in jedem Produktpreis sind zwei Kostenkomponenten: Kapital und Arbeitskraft
  • Kapital → ein Bauer muss z.B. zahlen für den Boden: Pacht oder Kredit (bei Kauf) oder bei eigenem Besitz: Eigenkapitalrendite (das Geld, was man kriegen würde, wenn man es verpachten würde, eine Art Zinsanteil)
  • Fachausdruck = Rente → ein leistungsloses Einkommen
  • Renteneinkommen im Jahr in Deutschland: 550 Mrd. €  (Bundesregierung hat 340 Mrd.) → Bodenrenten, Gewinne und Dividenden, Zinsen = ca. 1/3 vom Kaufpreis, eine Art Reichensteuer
  • alle zahlen ständig an die Reichen →  das fließt zu denen, denen das Eigentum gehört: der Boden, die Firmen, die Aktien etc.
  • die oberen 10 % in Deutschland haben 60 % des Vermögens, die untere Hälfte ungefähr 2 %

  • Häuserbeispiel: Familie 1 hat 4 Häuser und wohnt in einem, Familie 2 wohnte im eigenen Haus, Familie 3 bis 5 wohnen zur Miete bei Familie 1 → so ist ungefähr das Verhältnis in Deutschland 
  •  in D leben ca. 56 - 62 % zur Miete → für das Grundbedürfnis „Wohnen“ fließt ca. ¼ ihres Einkommens an die oberen 11-18 % 
  • im Laufe der Jahre kumuliert sich das → das Eigentum der Besitzenden wächst ständig an, sie kaufen immer noch mehr Eigentum
  • in D kontrollieren 0,02 % der Haushalte (7.700) über 50 % des Wirtschaftsvermögens
  • Zins und Zinseszins kann man nicht unendlich fortführen → gilt auch für Dividende und Pacht
  • in der Natur gibt es auch exponentielles Wachstum: z.B. Krebsgeschwüre oder Bazilleninfektionen → ab einer bestimmten kritischen Masse wird daraus eine Krankheit
  • wir glauben, wir könnten so eine exponentielle Wachstums-Funktion in der Wirtschaft haben und es geht alles gut
  • große Vermögen kommen zustande durch leistungslose Rendite → ein „guter“ Kapitalist ist ein Unternehmer, der etwas produziert = Unternehmerkapitalismus statt Rentenkapitalismus
  • Assets-under-management: fremdverwaltete Kapitalien: Geld wird angelegt und vermehrt sich → das sind riesige Beträge
  • in den ökonomischen Lehrbüchern wird nicht getrennt zwischen groß oder klein → Eigentum ist heilig und muss geschützt werden, aber es ist ein Riesenunterschied ob es um eine Zahnbürste geht oder ein Riesenvermögen
  • seit ca. 40 Jahren fließt immer mehr nach oben
  • 730 Eigentümer kontrollieren 80 % die Einnahmen der internationalen Konzerne  = 40 % der Weltwirtschaftskraft
  • reich werden kann man nur, indem man es von Angestellten oder Kunden wegnimmt → bei Daimler z.B. kriegt jeder Angestellte ca. ein Drittel vom Lohn abgezogen für die Aktienbesitzer
  • funktionsloses Investment  ist sinnlos → es gibt keinen Sinn im Kapitalismus
  • in D. haben wir € 550 Mrd leistungsloses Einkommen → das müsste zu den „leistungslosen Menschen“ (Alte, Kinder, Kranke etc.), die nicht arbeiten können (ungefähr die Hälfte in D), dann wäre der soziale Organismus gesund, das Geld würde wie das Blut im Körper zirkulieren
  • ein Drittel bis ein Viertel fließt aber auf die Konten der Reichen → das führt zu Krankheitsprozessen
  • die meisten Ökonomen sagen: die unsichtbare Hand macht das alles gut → jeder Einzelne soll Eigeninteressen vertreten, dann fördert die Marktwirtschaft die soziale Wohlfahrt und alles ist gut
  • Eigeninteresse als moderne Form der Nächstenliebe → alle Ethik wird aufgehoben: es gibt weder Egoismus noch Altruismus

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Samstag, 20. Juni 2020

9/11 Fortsetzung

Fortsetzung von der vorherigen Seite, wo es nur um das um WTC 7 ging (Daniele Ganser).

Seit ich mitgekriegt habe, wie das mit 9/11 gelaufen ist, habe ich verstanden, das wirklich alles möglich ist. Darum hier mal mein Stand des Wissens.
Ich beziehe ich mich auf ein Video von Oliver Janich. Ich finde ihn nicht gerade sympathisch (der Teaser, die ersten 30 Sekunden des Videos, ist wirklich grässlich: am besten den Ton abstellen!), aber das Video selbst ist interessant. 1 Stunde >>

Hier ein Ausschnitt 30 Sekunden, den ich aus dem Video geschnitten habe, der zeigt deutlich, wie unrealistisch die Geschichte ist:

