Dienstag, 12. Mai 2020

Corona-Syndrom

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von Thomas Hardtmuth

Das Corona-Syndrom

Die Angst ist gefährlicher als das Virus.

Thomas Hardtmuth, Jahrgang 1956, war nach dem Studium der Humanmedizin in München an verschiedenen Kliniken im süddeutschen Raum tätig, zuletzt als Oberarzt für Chirurgie und Thoraxchirurgie am Klinikum Heidenheim. Seit 2012 ist er Dozent für Gesundheitswissenschaften und Epidemiologie an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Er publiziert seit 2003 regelmäßig zu verschiedenen medizinischen und wissenschaftlichen Themen.

ZUSAMMENFASSUNG:
  • Pandemien erfordern weniger ein virologisches, als vielmehr ein erweitertes, immunologisches Verständnis
  • seit der Zellularpathologie von Rudolf Virchow und der „Kriegserklärung“ Robert Kochs gegen das neue Feindbild der Mikroorganismen denken wir in den medizinischen Wissenschaften immer mehr ins Einzelne und verlieren zunehmend den Blick fürs Ganze
  • die Dinge verstehen, indem man sie auseinandernimmt wie eine Maschine → rein analytisches Denken hat seine Berechtigung, solange es den Rückweg vom Einzelnen zum Ganzen immer wieder findet
  • systemisches Denken zerlegt die Dinge nicht wie bei der Analyse, sondern bringt sie durch Synthese wieder in einen Zusammenhang
  • der analytische Verstand denkt linear im Sinne einer eindimensionalen Logik →  aus A folgt B und aus B folgt C
  • aus dem Zwingenden dieser Logik bezieht er seinen Anspruch, recht zu haben →  aber er arbeitet nur mit mechanistischen Kausalketten, versteht nicht die integralen Zusammenhänge, komplexen Wechselwirkungen und Interdependenzen 
  • das Corona-Problem→ Viren machen krank und verbreiten sich über Ansteckung, sie können mutieren und zu schlimmen Seuchen mit vielen Todesopfern führen
  • as allgemeine Informationsniveau in dieser Sache ist vor allem bei Politikern viel zu niedrig, um den derzeitigen Aktionismus auf wirklich sachliche Beine zu stellen
  • die Corona-Krise ist nicht nur ein virologisches, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem→ nach Ansicht des Volkswirtschaftlers Prof. Christian Kreiß werden wir durch das Coronaproblem eine der schwersten Wirtschaftsrezessionen seit Anfang des 20. Jahrhunderts mit Staatspleiten, Hungersnöten, Massenarbeitslosigkeit und eskalierenden Konflikten erleben (2)
  • Todeszahlen:
    • etwa 10 Millionen Menschen infizieren sich jedes Jahr mit Tuberkulose, was für 1,5 Millionen tödlich endet →  ließe sich durch relativ einfache Maßnahmen zur Verbesserung von Ernährung, Hygiene, Wohnverhältnisse verhindern
    • 80.000 Kinder sterben jedes Jahr in Afrika an der fürchterlichen Noma-Krankheit, bei der die Gesichter der Kinder von Infektionen regelrecht zerfressen werden und zu entsetzlichen Entstellungen führen→  zugrunde liegt schlicht ein Vitamin- und Proteinmangel, ließe sich mit minimalem Aufwand vorbeugen 
    • 8 Millionen sterben jedes Jahr weltweit an den direkten Folgen der Luftverschmutzung, in Deutschland sind das circa 80.000 Menschen
    • fast genauso hoch ist die Zahl der Todesfälle durch Medikamentennebenwirkungen
  • obwohl all diese Todesursachen nicht selbst verschuldet sind und bei entsprechendem politischem Willen erheblich reduzierbar wären, findet eine öffentliche Diskussion darüber kaum statt 
  • jährlich sterben weltweit etwa 650.000 Menschen an Grippe (3), in Deutschland zwischen 10.000 und 25.000, die Endbilanz bei Covid-19 wird sich nicht wesentlich von anderen jährlichen Grippewellen unterscheiden (4)
  • bei allem, was wir bislang über das Virus wissen, unterscheiden sich Pathogenität und Mortalität sich nicht wesentlich von der Influenza
  • die insgesamt unzuverlässige Datenlage hat dazu geführt, dass die Prognosen von Virologen zum Teil weit auseinandergehen → von katastrophalen Szenarien bis hin zur Nicht-Unterscheidbarkeit von einer normalen Grippe reichen
  • das Hauptproblem derzeit →  die in den Medien publizierten Zahlen suggerieren einen Anstieg der Infektionen, der gar nicht vorhanden ist (sondern nur Anstieg der Testungen) → es fehlen Stichprobenanalysen 
  • das hieße, dass zum Beispiel 1.000 Menschen getestet werden und dass diese Untersuchung eine Woche später bei einem vergleichbar repräsentativen Kollektiv wiederholt wird → nur dadurch lässt sich einigermaßen die Verbreitung der Seuche beurteilen
  • in Island wurde eine solche Analyse durchgeführt →  von 9.678 Personen war nur 1 % der Tests positiv, etwa die Hälfte derer, die positiv getestet wurden, hatten keine Symptome, die andere Hälfte schwache, typische Erkältungssymptome“ (7).
