Der LOCKDOWN war ein RIESENFEHLER - Nobelpreisträger Michael Levitt diagnostiziert Panikvirus
KaiserTVZu: Ein Blog, der Unmut auslöst, 26.5.2020, R2
Ich möchte mich bedanken für den Artikel! Ohne Ihre peinliche Hetze gegen kritische Stimmen hätte ich nie von diesem Blog gehört! Super! Und ich musste wirklich lachen, über den Vorwurf im Untertitel: "... bietet fragwürdigen Ansichten ein Forum". Das muss ja tatsächlich für eine Zeitung wie Ihre, der die Fragwürdigekeit längst abhanden gekommen ist, was Entsetzliches sein, die Begriffe "Fragen" und "Würde" haben Sie ja nun schon lange jeden Inhalts entleert. Immerhin bieten Sie mir weiterhin Anregungen - danke!
Mit herzlichen Grüßen
Ute Stratemeier
https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/kein-fatales-szenario/
von Pierre Heumann 20.05.2020
Chemie-Nobelpreisträger Michael Levitt kritisiert grobe Fehler im Kampf gegen das Virus
Als er vor einer Woche am Sonntagmorgen aufwachte, erlebte Michael Levitt seinen ersten Shitstorm auf Twitter. »Es hagelte Kritik«, sagt der Nobelpreisträger und Professor für Biophysik an der Stanford University im Telefongespräch mit der Jüdischen Allgemeinen. Stunden zuvor hatte er in dem Kurznachrichtendienst seine Forschungsresultate publiziert, wonach die Wachstumskurve von Covid-19 nicht exponentiell verlaufe.
Die rigorosen Maßnahmen im Kampf gegen Corona seien nicht nur gefährlich – sondern sie seien unnötig. »Die Analyse der vorliegenden Daten«, sagt er, »liefert keine Bestätigung für ein fatales Szenario« – vor allem dort nicht, wo auf soziale Distanzierung geachtet wird.
Levitt, gebürtiger Südafrikaner mit amerikanischem, britischem und israelischem Pass, untersuchte als einer der Ersten die Fallzahlen in China, einem Land, zu dem er eine besondere Beziehung hat und in dem er sich bestens auskennt. Seine Frau ist Expertin für chinesische Kunst und Kuratorin für lokale Fotoausstellungen. Das Paar teilt seine Zeit zwischen China, Israel und den USA auf.
PROGNOSE Als Levitt die Corona-Statistik der Volksrepublik analysierte, fiel ihm auf, dass die Wachstumsrate der Corona-Toten nicht exponentiell verlief. Die Zahl der Opfer stieg Ende Januar und Anfang Februar zwar kontinuierlich an, aber die Wachstumsrate flachte ab. »Dieses Phänomen war wichtiger als die absolute Zahl.«
Denn es war ein Zeichen dafür, dass sich die Kurve zum Vorteil der Menschen verändert. Es sei wie bei einem Autorennen, meint er. Auch wenn der Wagen beschleunigt, beschleunigt er irgendwann weniger schnell als beim Start.
Deshalb, sagte er am 1. Februar voraus, werde in China die Zahl der Toten bald Tag für Tag abnehmen. Drei Wochen später gab er gegenüber der Zeitung »China Daily News« zu Protokoll, dass die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus die Spitze erreicht habe. Eine Prognose, die sich später als recht adäquat herausstellte.
STATISTIK Was er bei seinen Untersuchungen der chinesischen Corona-Statistik erkannt hatte, bestätigte sich auch in europäischen Ländern. »In den Orten und Regionen, die es hart getroffen hat, ist der Anteil der Toten an der Gesamtbevölkerung stets ähnlich hoch.« Er betrage rund 0,2 Prozent.
Aber lag Levitt mit seiner Prognose der Corona-Toten in Israel nicht völlig daneben? Mitte März hatte Levitt in einem Interview gesagt, er wäre überrascht, wenn es in Israel mehr als zehn Opfer gäbe. Inzwischen sind es aber über 250. Levitt relativiert: Mit seiner Prognose sei er näher an der Realität als jene, die damals von Zehntausenden oder sogar Hunderttausenden Opfern gesprochen haben.