Kein Crash



  • rein theoretisch ist es möglich, dass alle tragenden Strukturen gleichzeitig nachgeben und ein Hochhaus senkrecht einstürzt → die Wahrscheinlichkeit tendiert gegen Null, aber sie ist nicht exakt Null
  • die Wahrscheinlichkeit, dass ein Aluminium-Flugzeug durch Stahl geht ist exakt Null→ es ist physikalisch vollkommen unmöglich
  • das dritte Newtonsche Gesetz: Kräfte treten immer paarweise auf. Übt ein Körper A auf einen anderen Körper B eine Kraft aus (Aktion) so wirkt eine gleich große, aber entgegen gerichtete Kraft von Körper B auf Körper A (Reaktion) → es ist egal, welche Objekt sich bewegt und welches still steht
  • wenn ein Flugzeug auf ein Gebäude trifft, dann übt dieses Gebäude auf das Flugzeug genau die gleiche Kraft aus, wie das Flugzeug auf das Gebäude → das schwächere Objekt gibt dann nach (z.B. einen Pfeil auf einen Apfel schießen: der Apfel gibt nach - den Apfel auf einen Pfeil werfen: der Apfel gibt wieder nach)
  • Gegenargument: das Flugzeug war so schnell, dass es eben doch ging → ABER: je schneller das Objekt, desto größer ist die Kraft (Reaktion) die auf es ausgeübt wird
  • die Schnauze einer Boeing ist aus besonders leichtem Material → wenn ein Vogel auf sie trifft, sieht das so aus:
  • ein anderes Beispiel: einer Boeing wird bei einer Notlandung von einem Strommasten, an dem sie vorbeischliddert, der Flügel glatt "durchgeschnitten" → so leicht sind diese Flugzeuge gebaut, zum großen Teil aus Aluminium
  • an einem Flugzeug gibt es außerdem viele lose Teile → Steuerung etc.
  • in dem offiziellen Video wird gezeigt, dass das Flugzeug in den zweiten Turm vollständig eindringt, wie in Butter → da gibt es keine Zerstörung am Flugzeug, keine herumfliegenden Teile etc.

An der rechten Seite des Gebäudes kommt die Schnauze wieder raus.
  • der Flugzeugexperte John Lear erklärte, warum die Geschwindigkeit des Flugzeug unrealistisch ist →Flugzeuge fliegen sehr hoch, wo die Luft dünn ist, dafür sind die Maschinen konstruiert
  • je tiefer ein Flugzeug kommt, desto dicker wird die Luft und desto muss die Geschwindigkeit sinken, damit es das Flugzeug nicht zerreißt → deswegen haben sie eine Sperre im Flugzeug, dass ab einer bestimmten Höhe große Geschwindigkeit nicht mehr möglich ist
  • Professor Morgan Reynolds (war Berater bei Reagan) nannte das Video in Fox News ein Fake, ein Cartoon → man solle sich das Video mal Bild für Bild anschauen, dann sieht man das sofort (was stimmt!)
  • er fragt: wo sind all die Teil des Flugzeugs beim Aufprall? Es müsste zerborsten sein:
 
  • man sieht NICHTS → es dringt ein wie in einen Kuchen, ohne jede Kollusion ("There is no crash!")
  • eine Computer-Animation zeigt, wie es hätte aussehen müssen:
 

Fehler bei der Filmmontage

  •  außerdem schleppt ein Flugzeug hinter sich etwas her, was eine Luftzirkulation macht, das sieht man, wenn Rauch oder Feuer in der Luft ist, dann dreht sich der Rauch, das Feuer in einem Zirkel nach innen, macht Kreise → im Rauch am Twintower war nichts davon zu sehen
  • es hätte so aussehen müssen (Animation) →  die Luftverwirbelungen hätten den Rauch verwirbeln müssen:

  •  und so sah es aus (Realität):
  • wenn man das Video anschaut, ohne das Flugzeug, wird deutlicher → es gibt Explosion von innen nach außen, nicht umgekehrt:
  • sie haben ein Video live gezeigt, aber da ist ihnen ein Fehler passiert →die Schnauze kommt an der anderen Seite wieder raus, komplett unberührt, nachdem das Flugzeug gerade ein Gebäude aus Stahl und Beton durchquert hat

  • dann haben sie noch einen Fehler gemacht → in dem Film, der das Flugzeug von unten in das Gebäude rauschend zeigt, hat das Flugzeug die Motoren über den Flügeln angebracht; der Film, der die Perspektive auf gleicher Höhe hat, zeigt ein Flugzeug mit Motoren unter den Flügeln

Augenzeugen

  • Augenzeugen: die Türme waren rundherum von anderen Hochhäusern verdeckt, der Einschlag des Flugzeugs in den WTC 2 war nur von einem einzigen Standort aus möglich → einer kleinen Straße vor dem Gebäude:

    Der rosa Pfeil ist das Flugzeug.
  • wenn jemand an dieser Stelle gestanden hätte und hätte die ganze Zeit hochgekuckt auf den WTC 2 (obwohl ja alle anderen auf den brennenden WTC 1 starrten), dann hätte er für Bruchteile von Sekunden in einem ganz kleinen Sichtfenster das Flugzeug gesehen
  • tatsächlich stand dort ein professioneller Fotograf und hatte seine Kamera auf das Gebäude gerichtet und fotografierte → er sah kein Flugzeug, sagte er, er sah (und fotografierte) eine Explosion:

