Medizinische Notizen
- Eine neue serologische Studie
der Universität Stanford fand im Bezirk Santa Clara in Kalifornien
Antikörper in 50 bis 85 mal mehr Personen als bisher angenommen, wodurch
sich eine Covid-Letalität von 0.12% bis 0.2% oder sogar darunter ergibt
(d.h. im Bereich einer starken Influenza).
- Das Zentrum für evidenzbasierte Medizin (CEBM) der Universität Oxford geht in einer neuen Analyse
davon aus, dass die Letalität von Covid19 (IFR) zwischen 0,1% und 0,36%
liegt (das heißt im Bereich einer starken Grippe). Bei über 70-Jährigen
ohne schwere Vorerkrankungen liege die Letalität
voraussichtlich bei unter 1%. Bei über 80-Jährigen liege die Letalität
zwischen 3% und 15%, je nachdem, ob die bisherigen Todesfälle
hauptsächlich mit oder an der Krankheit erfolgten. Die
Letalität bei Kindern liege – im Unterschied zur Grippe – nahe bei
null. Zur hohen Sterblichkeit in Norditalien weist die Forschungsrupppe
u.a. auf die europaweit höchste Antibiotikaresistenz
in Italien hin. Tatsächlich zeigen Daten der italienischen Behörden,
das rund 80% der Verstorbenen mit Antibiotika behandelt wurden, was auf
bakterielle Superinfektionen hindeutet.
- Der finnische Epidemiologie-Professor Mikko Paunio von der Universität Helsinki hat in einem Arbeitspapier
mehrere internationale Untersuchungen ausgewertet und kommt auf eine
Covid19-Letalität (IFR) von 0.1% oder weniger (d.h. im Bereich der
saisonalen Grippe). Der Eindruck einer höheren Letalität sei entstanden,
weil sich das Virus sehr schnell verbreitet habe, insbesondere auch in
Mehr-Generationen-Haushalten in Italien und Spanien. Die
„Lockdown“-Maßnahmen seien überall zu spät gekommen und hätten nichts
mehr gebracht bzw. seien letztlich sogar kontraproduktiv gewesen.
- Die Übersterblichkeit in der Schweiz lag im ersten Quartal 2020 (bis
5. April) gemäß den Zahlen des Bundesamtes für Statistik trotz Covid19 im mittleren Normalbereich.
Der Grund dafür ist, dass der Winter und damit die diesjährige
Grippesaison außergewöhnlich mild waren, was durch Covid19 nun
teilweise „kompensiert“ wurde.
- In der Schweiz sind laut einer Recherche vom 14. April nicht nur die Krankenhäuser insgesamt sehr tief ausgelastet, sondern auch die Intensivstationen. Es stellt sich damit weiterhin die Frage, wo und woran die testpositiven Schweizer Todesfälle verstorben sind.
- Der Präsident der deutschen Krankenhausgesellschaft schlägt Alarm:
Mehr als 50 Prozent aller deutschlandweit geplanten Operationen wurden
abgesagt, der „OP-Stau“ gehe in die Tausende. Zudem würden 30 bis 40%
weniger Patienten mit Herzinfarkt und Schlaganfall behandelt, da sich
diese aus Angst vor Corona nicht mehr in die Kliniken wagen. Es gebe
bundesweit 150.000 freie Krankenhausbetten und 10.000 freie
Intensivbetten. In Berlin seien nur 68 Intensivbetten mit
Corona-Patienten belegt, die Notklinik mit 1000 Betten werde aktuell
nicht gebraucht.
- Neue Daten des RKI zeigen, dass auch in Deutschland die Reproduktionszahl von Covid19 bereits vor dem Lockdown unter den kritischen Wert von 1 gefallen war.
Allgemeine Hygienemaßnahmen waren mithin ausreichend, um die
exponentielle Ausbreitung zu verhindern. Bereits zuvor wurde dies von
der ETH Zürich auch für die Schweiz belegt.
- Auf einem französischen Flugzeugträger wurden 1081 Soldaten positiv getestet.
Davon blieben bisher knapp 50% symptomlos und ca. 50% zeigten milde
Symptome. 24 Soldaten wurden hospitalisiert, davon einer auf der
Intensivstation (Vorerkrankungen unbekannt).