Und was, wenn jene recht haben, die vor einer zweiten Corona-Welle warnen? Levitt will eine neue Attacke nicht ausschließen, hält sie aber für unwahrscheinlich. Sollte es indessen so weit kommen, warnt er vor radikalen Maßnahmen, mit denen die meisten Länder bisher der Epidemie begegneten. »Das war ein großer Fehler«, ist er überzeugt, »weil der Preis sehr hoch ist. Eines Tages werden wir feststellen, dass der durch den Lockdown angerichtete Schaden um ein Mehrfaches höher ist als die Menschenleben, die dadurch gerettet wurden.«
Sollte Corona erneut zuschlagen, empfiehlt Levitt einen »smarten Lockdown«. Zum Vorgehen mit Augenmaß gehören seiner Meinung nach vier Maßnahmen:
Erstens ist Panikmache zu vermeiden. »Die Medien sollen die Zahl der Toten nicht jeden Tag marktschreierisch auf der ersten Seite verkünden – sie tun das mit Krebstoten ja auch nicht.«
Zweitens müsse jeder eine Gesichtsmaske tragen, um den Speichel zurückzuhalten, damit Tröpfcheninfektionen keine Chance haben. Statt die Wirtschaft eines ganzen Landes stillzulegen, wären lediglich Orte mit einer hohen Ansteckungsgefahr zu schließen. »Dazu gehören zum Beispiel Pubs, weil man dort laut sprechen muss, um den Lärm zu übertönen.« Große Versammlungen gehörten ebenfalls verboten.
Drittens sollte vor dem Betreten von Geschäften oder dem Benutzen öffentlicher Verkehrsmittel die Körpertemperatur gemessen werden.
Viertens müssten an der Supermarktkasse berührungsfreie Zahlungsmittel eingesetzt werden – also keine Kreditkarten, sondern etwa Handy-Apps. Technisch sei das kein Problem: »In China kann man Bettlern eine Spende per App überweisen, ohne Geld in die Hand zu nehmen.«
Am besten stünden jetzt im Fall eines erneuten Corona-Angriffs Länder wie Deutschland oder Schweden da, die beim Shutdown maßvoll vorgegangen seien. »Deshalb sind genügend Menschen krank geworden, um Herdenimmunität zu erreichen.«
Als »Verlierer« bezeichnet Levitt hingegen Länder wie Österreich oder Israel. Sie hätten zwar nicht viele Tote zu beklagen, »aber sie haben sich schwere ökonomische und soziale Schäden zugefügt, ohne Herdenimmunität erlangt zu haben«.
Und was, wenn er sich täuscht? Ein guter Wissenschaftler, sagt Levitt, irre in 90 Prozent der Fälle, ein exzellenter Wissenschaftler aber in 99 Prozent der Fälle – weil er sich eben an die wirklich interessanten Fragen heranwage.
https://www.blick.ch/
Regierungen seien kopflos in Panik geraten
«Lockdown rettete keine Leben, hat Leben gekostet», sagt Nobelpreisträger
Der Corona-Lockdown habe mehr Tote verursacht als Leben gerettet. Das behauptet der britisch-amerikanisch-israelische Nobelpreisträger Michael Levitt (73), Professor an der renommierten Stanford-Universität. Gegenüber der britischen «Telegraph» spricht der Professor im Gegenteil von einem «Panikvirus», das sich unter führenden Politikern der Welt verbreitet habe. Das überstürzte Handeln, so Levitt, habe mehr Schaden angerichtet als verhindert.Schon im März schrieb Levitt, dass Behörden die mögliche Zahl der Todesfälle um das «10- oder 12-fache» überschätzen würden. Der Wissenschaftler, der 2013 den Nobelpreis für Chemie für die «Entwicklung von Multiskalenmodellen für komplexe chemische Systeme» erhielt, sagte seither konsequent, dass das Coronavirus schneller besiegt werde als von den meisten anderen Experten vorhergesagt.
«Ich denke, dass der Lockdown kein Leben gerettet hat», sagt Levitt jetzt und fügt hinzu, dass Regierungen im Gegenteil dazu hätten ermutigen sollen, Masken zu tragen und sich an andere Formen der sozialen Distanzierung zu halten.
«Das eigentliche Virus war das Panikvirus»
«Ich denke», sagt Levitt, der Lockdown «könnte Leben gekostet haben. Es wird einige Verkehrsunfall- und andere Leben gerettet haben, aber der soziale Schaden – häusliche Gewalt, Scheidungen, Alkoholismus – war extrem. Und dann gibt es diejenigen, die wegen anderer Krankheiten nicht behandelt wurden.»
Nach seiner Analyse des Covid-19-Ausbruchs in China und auf dem Kreuzfahrtschiff Diamond Princess sagte Levitt Mitte März voraus, dass beispielsweise Großbritannien rund 50'000 Menschenleben verlieren werde. Derzeit liegt die Opferzahl auf dem Inselreich bei knapp 37'000. Der zuständige Corona-Wissenschaftler im Dienst der Regierung sprach von einem Modell mit bis zu 500'000 Todesfällen, weshalb das geplante Projekt der Herdenimmunisierung abgebrochen wurde.
Nachher ist man immer schlauer. Levitt lässt sich entgegenhalten, dass sofort eingeleitete Schutzkonzepte vor Schlimmerem bewahrt haben. Der Wissenschaftler sagt: «Ich glaube, das eigentliche Virus war das Panikvirus. Aus Gründen, die mir nicht klar sind, denke ich, dass die Regierenden in Panik gerieten und die Menschen in Panik gerieten, und ich denke, dass es einen großen Mangel an Diskussionen gab.» (kes)