  •  es gibt Live-Aufnahmen mit Befragungen von etlichen Augenzeugen die sagten, sie hätten kein Flugzeug, sondern nur die Explosionen gesehen → das ging einfach unter
  • die Reporter, die das ganze über Bildschirme verfolgten, korrigierten dann die Kollegen vor Ort, wenn die nur von Explosionen ohne Flugzeug sprachen → diese glaubten dann, sie hätten das einfach verpasst und behaupteten dann selber, sie hätten es gesehen
  • es gibt ca. 900 Zeugenaussagen →23 % davon sagen, sie hätten das Flugzeug gesehen
  • eine wissenschaftliche Untersuchung zeigt, dass fast 50 % der Menschen mehr an das glauben, was sie im Fernsehen sehen, als das, was sie mit eigenen Augen sehen →  diese 23 % der Zeugen können tatsächlich glauben, weil sie es in den Nachrichten gesehen haben, sie hätten es selbst mit eigenen Augen gesehen 
  • die Zeugen, die nur die Explosion gesehen haben, glauben wahrscheinlich, das Flugzeug war zu schnell, sie haben es eben gerade verpasst

Flugsicherung

  • die Flugsicherung von New York hat nichts von Flugzeugen mitbekommen, die in den Luftraum eingedrungen waren → sie erfahren es aus den Nachrichten
  • man behauptete, die Flugzeuge hätten ihren Transponder abgeschaltet → aber wenn das so einfach wäre, könnten die Russen ja auch eindringen, indem sie einfach ihren Transponder abschalten

Verschwörung

  • es ist physikalisch unmöglich, dass da Flugzeuge reingeflogen sind → es ist nicht möglich, dass Aluminium in Stahl-Beton eindringt, es ist Fake
  • das klingt so absurd alles, dass man für verrückt erklärt wird, wenn man das behauptet → darauf bauen sie
  • die Wahrheit ist so weit von der Lüge entfernt, dass es zu krass ist → man kann dann nicht mehr glauben, dass es eine Lüge ist
  • den  menschlichen Geist manipulieren → wenn eine Lüge groß genug ist, wird sie am ehesten geglaubt

Fortsetzung

hier Infos zu den anderen beiden "Flugzeugen" >>

https://2tulpe30.blogspot.com/2020/05/usa.htmlhttps://2tulpe30.blogspot.com/2020/05/rki.html

9/11

Dr. Daniele Ganser: WTC7 – Feuer oder Sprengung?

Der Vortrag als Video 1 Stunde 35 >>

https://www.danieleganser.ch 

Jede Dekade hat ihre geschichtlichen Sollbruchstellen. Die Sollbruchstelle des 21. Jahrhunderts ist der 11. September 2001. Die Terroranschläge an diesem Tag wurden bis heute nicht wirklich geklärt, denn der offizielle Versuch, dies zu tun, ist nicht das Papier wert, auf dem er gedruckt wurde.

Wer z.B. im 2004 veröffentlichten Commission-Report den Einsturz des New Yorker Wolkenkratzer WTC 7 sucht, wird ihn nicht finden. Was umso erstaunlicher ist, da dieses 47 Stockwerke hohe Gebäude in Manhattan, wie zuvor WTC 1 und WTC 2, über der eigenen Grundfläche in sich zusammensackte. Allerdings ohne zuvor von einem Flugzeug getroffen worden zu sein.

Ist es nicht suspekt, dass die Bush-Regierung 15 Monate wartete, bis sie überhaupt Interesse zeigte, den Anschlag mittels SOKO zu untersuchen, um konkret gegen die Täter zu ermitteln?

Nachdem die Fragen zu WTC 7 immer lauter wurden, vor allem warum man den Einsturz dieses Gebäudes im Report einfach unterschlagen hatte, musste die Regierung reagieren und schickte das NIST in die Spur. Das NIST ist eine Bundesbehörde, eine Art TÜV und veröffentlichte 2008 den Report zu WTC 7, um den Zusammensturz ohne Flugzeug zu erklären. Man behauptet das Gebäude sei durch Brand in seiner Stahlstruktur geschwächt worden.

Konkret Säule 79 hätte als erste nachgegeben und damit eine Kettenreaktion ausgelöst. Das NIST untermauerte seine Behauptung mit einer Computersimulation. Sämtliche Anfragen der Öffentlichkeit an die Behörde, die Parameter hinter der Berechnung zu veröffentlichten, wurden abgelehnt. Begründet wurde die bis heute praktizierte Geheimhaltung mit der Nationalen Sicherheit. Wir, die Bürger die von den Folgen des 11. September bis heute betroffen sind, müssen der US-Behörde also glauben, denn die Daten ihrer Studie bleiben bis heute geheim, während der Krieg gegen den Terror in aller Öffentlichkeit praktiziert wird.

Sieht man sich den Zusammenbruch von WTC 7 an muss man kein Experte für kontrollierte Sprengungen sein, um sich exakt an eine solche erinnert zu fühlen. Feuer oder Sprengung ist aber, wenn es um WTC 7 geht, kein Detail, das einem egal sein könnte, denn wenn der Wolkenkratzer nicht wie behauptet durch Brand zerstört wurde, sondern durch Sprengstoff, stellt sich die Frage, ob dies auch einem Osama bin Laden in die Schuhe geschoben werden kann. Wohl kaum!

Dr. Daniele Ganser, Historiker aus der Schweiz, beschäftigt sich seit Jahren mit inszeniertem Terror und verdeckter Kriegsführung und gehört was die 9/11-Forschung angeht zu den führenden Wissenschaftlern im deutschsprachigen Raum.
 