- Der deutsche Virologe Christian Drosten hält es für möglich, dass
manche Menschen durch Kontakt mit normalen Erkältungs-Coronaviren
bereits eine wirksame sogenannte Hintergrund-Immunität gegen das neue
Coronavirus aufgebaut haben.
- Der Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschsel, der bereits zahlreiche
testpositive Verstorbene untersucht hat, erklärt in einem neuen
Beitrag: „Die Zahlen rechtfertigen die Angst vor Corona nicht“.
Seine Erkenntnisse: „Corona ist eine vergleichsweise harmlose
Viruserkrankung. Wir müssen uns damit beschäftigten, dass Corona eine
normale Infektion ist, und wir müssen lernen, damit zu leben, und zwar
ohne Quarantäne.“ Die von ihm untersuchten Todesopfer hätten alle so
schwere Vorerkrankungen gehabt, dass sie, „auch wenn das hart klingt,
alle im Verlauf dieses Jahres gestorben wären“. Püschel wird noch
deutlicher: „Die Zeit der Virologen ist vorbei. Wir sollten jetzt andere
fragen, was in der Coronakrise das Richtige ist, etwa die
Intensivmediziner.“
- Eine Übersicht auf Medscape zeigt, dass Coronaviren-Erkrankungen typischerweise Ende April zurückgehen – mit oder ohne Lockdown.
- Infosperber: „Weniger Corona-Fälle? Einfach weniger testen!“
Die täglich gemeldete Zahl der «neuen Fälle» sage über den Stand der
Epidemie wenig aus. Es sei fahrlässig, mit der Kurve der kumulierten
testpositiven Todesfälle Angst auszulösen.
- OffGuardian: Acht weitere Experten, die die Corona-Panik hinterfragen. (Englisch)
Beatmung bei Covid19
Weitere Fachleute in Europa und den USA haben sich zur Behandlung von
kritischen Covid19-Patienten geäußert und raten dringend von einer
invasiven Beatmung (Intubation) ab. Es liege bei Covid19-Patienten kein
akutes Lungenversagen (ARDS) vor, sondern ein Sauerstoffmangel.
Politische Notizen
- Video: Der Schweizer Bundesrat gehört ins Gefängnis. Eine Polemik.
- Video: Polizeigewalt im Rahmen von „Corona-Lockdowns“ in aller Welt.
- Video: „Schweizer Ärzten wurden Maulkörbe verpasst, der Bundesrat ist zerstritten.“
- Ein Schweizer Bürger hat einen Eilantrag an das Bundesverwaltungsgericht und an den Bundesrat gesandt, um die sofortige Aufhebung des Lockdowns zu erwirken.
- Der deutsche Ökonom Norbert Haering erklärt in mehreren Beiträgen,
wie die „Cronona-Krise“ genutzt wird, um seit längerem geplante
Überwachungsinstrumente in den Bereichen Reiseverkehr, Zahlungsverkehr,
Kontaktverfolgung und Biometrie weltweit einzuführen.
- Giorgio Agamben, italienischer Philosoph, zu den Corona-Maßnahmen:
„Ein Land, ja eine Kultur implodiert gerade, und niemanden scheint es
zu kümmern. Was spielt sich gerade vor unseren Augen in den Ländern ab,
die von sich behaupten, sie seien zivilisiert?“
- Italienische Anwälte legen Beschwerde gegen Corona-Maßnahmen der Regierung ein.
- Der deutsche Wirtschaftsprofessor Stefan Homburg in der WELT: „Warum Deutschlands Lockdown falsch ist – und Schweden vieles besser macht.“:
„Zusammengefasst haben Länder wie Schweden, Südkorea oder Taiwan mit
ihrem Verzicht auf Lockdowns klug gehandelt. Die dortigen Virologen
führten Bevölkerung und Politik mit ruhiger Hand durch die Krise, statt
sie durch ständige Kurswechsel zu verunsichern. Das Coronavirus wurde
ohne Schaden für Grundrechte und Arbeitsplätze erfolgreich eingedämmt.
Deutschland sollte sich diese Politik zum Vorbild nehmen.“ (Siehe auch: Ein Videointerview mit Prof. Homburg).