  • Chaos entsteht →  wenn Angst, Unkenntnis, panischer Aktionismus und skrupellose Geschäftsinteressen zu einem nicht mehr beherrschbaren Selbstläufer verschmelzen
Testverfahren
  • Tests erfassen nur das, was wir schon kennen → von den Viren kennen wir weit weniger als ein Prozent, zumal Viren sich ständig verwandelnde Wesen sin.
  • der PCR-Test weist nicht ein Virus, sondern einen DNA-Abschnitt nach, bei dem wir davon ausgehen, dass er in dem gesuchten Virus vorkommt → aus kranken Menschen ein Virus isolieren, von dem man annimmt, dass es die Krankheit kausal verursacht hat
  • dieses Virus wird nun gezüchtet und aus diesem Isolat wird die DNA sequenziert, es wird nun ein definierter Bereich festgelegt, der durch die PCR so oft vervielfältigt wird, bis die gesuchte DNA-Sequenz nachweisbar wird. Bei Standarduntersuchungen haben diese Sequenzen eine Länge von etwa 3.000 Basenpaaren. Anfang und Ende des Abschnitts werden mit sogenannten Primern flankiert, die den zu vervielfältigenden Abschnitt markieren.
  • wir kennen aber mindestens 99 Prozent aller Viren nicht → die DNA-Sequenz kann auch in anderen Viren, Bakterien und anderen Parasiten vorkommen, die aber mit der Krankheit nichts zu tun haben
  • Viren mutieren und zerfallen sehr schnell → aus den Virenfragmenten können sich spontan neue Viren bilden („zusammenstoppeln“), die nun wiederum Sequenzen von den zuvor zerfallenen Viren enthalten
  • wir müssten also alle Viren kennen, um sicher zu sein, dass eine bestimmte Sequenz nur in einer einzigen Spezies vorkommt → das ist aber nicht der Fall
  • die PCR-Analyse kann auch nicht zwischen lebenden und toten Viren unterscheiden
  • viele sogenannte Krankheitserreger leben dauerhaft in unserem Organismus, aber in so geringer Zahl, dass sie keinerlei Krankheitswert haben → sie werden aber von der PCR erfasst, daher kommt die oft krasse Differenz zwischen sogenannten Infizierten und tatsächlich Erkrankten
  • die täglich in den Medien veröffentlichten Zahlen zu „Neuinfektionen“ repräsentieren gar keine Infektionen im klassischen Sinne, sondern lediglich Testergebnisse, deren Krankheitsrelevanz völlig unklar ist (8)
  • bei der hohen Mutabilität der Viren können wir auch nicht ausschließen, dass es apathogene Mutanten gibt, die zwar die Sequenz enthalten, aber für die Krankheitssymptome nicht verantwortlich sind → sehr viele gesunde Menschen werden falsch positiv getestet
Umwelt und Naturschutz
  • Hotspots (großräumige Infektionsereignisse: EID) → Bevölkerungsdichte, Industrie, Landwirtschaft, Antibiotikaverbrauch sind konzentriert (USA, Westeuropa, Japan, Australien)
  • Studie, die 335 epi- und pandemische Infektionsereignisse von 1940 bis 2004 global erfasst hat → die Ökologisierung beziehungsweise Entindustrialisierung der Landwirtschaft und Viehzucht sowie die Reduzierung von Aktivitäten in Regionen mit hoher Wildtierdiversität bedeuten die wirksamsten Schutzfaktoren gegen Pandemien (9)