  • aus: Daniele Ganser: Propaganda – Wie unsere Gedanken und Gefühle gelenkt werden, Video 1Stunde30 >> 
  • und:  Dr. Daniele Ganser: Was macht Angst mit uns? (Bern 20.10.2019), Video 1Stunde15 >>

Propaganda und Framing

Edward Bernays, Propaganda, Die Kunst der Public Relation, 1928
Das schrieb er 1928!
  • Framing: die Gedanken lenken → einen Rahmen aufspannen, in dem sich die Gedanken bewegen
  • Bush sprach innerhalb weniger Stunden nicht mehr von Toten, sondern von Gefallenen → das Framing für den geplanten Krieg wird gesetzt: die anderen haben uns angegriffen
  • wie beim Billard → die Gedanken sind wie Kugeln, die sich innerhalb eines bestimmten Rahmens bewegen 
  • Elisabeth Wehling: Heute stecken konservative Thinktanks wie die Heritage Foundation Millionen von Dollar in die Entwicklung von Frames. 
  • die Rüstungsausgaben der USA: 650 Milliarden im Jahr → die Rüstungsindustrie verdient an Kriegen

 World Trade Center (WTC) 7

  •  es ist ein drittes Gebäude zusammengestürzt → die WTC Nr. 7 (rechts oberhalb von Nr.1), das weiß fast niemand, ist aber gefilmt worden:


  • BBC berichtete in den 17-Uhr-Nachrichten, dass auch dieses Gebäude eingestürzt ist → das Problem ist: sie haben um 17 Uhr berichtet, aber das Gebäude stürzte erst um 17:20 Uhr ein UND man sieht es im Hintergrund noch stehen (die Reporterin weiß das nicht)

  • Historiker haben eine sehr konservative Regel (laut Daniele Ganser): Zuerst das Ereignis, dann der Bericht. → das ist hier durcheinander geraten
  • zuerst schweigt BBC dazu, dann entschuldigen sie sich (Das war ein Fehler.), die Journalistin hatte das vom Telepromter abgelesen → BBC hatte diese Nachricht von Reuters erhalten

Statik

  • das Gebäude ist senkrecht eingestürzt, ganz genau in seine Grundfläche, nicht nach rechts oder links → die Senkrechte ist aber der größte Widerstand, die größte Masse, in der Regel weicht die Masse zur Seite aus
  • die Amerikaner behaupten, das Gebäude ist wegen Feuer eingestürzt  → beim Einsturz von WTC 1 seien Trümmer auf das WTC 7 gefallen und hätten es in Brand gesteckt, aber ein Bild zeigt, dass das nicht stimmt: 
WTC 7 ganz links im Bild, daneben der Rauch von der Zusammensturzstelle von WTC 1.
  •  es gibt im Gebäude 81 Stahlsäulen → die Amerikaner behaupten: Säule 79 wurde durch ein Feuer destabilisiert (ist eingekreist), darum ist das ganze Gebäude senkrecht in sich zusammengefallen

  • das ist statisch unmöglich → es müssten alle 81 Säulen gleichzeitig nachgeben für diese Art von Einsturz, es muss gesprengt worden sein (Professor Jörg Schneider, ETH Zürich Baustatik): "Nach meiner Meinung ist das Gebäude WTC 7 mit großer Wahrscheinlichkeit fachgerecht gesprengt worden."

Verschwörungstheoretiker

  • 2006 publiziert Daniele Ganser das in einer Zeitung in der Schweiz (9.6.2006, Tagesanzeiger) → es kommt die Standard-Reaktion, wie wir sie heute täglich haben auf jedes Hinterfragen der öffentlichen Meinung:
  
  • wenn ein Historiker die Rahmenerzählung (das Framing) angreift, dann nimmt er die ganze historische Epoche auseinander → er kritisiert nicht nur ein Detail
  • Daniele Ganser hatte an der ETH nur einen Jahresvertrag → er ist an die Universität Basel gewechselt (worden)
  • in einer Talkshow im Fernsehen mit ihm sagte ein Journalist: "Wir haben jetzt gesehen, wie Verschwörungstheoretiker vorgehen. Sie sind Gläubige. Sie glauben an etwas, und wenn man ihnen beweist, dass es falsch ist, dann sagen sie: jetzt seht Ihr, wie groß diese Verschwörung ist. Deswegen gehe ich auch nicht ein auf 9/11, der Fall ist geklärt. Mit Ihnen kann man das nicht diskutieren und deswegen werde ich es auch nicht tun."
  •  Ganser: "Aber in der realen Welt werden die Menschen erschossen. Da muss man doch wenigstens den Mut haben zu sagen: für mich ist das nicht geklärt: 9/11."
Am 7.10.2001 greifen die USA Afghanistan an, es werden mehr als 220.000 Menschen getötet.

Untersuchung 

  • in den USA weiß fast niemand was von dem 3. Gebäude, das einstürzte → es kommt nicht in die Medien, man versucht andere Wege der Information:
 
  • eine Untersuchung in Alaska (September 2019):
    Studie schließt Feuer als Einsturzursache des dritten Turms aus
    Das Gebäude Nummer 7 war ein Gebäude in unmittelbarer Nähe der Twin Towers in New York. Es ist bei den Anschlägen vom 11. September 2001 ebenfalls eingestürzt. Umstritten ist, ob der Turm durch die Hitze des Feuers oder durch Sprengung eingestürzt ist. Die neu veröffentlichte wissenschaftliche Studie versucht durch Simulationen nachzuweisen, dass das Gebäude einzig durch Sprengung zum Einsturz gebracht werden konnte.
  • alle Säulen sind im gleichen Moment eingebrochen → nur so kommt diese Art von Einsturz zustande

Und die Twin-Towers?

