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| Mindestens 3.000 Menschen protestieren gegen den Corona-Wahnsinn. |
Schmerzhaft wird es erst später
Die Stadt muss sparen, weil wegen der Corona-Krise massive Steuerausfälle drohen: Die Verwaltung bekommt weniger neue Stellen, das Vorkaufsrecht zum Schutz von Mietern wird seltener genutzt und Bauprojekte sollen abgespeckt werden. Doch das ist nur der Anfang.ZUSAMMENFASSUNG:
Wenn es richtig schlecht läuft: 2020 ein Defizit von 1.410.000.000 Euro = 1.41 Milliarden...
- vorläufiger Rotstift-Fahrplan:
- bereits beschlossene Stellen in der Verwaltung sollen nur noch zu 80 Prozent besetzt werden
- Einsparungen von 174 Millionen Euro bei den sogenannten Sachkosten, Bürobedarf beispielsweise
- städtische Bauprojekte abspecken – etwa durch niedrigere Standards, irgendwann entscheiden, ob eine Investition komplett entbehrlich ist
- auf längere Sicht
- kostenlose Kita oder XXL-München-Zuschlag für städtische Mitarbeiter streichen
- Einsparungen in der Verwaltung und strikte Haushaltsdisziplin: priorisieren und streichen
- Jutierhalle, die Generalsanierung und Erweiterung des Stadtmuseums → es wird vor allem für Kulturbauten kritisch
- die zahlreichen neuen Schulen, die in einem milliardenschweren Mehrjahres-Programm aufgelistet sind, laufen unter Pflichtaufgaben, das muss durchgeführt werden
- in großem Stil Mietshäuser in Erhaltungssatzungsgebieten aufzukaufen geht nicht mehr → die Stadt hat seit Sommer 2018 bereits 312 Millionen Euro für Hauskäufe ausgegeben, Ausgaben von weiteren 207 Millionen sind beschlossen, aber noch nicht abgebucht
- für 2020 sind noch Ausgaben von mehr als 7,1 Milliarden Euro im Haushalt aufgeführt → es wird vor allem bei der Gewerbesteuer und beim städtischen Anteil an der Einkommensteuer in einem Ausmaß abwärts gehen, das die Stadt nicht mehr so einfach wegstecken kann
- sollten die Gewerbesteuern um 20 Prozent und die Einkommensteuer um zehn Prozent zurückgehen → allein bei Steuern ein Minus von 662 Millionen Euro: minus 475 Millionen. Und das ist noch das beste von drei Szenarien. Beim schlechtesten beträgt das Defizit 1,41 Milliarden
- um auf einen ausgeglichenen Verwaltungs-Saldo zu kommen, dürfen Kommunen anders als Bund und Länder keine Kredite aufnehmen → das ist nur für Investitionen möglich
- für Investitionen wären bis 2023 schon ohne Corona Kredite von fast 4,3 Milliarden Euro notwendig gewesen