  • durch Zerstörung von Lebensräumen der Tiere dringen immer mehr Viren aus dem Tierreich in menschliche Lebensbereiche ein und werden dort zu Krankheitserregern
  • der Großteil der für den Menschen pathogenen Viren stammen aus Tieren, wo sie keinerlei Krankheitssymptome erzeugen, also apathogen sind
  • eine virologische Grundregel: In jedem biologischen System, das unter Stress gerät, nimmt die Virenaktivität zu → die Stressbelastung eines Menschen messen können, indem man die Virenaktivität im Speichel misst
  • faktisch müssen wir feststellen, dass auch Virologen einfach nicht genügend wissen → wir sollten uns nicht in eine Polarisierung von Verharmlosern und Panikmachern verwickeln lassen
Italien
  •  Italien und andere Regionen mit besonders vielen Todesfällen → es liegen Umstände vor, die mit dem Virus allein nicht erklärbar sind; denn warum sollte dasselbe Virus eine regional so unterschiedliche Infektiosität, Pathogenität beziehungsweise Mortalität haben? 
  • in der Lombardei hat das Durchschnittsalter der Bevölkerung europäische Spitzenwerte. Hier sind Patienten mit Grippesymptomen in 80 Prozent der Fälle mit Antibiotika, 50 Prozent mit antiviralen Medikamenten und 30 Prozent mit Steroiden behandelt worden (18), im Rahmen der EU-Sparmaßnahmen hat man in Italien die Zahl der Krankenhausbetten von 10 auf 3 pro tausend Einwohner gestrichen und das Pflegepersonal um 30 Prozent reduziert
Medien und Hysterie
  • ein überhöhtes Erregungs- und Angstniveau führt zu gravierenden Verzerrungen in der Realitätseinschätzung und zu Fehlinterpretationen → Katastrophisieren
  • Politiker, die unter hohem Erwartungsdruck stehen und von Versagensängsten und drohenden Wahlschlappen getrieben werden, neigen im medialen Dauergetöse und unter dem Einfluss überaktiver Pharmalobbyisten zu unbedachten Überreaktionen, wie es aktuell zu beobachten ist.
  • die Angstepidemie ist viel ansteckender als das Virus→ sozialpsychologischen Summationseffekte: ein Land beginnt mit „Schutzmaßnahmen“, das nächste Land zieht nach, politisch Verantwortliche bekommen es mit der Angst zu tun, sie könnten etwas versäumen und irgendwann überbietet man sich in der Radikalität der Maßnahmen, was in kollektiv angstbesetzten Situationen auch Wählerstimmen bringt, weil man sich als „Macher“ und „Retter“ inszeniert.
  • gleichzeitig überbieten sich die Medien mit entsprechend dramatischen Meldungen, man berichtet hauptsächlich das, was die öffentliche Angst ohnehin erwartet →  dadurch entstehen medialen Echokammern und ihre Selbstverstärkungseffekte
  • der psychologische Handlungszwang in global aufgeheizten Situationen ist für die Verantwortlichen enorm!