  • Daniele Ganser sagt nicht, die Twin-Towers seien gesprengt worden, soweit ist er noch nicht, das braucht noch Zeit  → nur so viel: die Twin-Towers waren Asbest-Ruinen, die hätte man sowieso sarnieren müssen
  • mehr als eine Milliarde Muslime wurden weltweit diffamiert
  • Artikel von Daniele Ganser mit allen Details zu dem Thema bei Rubikon >>
  • hier noch ein schöner Vortrag: Dr. Daniele Ganser: Liebe, Wahrheit und Mut versus Kriegspropaganda (21. September 2019) 1Std50 >>
Fortsetzung nächste Seite
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Samstag, 30. Mai 2020

Medien


Extra-Seite zu den Medien:
Holger Potzsch
 Diskursmacht: andere Meinungen diffamieren, den "seriösen" öffentlichen Raum festlegen, Autoritätsgehabe statt Argumente
  •  wer die „Fakten“ zu Corona und den Sinn der Maßnahmen anzweifelt wird diffamiert → Diskursmacht: Vereinfachung, Ausgrenzung, Dämonisierung, Preisgabe der Lächerlichkeit und vieles mehr
  • hier hat sich ein Schatz an Sätzen zur Beschreibung der Wirklichkeit herausgebildet, die von den meisten Wissenschaftlern als gültig angesehen werden, und die eben solche radikalen Maßnahmen, wie die, die man jetzt panikartig gegen Corona ergreift, sinnvoll erscheinen lassen würden
  • staatliche und kommerzielle Massenmedien erschaffen Welten, etablieren Handlungsnormen und begrenzen politische Spielräume im Verhältnis zu Corona
  • sie konstruieren soziale Wirklichkeit aufgrund von Aussagen und unterschlagen dabei, dass diese Aussagen nicht die einzig gültigen und möglichen sind → Macht durch Auswahl 
Professor Daniel von Wachter  
Stimmung erzeugen
  • die staatlichen Stellen und die Medien erzeugen eine bestimmte Stimmung → derjenige, der sich durch diese Stimmung beeinflussen lässt, empfindet so die These von der Ungefährlichkeit des Virus als extrem, radikal oder gefährlich
  • Neue Züricher Zeitung: „In Deutschland versucht eine Querfront, in der sich unter anderen Rechtsradikale, Impfgegner, Linksautonome, Kapitalismuskritiker und Esoteriker finden, Umsturzphantasien in die Gesellschaft zu tragen und den demokratischen Diskurs zu unterminieren. “ (13.5.2020) Wie ein Geisteskranker, der einem anderen Menschen genau das vorwirft, was er selbst tut → denn die Demonstranten möchten gerade die Wiederherstellung der Demokratie
  • es werden eine Grenze und ein Tabu erzeugt → Vertreter anderer Meinungen werden ausgegrenzt, auf sie gehen Verurteilungen als Spinner, unmoralisch und gefährlich nieder
  • Verschwörungstheorie: zu meinen, man solle immer nur die besten Absichten annehmen ist weder christlich noch rational → es gibt ganz unwahrscheinliche Verschwörungstheorien, aber es ist irrational vorauszusetzen, dass es nie Verschwörungen gäbe: „x ist eine Verschwörungstheorie“  ist kein Argument gegen die Wahrheit von x 
  • die eigenen Überzeugungen nicht durch die Prädikate „offiziell“ und „seriös“ beeinflussen lassen → Angela Merkel: „Glauben Sie keinen Gerüchten, sondern nur den offiziellen Mitteilungen, die wir immer auch in viele Sprachen übersetzen lassen.“ , Ursula von der Leyen: „Vertrauen Sie den Gesundheitsbehörden! Vertrauen Sie der Weltgesundheitsorganisation! Vertrauen Sie dem gesunden Menschenverstand und journalistischer Sorgfalt in den Qualitätsmedien.“
  • das Vertrauen, das diese Politiker zu erzeugen versuchen, ist irrational → der rationale Mensch lässt sich nicht durch solches Autoritätsgehabe beeinflussen, sondern prüft alle Aussagen auf ihren Indiziengehalt
  • Nachrichtensendungen wie die Tagesschau manipulieren durch das Als-selbstverständlich-Hinstellen und durch die gespielte Seriosität → es wird im Zuschauer das Gefühl erzeugt, dass eine bestimmte Meinung in der Mitte, andere aber extrem und untragbar seien 
Aljoscha Harmsen.
Haltung statt Argumente, toxisches Vokabular
  • Sachdiskussion werden durch Haltungsfragen ersetzt
  • sich eines toxischen Vokabulars bedienen, Begriffe disqualifizieren und Positionen pathologisieren→ es geht nicht mehr um das Problem, sondern um das Vokabular, der Gegenstand der Diskussion wird unantastbar und ihr Kritiker zum Unberührbaren
  • man gibt eine zu teilende Haltung für das Publikum vor, statt das eigentliche Problem zu besprechen → der Kritiker wird zum Gedankenverbrecher stilisiert: er ist nun rhetorisch vorbestraft und verliert das Recht, Begriffe anders zu meinen, als sein Gegner ihm das zugesteht
  • sprachliche Politisierung ins Extreme → Bezichtigungen wie „Rassist“  lassen keinen Spielraum für Kompromisse. Sie sind als Kampfbegriffe Ausdruck einer abgeschlossenen Meinungsbildung 
Professor David Jungbluth
Nachlössig, skrupellos, intellektlos: Suggestionen und Manipulationen
  • Diese falsche Ausgangsbasis (Virus ist extrem gefährlich) liegt aber nun wieder darin begründet, dass gerade von den benannten „seriösen“ wie auch von den sonstigen Massenmedien ein Szenario erzeugt wurde und täglich mit neuer Nahrung gefüttert wird, dass kaum eine andere Möglichkeit lässt, als eine entsprechende Gefahreneinordnung vorzunehmen.
  • mit Nachlässigkeit wenn nicht sogar eher Skrupellosigkeit (soll nicht fehlender Intellekt als Begründungsansatz herangezogen werden) werden von diesen medialen Akteuren Fakten bis zur Unkenntlichkeit verdreht: die Autorin Christina Bernd geht umstandslos davon aus, das Virus Covid-19 als solches bereits eine tödliche Gefahr für mehr oder weniger alle darstelle, womit die getroffenen Schutzmaßnahmen automatisch als alternativlos und als in jeder Hinsicht gerechtfertigt suggeriert werden – und dies alles unter Absehung von deren höchstwahrscheinlich kaum beherrschbaren Konsequenzen
  • ob dreiste manipulative Absicht oder stromlinienförmiges Eintauchen in einen nicht hinterfragbaren Mainstream: der ohnehin verunsicherte Leser wird nicht zu kritischer Reflexion der Lage angeregt, sondern in seiner Verunsicherung bestätigt und gefangen gehalten – und zwar zunächst ganz unabhängig von Bildungsstand oder gesellschaftlichem Ansehen.
 Marcus Klöckner
Diffamierung, Raunen, Denkverbote: abweichende Meinungen ins Abseits drängen 
  • eine Kultur im Journalismus, die Diskussionen durch Diffamierung, Argumente durch Raunen und Meinungsaustausch durch Denkverbote ersetzt → missionarischer Eifer statt journalistisches Erkenntnisinteresse
  • im Journalismus unserer Zeit geht es schon lange nicht mehr darum, so vorurteilsfrei wie möglich den Gegenstand der Berichterstattung zu betrachten → Journalismus wird zum verlängerten Arm eines bestimmten Weltbildes gemacht
  • ein grundlegendes Problem: seit Jahren schon schwelt ein Konflikt zwischen Teilen der Bürger und Teilen der Eliten → unterschiedliche Wahrnehmungen und Einordnungen der sozialen und politischen Realität
  • Politik und Medien müssten Machtverhältnisse ausbalancieren→ Bürger aus den unterschiedlichen Schichten müssten wahrgenommen und gehört werden
  • normalerweise finden Debatten zwischen den divergierenden Gruppen einer demokratischen Gesellschaft statt→ die richtungsweisenden Diskurs-Arenen befinden sich innerhalb der Leitmedien
  • Vertreter großer Medien wachen darüber, wer Zugang zu ihren Medien bekommt und wer nicht → das Publikum vor Meinungsunsinn, vor Pseudo-Experten und anderen für die öffentliche Meinung gefährlichen Akteuren schützen
  • die nun von Journalisten und Politik angewandten Strategien zur Abwertung der Proteste zeigen → es geht Medien und Politik nicht um das, was sie vorgeben zu verteidigen: den demokratischen Diskurs
  • unterschiedliche, auch fundamental voneinander abweichende Meinungen sofort ins Abseits drängen und mit Mitteln der sprachlichen Manipulation, der Propaganda und der Diffamierung zum Schweigen bringen → keine Demokratie
  • von Beginn an haben Journalisten die Corona-Demonstranten delegitimiert → rechte Gruppen und schräge Typen, die auf den Demonstrationen auszumachen sind, werden so massiv in den Vordergrund gerückt, dass ein verzerrtes Bild entsteht, auf Ressentiments anstelle von Fakten setzen
  • die Ausgegrenzten können sich zwar äußern, aber eine Wirkung kann sich nicht entfalten, da ihre Äußerungen aufgrund ihrer Position im „Außen“ des Mediensystems abgewertet sind   
 Björn Templ 
 Was vor unseren Augen passiert sollte man wahrnehmen dürfen
  • Vielleicht irre ich mich auch & das Virus ist tatsächlich ein Killervirus und hat viele Länder nur wegen eines perfekten Krisenmanagements komplett verschont. Vielleicht hätten wir in Österreich tatsächlich ohne Lockdown bereits über 120.000 Corona-Tote zu beklagen. Aber ich glaube es nicht. Die Dinge, die vor unseren Augen passieren, sollten Grund genug sein um all das zumindest in Frage stellen zu dürfen. Aber stattdessen wird man von Menschen, die sich innerhalb der absoluten Mehrheit stark fühlen, scharf kritisiert, belächelt und denunziert. 
Professor Daniel von Wachter
Verschwörungstheorie
  • der Begriff „Verschwörungstheorie“ dient dazu, eine Theorie oder eine Person epistemologisch abzuwerten → es werden die Theorien als „Verschwörungstheorien“ bezeichnet, welche einer von der Regierung oder von den Behörden verbreiteten Darstellung widersprechen
  • man kann den Verschwörungstheoriebegriff gegen jede Auffassung verwende → er hat keine klare Definition
  • es wird eine Stimmung erzeugt → die Darstellung der Regierung und der Behörden ist verlässlich und ihre Absichten sind gut, die staatlichen Institutionen und die ihnen zustimmenden Personen seriös, die ihnen widersprechenden Personen unseriös 
  • die Aussage: x ist eine Verschwörungstheorie → enthält keinen Verweis auf ein Indiz, sie enthält kein Argument