Viren und das Immunsystem
  • das Coronavirus ist nicht neu, es gehört zur großen Gruppe von Erregern, die jedes Jahr die oberen Atemwege befallen
  • die Infektiosität und Pathogenität dieser Viren hängt ganz wesentlich auch mit der allgemeinen Immunitätslage in einer Gesellschaft zusammen → das Risiko steigt mit dem Alter, weil da die Widerstandskräfte nachlassen, Begleiterkrankungen vorliegen und die Immunsysteme schwächer werden
  • im Grunde sterben wir nicht an den Viren, sondern an einer ganz bestimmten Disposition wie einer Immunschwäche, ohne die sich kein Virus in unserem Organismus als schwere Krankheit ausbreiten kann
  • der Mensch hat fortwährend tausende Krebszellen in sich, die durch ein aktives Immunsystem in Schach gehalten werden
  • die moderne Krebstherapie schaut daher immer weniger auf die Krebszellen selbst, sondern auf die Aktivität der Immunsysteme → man erforscht nicht mehr die Krebszellen selbst, sondern das, was um sie herum vorgeht (25).
  • mit jedem Salatblatt, das wir essen, nehmen wir etwa eine Milliarde Viren zu uns, sogar im Trinkwasser wimmelt es von Viren, bei jedem Atemzug nehmen wir zigtausende Viren in uns auf. In unserem Darm, in der Lunge, auf der Haut und den Schleimhäuten, ja sogar innerhalb der Körperzellen tummeln sich unzählige Viren: Von all diese Viren kennen wir nicht einmal ein Prozent, und eines sind sie am allerwenigsten — krankmachend! 
  • Viren sind die entscheidenden Impulsgeber der genetischen Evolution, Viren sind die Motoren für evolutive Erneuerung und Artenvielfalt, unser gesamtes Erbgut ist aus Viren aufgebaut!
Fliegendes Erbmaterial
  • Viren sind außerhalb der Organismen befindliches, „fliegendes“ Erbmaterial, aus dem sich die Lebewesen im Lauf der Evolution ihre Gene zusammenbauen → aus der Virosphäre das genetische Rohmaterial entnehmen und daraus das Erbgut aufbauen.
  • etwas Neues ist eine Chance zur Weiterentwicklung, aber auch das Risiko, dass uns die Situation überfordert, dass das Neue mit uns umgeht und nicht wir mit dem Neuen → Viruserkrankungen, die aber nur den winzigsten Teil aller Viruskontaminationen ausmachen
  • in jedem ökologischen System (ein Wald, ein Gewässer, eine Viehherde, eine menschliche Gesellschaft oder ein menschlicher Organismus)  nimmt die Virenaktivität zu, sobald dieses System unter Stress gerät →  es steht unter Anpassungsdruck; es muss sich verändern, um der neuen Situation überhaupt adäquat begegnen zu können
  • auf der genetischen Ebene kann das Ökosystem nicht warten, bis irgendeine Zufallsmutation zustande kommt → es braucht gleichsam die Viren als genetischen „Werkstoff“, um Innovationsprozesse überhaupt zu ermöglichen (zum Beispiel Hirsepflanzen, die durch Aufnahme eines Virus hitzebeständiger geworden sind und daher in heißen, trockenen Gegenden angebaut werden konnten (28).)
  • in den Wintermonaten stehen Mensch und Natur natürlicherweise unter einem gewissen Stress: Nahrungsmangel, aufgebrauchte Vitamin- und Fettreserven, Mangel an Licht und Wärme, kalte Winde und so weiter
  • der Übergang vom Winter zum Frühling ist die Zeit der Innovation und Motivation → in dieser psychobiologischen Naturstimmung, die im Februar und März einsetzt, leben besonders viele Viren
  • heute wird angenommen, dass sich die Virusmutanten und das Immunsystem einen „Kampf“ liefern (29), der entweder in einer Krankheit oder in der Immunität endet → was in Wirklichkeit geschieht, ist, dass dieses Mutieren des Virus, das vom Immunsystem hoch sensibel begleitet und moduliert wird, die genetische Diversität und damit die Spielräume genetischer Innovation erweitert. Alle Artenvielfalt in der Evolution ist auf diese und ähnliche Weise entstanden (30).