  • Faktenchecks gegen Verschwörungstheorien sind oft völlig argumentfrei → wollen wirken, indem sie die eigene These, dass die betreffende Verschwörungstheorie falsch sei, als selbstverständlich hinstellen
  • der Autor stellt sich auf eine höhere Warte → er stellt sich als direkte Quelle der Wahrheit hin, die über das Diskutieren erhaben ist
  •  manchmal hat eine kleine, kritische Minderheit die richtige Auffassung und die Mehrheit nicht → dass eine Auffassung von einer Minderheit vertreten wird, spricht weder für noch gegen ihre Wahrheit.
  • viele Menschen sind für solche Suggestion und für Meinungsdruck anfällig → sie wollen nicht anderer Meinung sein als die Menschen um sie herum und nicht für dumm oder böse gehalten werden
  • die normale und richtige Form einer Entgegnung auf eine Aussage: „Das ist falsch, hier sind meine Argumente . . . “ → Aussagen wie „Das ist eine Verschwörungstheorie“ und „Diese Theorie entspringt dem Bedürfnis nach einer einfachen Erklärung in einer komplexen Welt“ vermeiden genau das
Faktenchecks
  • natürlich sind die als „Fake News“ bezeichneten Aussagen nicht immer wahr → aber wer eine Aussage eines anderen als falsch oder als Lüge aufweisen will, soll Argumente vorlegen
  • den anderen ohne Argumente herabsetzen und die eigene Meinung als selbstverständlich und als nicht der Begründung bedürftig hinstellen → ein manipulativer Versuch, die Wahrheitssuche abzuwürgen und den Leser davon abzubringen, die Wahrheit zu suchen und selbst nachzudenken
  • eine solche Behandlung eines hervorragenden Wissenschaftlers im öffentlich-rechtlichen Rundfunk bewirkt, dass Wissenschaftler davon abgeschreckt werden, sich öffentlich abweichend von der herrschenden Meinung zu äußern 
    → sie müssen eine Beschädigung ihrer Karriere befürchten
Dr. Gunter Frank
Moralisierung der Gesellschaft:
  • "Es ist heute wirklich auch einfach, eine leicht zu hinterfragende moralistische These aufzustellen, und schon gibt es Applaus von allen Seiten, und derjenige, der verantwortungs-ethisch denkt, der fragt, was hinten rauskommt,  der wird sofort in die moralistische Ecke gestellt, als Leugner, Ketzer, wie auch immer - diese Entwicklung fällt uns gerade bei Corona auf die Füße".
Peter Frey
Fundamentale Lügen
  • fundamentale Lügen → so stark in den Köpfen der Menschen verankert, dass sie als nicht mehr zu hinterfragende Wahrheiten hingenommen werden, auch wenn sie absolut offensichtlich sind und in der Regel vor Widersprüchen nur so strotzen
  • neues Infektionsschutzgesetz untergräbt massiv die Grundsätze, die dem Staatswesen durch das Grundgesetz auferlegt werden, die von den Verfassern als faktisches Naturgesetz bestimmte Grundlage des Gesetzes → eine Lüge, die auf perfide Art und Weise mit den Ängsten der Menschen spielt
  • „Krieg gegen das Virus“: auf diesem Narrativ bauen alle Maßnahmen auf, die geeignet sind, den demokratischen Rechtsstaat durch eine Diktatur abzulösen, Machthabende pflegen mit Hilfe der Massenmedien diesen Spin, indem sie Infektionsschutzgesetze propagieren und schließlich durchdrücken →  das Virus ist das Feindbild, um die Menschen in Angst zu bringen, die Gefährlichkeit dieses Virus ist  nicht nachgewiesen → dieser Nachweis kann und will ja auch gar nicht erbracht werden, man verhindert ihn sogar aktiv. Weil dieser Nachweis nicht erbracht werden darf, dann würde das sorgfältig gepflegte Feindbild zusammenbrechen.
  • das Infektionsschutzgesetz wird wesensfremd auf unser Alltagsleben angewendet, obwohl in diesem Infektionen gut und richtig sind → in den Massenmedien, ganz besonders in der ARD-Tageschau: Aufbauend darauf, dass Infektion nur gefährlich sein kann, macht es die Infektionsrate zum Maß der Dinge und beschwört mit dieser eine Gefahr der Überlastung des Gesundheitswesens
  • während also das Gesetz Infektionen dämonisiert und mit haarsträubenden Vorschriften dazu beiträgt, bevölkerungsweit die Immunsysteme zu schwächen, wirbt es unverfroren wie unwissenschaftlich mit der Lösung, der Rettung. Aber, dass Impfen geschwächte Immunsysteme „retten” kann, wurde niemals bewiesen, dem Pharmasektor nützt es also jetzt schon und die Kosten dafür soll die getäuschte und belogene Allgemeinheit tragen 
Dr. Daniele Ganser
 Den Medien vertrauen? Vortrag vom 3.3.2018
  • Ganser betont, dass es sehr wohl gute Journalisten gibt. Es gibt keinen Grund umfassend allen Medienberichten zu misstrauen. Aber die Zeit, in der man den Medien blind vertraute, sei vorbei, so Ganser. Denn es gibt immer wieder Manipulationen, Verdrehungen, Lügen und Kriegspropaganda in den Medien. Ganser rät beim Medienkonsum wachsam zu sein und stets die eigenen Gedanken und Gefühle zu beobachten. Was wird auf der Ebene der Gedanken und Gefühle ausgelöst, wenn ich dieses lese oder jenes sehe? 