  • der sesshafte Lebensstil eines Virus bedeutet, dass wir es aufgenommen, verarbeitet und integriert haben →bei Stress  kann der sesshafte in einen lytischen Lebensstil umschlagen, das heißt, das Virus vermehrt sich unangemessen und zerstört die Zelle (Lyse) →  eine Infektionserkrankung
Seuchen und soziale Balance
  • die Aktivität unseres Immunsystems ist der unmittelbare Ausdruck für unsere Ich-Präsenz → wo wir etwas Neues erwerben, wo wir uns wirklich anstrengen, da ist unser Ich präsent
  • gesunde Immunität ist auf der biologischen Ebene dasselbe, was auf der seelischen Ebene Aufmerksamkeit, Motivation, Selbstbewusstsein, Gegenwärtigkeit, Interesse, Engagement und vieles mehr sind →  wenn wir etwas wirklich wollen und mit Begeisterung tun, in dem wir Sinnhaftigkeit und Entwicklung, aber auch Gemeinschaftssinn erleben, dann ist unser Immunsystem vital und robust
  • in Ländern mit einer ausgewogenen sozialen Balance das Gesundheitsniveau der Menschen wesentlich besser (31).
  • in der gegenwärtigen Situation hätte es mehr Besonnenheit in die Wahl der gesetzlichen Maßnahmen gebraucht → der soziale Shutdown kann sich auch zu einem immunologischen ausweiten (32).
  • wann lässt nun unsere Immunität nach? → das ist nicht nur im Alter, wenn sich der Mensch natürlicherweise nicht mehr so stark mit der Welt verbindet: der stärkste krankmachende Faktor für den Menschen ist der chronische, negative, angstbesetzte Stress!
  • unser Immunsystem bricht regelrecht zusammen, wenn wir chronisch gedemütigt, ausgegrenzt, entwürdigt und als Mensch nicht akzeptiert werden → in den Kriegen der vergangenen Jahrhunderte sind mehr Menschen durch Cholera, Typhus, Fleckfieber, Malaria und so weiter gestorben als durch die Kriegshandlungen selber
  • die negativen immunologischen Langzeiteffekte, die die gegenwärtigen, massiv in die Freiheits- und Existenzrechte der Menschen eingreifenden Maßnahmen haben (34) und das damit verbundene Leid beziehungsweise Krankheitsgeschehen können statistisch gar nicht erfasst werden
  • der Rückgang der Seuchen und Infektionserkrankungen im 19. und 20. Jahrhundert beruhte nicht auf medizinischem Erfolg durch Impfungen und Antibiotika, sondern war nahezu ausschließlich auf die Verbesserung der Lebensverhältnisse, wie etwa saubere, trockene Wohnverhältnisse, warme Kleidung, ausreichend gesunde Ernährung, Hygiene, sauberes Trinkwasser, und soziale Absicherung zurückzuführen.
  • „Die addierten Sterbeziffern für Scharlach, Diphtherie, Keuchhusten und Masern bei Kindern bis zum 15. Lebensjahr zeigen, dass der zwischen 1860 bis 1965 eingetretene Rückgang der Mortalität sich zu beinah 90 Prozent ereignete, bevor die Antibiotika eingeführt und Schutzimpfungen allgemein verbreitet waren“ (35).