Illusion des Informiertseins
  • "Die Geschichte des Westens ist eine Geschichte brutaler Gewalt und großer Heuchelei“, erklärt auch der mutige deutsche Journalist Jürgen Todenhöfer, der viele Kriegsschauplätze besucht und vor Ort mit den betroffenen Menschen gesprochen hat. „Nirgendwo auf der Welt kämpft der Westen für die Werte seiner Zivilisation. Sondern ausschließlich für seine kurzsichtigen Interessen. Um Macht, Märkte und Moneten. Oft mit terroristischen Methoden. Die Leiden anderer Völker und Kulturen interessieren ihn nicht."
  • der Psychologe Rainer Mausfeld, Universität Kiel →  beim Meinungsmanagement wird neben dem ständigen Wiederholen von Kernbotschaften auf Fragmentierung und Dekontextualisierung gesetzt
  • Fakten werden in Fragmente zerlegt, sodass für den Beobachter kein Sinnzusammenhang mehr entsteht →  dadurch kann man Fakten auflösen oder unsichtbar machen
  • Informationen werden aus ihrem Kontext, also Sinnzusammenhang gerissen (z.B. verschweigen, was zuvor passierte) → zudem werden die Fakten in einen neuen Kontext gesetzt, also rekontextualisiert
  • Kriege sind dann plötzlich nicht mehr abscheulich und grausam, sondern ein notwendiges Übel um das Böse zu bekämpfen → die USA sind seit dem Zweiten Weltkrieg durch Angriffe auf andere Länder für den Tod von 20 bis 30 Millionen Menschen verantwortlich
  • durch Fragmentierung und Rekontextualisierung als ‚Kampf für Demokratie und Menschenrechte' werden Verbrechen dieser Größenordnung sowie ihre geschichtliche Kontinuität für die Öffentlichkeit nahezu unsichtbar
  • die Menschen in Nordamerika und Europa werden täglich mit News, Sport, Werbung und einer Flut von oft unnützen Informationen zugeschüttet → viele fühlen sich daher über alles Wesentliche unterrichtet
  • Mausfeld: „Die Bürger, die beim Frühstück die Süddeutsche Zeitung lesen, nachmittags in Spiegel Online schauen und sich abends die Tagesschau ansehen, sind im Gefühl umfassender Informiertheit so selbstzufrieden, dass sie die Krankheit, an der sie leiden … nicht einmal mehr erkennen können“. → die Krankheit ist die Illusion des Informiertseins
  • Mediennavigator Swiss Propaganda Research >> 
Ine Stolz
Gemeinschaftsseele
  • Public Relations (PR) umgeht mittels gezielt eingesetzter psychologischer Methoden das kritische Denken der Bevölkerung, indem man direkt das Bauchgefühl ansteuert und so Emotionen schürt
  • Lebon erklärte damals schon, dass ein Individuum in der Masse seine Kritikfähigkeit meist verliert → der psychischen Macht dieser „Gemeinschaftsseele“ verfällt
  • wenn eine Person des Vertrauens eine Lüge erzählt, wird diese meist als die Wahrheit akzeptiert und nicht weiter hinterfragt
  • eine wichtige Rolle spielt, dass etwas immer wieder und überall wiederholt wird, bis es über die Synapsen fest im Gehirn verankert ist →  dabei werden Bilder und Schlagworte wie bei einem Mantra gebetsmühlenartig wiederholt
  • je dreister die Lüge ist, die man den Massen auftischt, umso wahrscheinlicher ist es, dass sie tatsächlich geglaubt und übernommen wird 
  • irrationale Kräfte bewegen Menschen zu bestimmtem Handeln: ein Mensch begehrt etwas nicht, weil es für ihn nützlich ist oder einen wirtschaftlichen Wert hat, sondern weil eine verborgene Sehnsucht dahintersteckt → diese Sehnsucht kann man instrumentalisieren, Emotionen berühren und bewegen, nicht der Verstand
  • Technik der Meinungsformung: „Engeneering of consent“, was im Deutschen so viel bedeutet wie die künstliche Erzeugung einer Übereinstimmung 
  • die Aufgabe von PR ist es, außergewöhnlich herausstechende Ereignisse zu inszenieren, über die dann in den Medien gebetsmühlenartig berichtet wird 
Swiss Propaganda Research
  • Viele Menschen sind erstaunt und irritiert über die unseriöse und oftmals angstverstärkende Berichterstattung vieler Medien. Es handelt sich dabei offenkundig nicht um eine „gewöhnliche Berichterstattung“, sondern um klassische und massive Propaganda, wie sie üblicherweise im Zusammenhang mit Angriffskriegen oder angeblichem Terrorismus zum Einsatz kommt.
  • SPR hat die Mediennetzwerke, die für die Verbreitung solcher Propaganda zuständig sind, in früheren Infografiken für die USA, für Deutschland und für die Schweiz dargestellt. Auch das Internetlexikon Wikipedia ist ein integraler Bestandteil dieser geopolitisch-medialen Netzwerke.
  • In einem Mediennavigator für englische Medien und für deutsche Medien wurde die politische und geopolitische Ausrichtung verschiedener Medien dargestellt. Diese Medien-Navigatoren können auch bezüglich Covid19-Bericht­erstattung eine erste Orientierungshilfe bieten.
https://2tulpe30.blogspot.com/2020/05/usa.htmlhttps://2tulpe30.blogspot.com/2020/05/rki.html