  • in gut funktionierenden humanen Zivilgesellschaften spielen Seuchen so gut wie keine Rolle
  • es wird ein Bedrohungsszenario aufgebaut, das Verkaufsargumente für ein weltweites Geschäftsmodell liefert, das vom Feindbild der Viren und Bakterien lebt → das globale Geschäft mit Impfstoffen und antiviralen Medikamenten wird mit immer neuen Strategien der Angsterzeugung belebt
  • 2001 wurde auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos eine sogenannte Public-Privat-Health-Partnership zwischen der pharmakologischen Industrie und der WHO vertraglich festgelegt (36). Ab diesem Zeitpunkt kam die Finanzierung der WHO (Jahresetat 4 Milliarden Dollar) zu 75 Prozent aus Industriegeldern, neben der Bill and Melinda Gates Foundation auch vom Pharmariesen GlaxoSmithKline
  • für viele Experten völlig überraschend rief die WHO bei der Schweingrippe 2010 die höchste Alarmstufe aus, eine „weltweite Pandemie“ → aus diesem Grund waren beispielsweise Bund und Länder nach dem erwähnten Vertrag gezwungen, bei GlaxoSmithKline Impfstoffe im Wert von weit mehr als 200 Millionen Euro einzukaufen. Doch die weltweite Pandemie blieb aus
  • der Fehlalarm der WHO soll der Pharmawelt insgesamt 18 Milliarden Dollar beschert haben → die wichtigsten Entscheider, die bei der WHO damals für das Schweinegrippe-Programm zuständig waren, pflegten gute Kontakte zur Pharmaindustrie
  • im Oktober vorigen Jahres fand in einem Hotel in New York ein Treffen unter dem Namen „Event 201“ statt, bei dem eine Corona-Pandemie simuliert wurde. Es wurde vom Center for Health Security der Johns Hopkins University in Zusammenarbeit mit dem World Economic Forum und der Bill and Melinda Gates Foundation, den führenden Agenten im weltweiten Impfgeschäft, durchgeführt. Die Simulation kam zu dem Ergebnis, dass weltweit mit 60 Millionen Toten zu rechnen sei. Eine der Schlussfolgerungen war, dass weltweit mehr medizinische Vorräte angeschafft werden müssen (38).
  • die Corona-Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) bildeten im Frühjahr 2020 wochenlang einen der Grundpfeiler der deutschen Berichterstattung in der Pandemie → gleicht man die Daten mit denen der offiziellen deutschen Meldestelle, dem Robert Koch-Institut ab, liegen die Zahlen der US-Universität teils um mehrere Tausend Neuinfektionen höher (39).
  • in Hauptanliegen dieser Eliten der globalen Gesundheitsindustrie besteht darin, bei der UN durchzusetzen, dass das weltweite Management von Pandemien in Zukunft allein von ihnen selbst, das heißt von Privatunternehmen, durchgeführt wird (40).
  • Ein exzellent recherchiertes und wissenschaftlich absolut seriöses Buch zum weltweiten Geschäft mit den Seuchen haben der Kieler Internist Claus Köhnlein und der Journalist Thorsten Engelbrecht verfasst (41). Geradezu eine Pflichtlektüre in der momentanen Lage!
  • die Diagnose einer latenten Kriminalität in weiten Bereichen der Pharmabranche ist schon lange gestellt, die Literatur dazu füllt ganze Regale →  aber die Pharmakonzerne unterhalten riesige Rechtsabteilungen, vor deren Macht und langem Atem schon viele resigniert haben. Die immens hohen Kosten dieser juristischen Aufrüstung werden in die Arzneimittelpreise einkalkuliert, sie werden also über die Kassenbeiträge der Versicherten finanziert. Allein 2011 zahlte GlaxoSmithKline 3 Milliarden Dollar an Strafen wegen illegaler Vermarktung (42).
Quellen und Anmerkungen:

(1) Siehe dazu auch das sehr aufschlussreiche Interview mit dem in der Systembiologie-Forschung tätigen Wissenschaftler Prof. Dr. Shiva Ayyadurai. https://www.youtube.com/watch?v=w0DMuH44h1Y, Abfrage April 2020.
(2) https://www.youtube.com/watch?v=HpkbwQbkEWo&feature=youtu.be, Abfrage April 2020.
(3) https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/87049/Influenza-Mortalitaet-weltweit-hoeher-als-bislang-angenommen, Abfrage April 2020.
(4) Die Exzess-Mortalität für Influenza lag 1995/96 und 2011/12 in Deutschland bei 29.000, 2017/18 bei 25.000. Im Jahr der Schweinegrippe 2009/10 war sie null, auch damals ging eine mediale Panikwelle voraus. Quelle:https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/61516/Grippewelle-Starke-Schwankungen-der-Exzess-Mortalitaet. Bei Covid-19 lag sie am 31. März 2020 bei 4.615.
(5) https://influenza.rki.de/Saisonberichte/2018.pdf, Seite 47, Abfrage April 2020. Dieser Zahl stehen lediglich 1.674 laborbestätigte Fälle gegenüber und sie sorgt daher für Diskussionen. Bedenkt man, dass nur die wenigsten Influenzapatienten virologisch laborgetestet werden, muss man annehmen, dass die reale Zahl zumindest über der der Coronatodesfälle im selben Zeitraum liegt.
(6) https://www.youtube.com/watch?v=w-uub0urNfw
(7) https://www.businessinsider.de/wissenschaft/gesundheit/die-haelfte-aller-corona-infizierten-hat-ueberhaupt-keine-symptom/, Abfrage April 2020.
(8) Kary Mullis, der für die Erfindung der PCR 1993 den Nobelpreis erhielt, hat ausdrücklich davor gewarnt, diesen für die Genforschung entwickelten Test für die Diagnostik von Infektionserkrankungen zu verwenden.
(9) Jones, Kate E.; Patel, Nikita G.; Levy, Marc A. et al.: Global trends in emerging infectious diseases. Nature 2008, 451. Seite 990 bis 993.
(10) https://atlas-der-globalisierung.de/woher-kommt-das-coronavirus/
(11) EHEC = Enterohämorrhagischer Escherichia coli: Ist eine Mutante des normalen Darmkeims E. coli, die blutige Durchfälle und Nierenversagen auslöst.
(12) Venegas-Vargas, Christina et al.: Factors associated with Shiga toxin-producing Escherichia coli shedding by dairy and beef cattle., Applied and Environmental Microbiology, Band 82, Nr. 16, Washington, D. C., August 2016.
(13) Wallace, Rob: Big farms Make Big Flu: Dispatches on Influenza, Agribusiness, and the Nature of Science. Verlag Monthly Review Press New York 2016.
(14) Angaben des Nationalen Italienischen Gesundheitsinstituts (https://www.epicentro.iss.it/coronavirus/sars-cov-2-decessi-italia).
(15) Bereits in den Wintermonaten 2017/18 waren die Krankenhäuser in den entsprechenden Regionen unter einer schweren Grippewelle kollabiert (https://milano.corriere.it/notizie/cronaca/18_gennaio_10/milano-terapie-intensive-collasso-l-influenza-gia-48-malati-gravi-molte-operazioni-rinviate-c9dc43a6-f5d1-11e7-9b06-fe054c3be5b2.shtml).
(16) Im Januar 2020 wurde in der am stärksten betroffenen Region von Bergamo eine Impfaktion durchgeführt, bei der 34.000 Personen gegen Meningokokken C geimpft wurden, siehe: https://www.bsnews.it/2020/01/18/meningite-vaccinate-34mila-persone-tra-brescia-e-bergamo/
(17) Bohnhoff, Marjorie, Drake, Barbara L., Miller, C. Phillip: Effect of streptomycin on susceptibility of intestinal tract to experimental Salmonella infection, Proceedings of the society for experimental biology and Medicin 1954; 86. Seite 132 bis137.
(18) Dr. Claus Köhnlein im Interview: https://www.youtube.com/watch?v=6syjMq4rXpk
(19) Cohen, Francis et al.: Immune Function Declines With Unemployment and Recovers After Stressor Termination. Psychosomatic Medicine 69(3). Seite 225 bis 234.
(20) Schubert, Christian: Was uns krank macht, was uns heilt. Verlag Fischer & Gann, Munderfing 2016; Seite 111 bis113.
(21) Sidley, Par: Mbeki appoints team to look at cause of AIDS, British Medical Journal 2000; 320(7245): 1291. Siehe dazu auch Köhnlein/Engelbrecht S eite153 folgende.
(22) Auch hier zeigt eine genauere Analyse, dass es gravierende Einflussfaktoren gab, die das millionenfache Sterben von hauptsächlich jungen Männern mitverursacht haben, zum Beispiel die fahrlässigen Massenimpfungen mit bis zu 24 Impfstoffapplikationen pro Person mit schwermetallhaltigen, völlig unzureichend geprüften Präparaten. Siehe dazu Köhnlein/Engelbrecht, Seite 245 bis 252.
(23) Kolata, Gina: Influenza: Die Jagd nach dem Virus. Fischer Sachbücher 2002, Seite 73.
(24) Folkmann, Judah; Kalluri Raghu: Cancer without disease. Nature 2004; 427, Seite 787.
(25) Wenn sich in einer Stadt die Müllberge auf den Straßen anhäufen, dann hilft uns die Untersuchung des Mülls nicht wirklich weiter. Wir müssen das System der Müllentsorgung in der Stadt betrachten, um die Ursachen des Problems zu verstehen. Entsprechend ist das mit den Krebszellen: Sie selber sagen uns über den Grund ihrer Vermehrung nichts aus.
(26) Mölling, Karin: Supermacht des Lebens, Reisen in die erstaunliche Welt der Viren, C.H. Beck Verlag 2014.
(27) Hardtmuth, Thomas: Die Rolle der Viren in Evolution und Medizin — Versuch einer systemischen Perspektive. Jahrbuch für Goetheanismus 2019.
(28) Roossinck, Marilyn J.; Márquez, Luis M.; Redman Regina S. et al.: A virus in a fungus in a plant: Three-way symbiosis required for thermal tolerance. Science 2007; 315. Seite 513 bis 515.
(29) Die Kampfgesinnung in der Medizin ist wesentlich auf das militaristische Denken des 19. Jahrhunderts, wie es in der Charité, dem damaligen Mekka der Medizin, das unter militärischer Führung stand, verbreitet war. Wir „kämpfen“ gegen Viren, Bakterien, Krebszellen mit Vernichtungsstrategien (Strahlen, Chemo, Antibiotika und so weiter), was natürlich auch eine gewisse Berechtigung hat, aber auch in ein falsches Denken hineinführt.
(30) Villarreal, Luis P.; Witzany, Guenther: Rethinking quasispecies theory: From fittest type to cooperative consortia. World Journal of Biological Chemistry 2013; 4(4): Seite 79 bis 90.
(31) Wilkinson, Richard; Pickett, Kate: Gleichheit — — warum gerechte Gesellschaften für alle besser sind. Berlin 2010
(32) Abgesehen davon ist das Zuhausebleiben aus virologischer Sicht nicht sinnvoll, denn in den häuslichen „Brutkammern“ vermehren sich die Viren besonders stark; hingegen ist das Sonnenlicht der beste natürliche antivirale und antibakterielle Schutz, wie die renommierte Virologin Karin Mölling in einem Interview betont hat.
(33) Aus: Badura, Bernhard; Schröder, Helmut; Klose, Joachim; Macco, Karin (Hrsg.).: Fehlzeitenreport 2009. Arbeit und Psyche, Belastungen reduzieren, Wohlbefinden fördern. Springerverlag Berlin 2009; Seite 28.
(34) 25 Millionen Menschen haben in USA ihren Job verloren, allein im deutschen Gastronomiegewerbe ist mit zigtausend Insolvenzen zu rechnen.
(35) Porter, Rodney R.: The Contribution of the Biological and Medical Sciences to Human Welfare, Presidential Address to the British Association for the Advancement of Science, Swansea Meeting, 1971, London: the Association, 1972, Seite 95. Zitiert aus Illich, Ivan: Die Nemesis der Medizin, Hamburg 1981, Seite 21.
(36) Die Ankündigung von Donald Trump, die Zahlungen an die WHO einzustellen, bedeutet im Grunde nichts anderes, als dass in Zukunft die Finanzierung und damit die globale Gesundheitspolitik vollständig in die Hände der Konzerne übergeht.
(37) https://de.wikipedia.org/wiki/Weltgesundheitsorganisation
(38) https://de.everybodywiki.com/Event_201
(39) https://www.tagesschau.de/inland/johns-hopkins-uni-corona-zahlen-101.html
(40) https://www.rubikon.news/artikel/pest-und-corona
(41) Köhnlein, Claus, Engelbrecht, Torsten: Viruswahn. Wie die Medizin-Industrie ständig Seuchen erfindet und auf Kosten der Allgemeinheit Milliardenprofite macht. Emu-Verlag Lahnstein, 8. Auflage 2020.
(42) Gøtzsche, Peter C.: Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität. München 2014.