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Der Gesundheitsterror
Mit dem neuen Paradigma der „Biosicherheit“ wird die Weltgesellschaft in einer Weise umgestaltet, von der frühere Faschisten nur träumen konnten.von Giorgio Agamben
ZUSAMMENFASSUNG :
- totalitäres Umgestaltungsprojekt durch die Kreation einer Bedrohung von ungeahntem Ausmaß, die alle Bürger zu disziplinieren imstande ist
- das Thema Gesundheit → aktiviert archaische Ängste fast aller Menschen, es tarnt die Anpassung an die Diktatur als Altruismus und delegitimiert selbständiges Denken
- das bisherige Recht auf Gesundheit durch eine Gesundheitspflicht ersetzen
- die Ausnahmeregelungen als Symptome und Anzeichen eines weitreichenderen Experiments, bei dem ein neues Paradigma, wie Menschen und Dinge zu regieren seien, zur Disposition steht
- „Tempêtes microbiennes“, Gallimard 2013 → Prozess, durch den Sicherheit in Fragen der Gesundheit zu einem wesentlichen Bestandteil politischer Strategien wurde
- die Kreation einer Art von „Gesundheitsterror“ als Instrument, um das zu managen, was als worst case scenario definiert wurde
- dieser Logik gemäß hatte die WHO bereits 2005 „zwischen zwei und 150 Millionen Todesfälle durch die bevorstehende Vogelgrippe“ prophezeit und so eine politische Strategie nahegelegt, die die Staaten zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu akzeptieren bereit waren
- das vorgeschlagene Instrumentarium fußte auf drei Punkten:
- die Konstruktion eines fiktiven Szenarios auf Basis eines möglichen Risikos, wobei die Präsentation der Daten in einer Weise geschieht, die ein Verhalten begünstigt, das ein Regieren in extremer Lage erlaubt;
- die Übernahme einer Logik des größten Übels als Lebenshaltung politischer Rationalität
- die vollständige Organisation der Bürgerschaft in einer die Anhänglichkeit an die Regierungsinstitutionen weitestmöglich stärkenden Weise, wodurch eine Art Gemeinsinn der Superlative entsteht, bei dem die auferlegten Pflichten als Ausweis von Altruismus dargestellt werden und der Bürger nicht mehr ein Recht auf Gesundheit (health safety) hat, sondern von Gesetzes wegen zur Gesundheit verpflichtet wird (biosecurity).
- was Zylberman 2013 beschrieb, ist nun haargenau eingetreten
- die Biosicherheit vermochte die absolute Einstellung aller politischen Aktivitäten und aller sozialen Beziehungen zur höchsten Form der Bürgerbeteiligung zu erheben
- allerorten menschliche Beziehungen in ihrer Körperlichkeit — als solche unter Ansteckungsverdacht geraten (politischer Ansteckung, versteht sich) — durch digitale Technologie zu ersetzen
- nachdem die Politik durch die Wirtschaft ersetzt wurde, wird man nun, um regieren zu können, auch diese in das neue Paradigma der Biosicherheit, dem alle anderen Ansprüche zu opfern sind, integrieren müssen.
- Es ist legitim, sich die Frage zu stellen, ob eine solche Gesellschaft noch als menschliche bezeichnet werden kann oder ob der Verlust sinnlicher Begegnungen, des Gesichts, der Freundschaft, der Liebe wirklich durch eine abstrakte und wohl auch völlig fiktive Gesundheitssicherheit kompensiert werden kann.
Die BILD gegen Drosten >>
Drosten-Studie über ansteckende Kinder grob falsch
Wie lange weiß der Star-Virologe schon davon?
von: Filipp Piatov veröffentlicht am 25.05.2020 -Star-Virologe Christian Drosten (48) lag mit seiner wichtigsten Corona-Studie komplett daneben.
Am 29. April veröffentlichte das Institut für Virologie an der Berliner Charité, das Drosten leitet, ein Papier mit weitreichenden politischen Konsequenzen. Ein Forscherteam hatte untersucht, ob Kinder genauso ansteckend sind wie Erwachsene.
Das Ergebnis der Drosten-Studie schien eindeutig: „Kinder können genauso ansteckend sein wie Erwachsene.“ Der dringende Appell der Forscher an die Politik: „Aufgrund dieser Ergebnisse müssen wir vor einer unbegrenzten Wiedereröffnung von Schulen und Kindergärten in der gegenwärtigen Situation warnen.“
Mehrere Wochen nach der Veröffentlichung gerät die Drosten-Studie immer stärker in die Kritik: Wissenschaftler aus mehreren Ländern werfen Charité-Forschern vor, unsauber gearbeitet zu haben – mit verhängnisvollen Konsequenzen.
Brisant: Nach BILD-Informationen findet die Kritik auch Zustimmung in Drostens Forscherteam. Intern wurden die Fehler bereits eingestanden.
Fiel die deutsche Schulpolitik einer falschen Studie zum Opfer?
Wissenschaftler kritisieren Drosten-Studie
▶︎ Professor Leonhard Held vom Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention der Universität Zürich kritisiert in einer Untersuchung die Aussagekraft der Drosten-Studie: „Die Erkenntnisse müssen mit einiger Vorsicht interpretiert werden.“
Zentraler Schwachpunkt der Drosten-Studie sei die geringe Anzahl der untersuchten Kinder, bemängelt Held. Die Studie „leidet … (unter, Anmerkung der Redaktion) einer kleinen Stichprobengröße von Kindern und Jugendlichen“.
Bei einer erneuten Auswertung der zusammengefassten Daten kommt Held zu einem Ergebnis, das den Resultaten der Drosten-Studie fundamental widerspricht: Es gebe moderate Beweise für eine „zunehmende Viruslast mit zunehmendem Alter“.
▶︎ Auch Statistik-Professor Dominik Liebl von der Universität Bonn weist auf schwere Ungereimtheiten in der Drosten-Studie hin. „Die mittlere Viruslast der Altersgruppe Kindergarten ist um 86 Prozent niedriger als die mittlere Viruslast der Altersgruppe der Älteren“, erklärt Liebl in einer Untersuchung.
Der Mannheimer Statistik-Professor Christoph Rothe schreibt dazu: „Dass derart große Unterschiede von den Autoren als ‚nicht signifikant‘ eingestuft werden, liegt daran, dass die verwendeten statistischen Methoden sehr schwach sind.“
Liebl meint: „Die statistische Analyse der Autoren widerspricht ihrer zentralen Schlussfolgerung.“
Das hieße: Die Drosten-Forscher hätten ihre eigenen Zahlen falsch verstanden!
Forschungsteam diskutierte selbst über Mängel
Auch Wirtschaftsprofessor Jörg Stoye von der renommierten Cornell University in New York geht hart mit der Drosten-Studie ins Gericht. „Meine Lesart der Charité-Studie kehrt ihre Stoßrichtung um“, schreibt Stoye in einer ausführlichen Analyse der statistischen Methoden des Drosten-Papiers.
Sein Vorwurf: Die Ergebnisse „scheinen von Entscheidungen der Forscher getrieben zu sein“. Die Stoßrichtung der Resultate „stimme mit den öffentlichen Standpunkten (…) der jeweiligen Hauptautoren überein“.
Stoye sieht in der Drosten-Studie keinen Beleg dafür, dass Schulen weiter geschlossen bleiben sollten. Das bittere Fazit des US-Professors: „Es gibt viele gute Argumente gegen eine schnelle Wiedereröffnung der Schulen, aber die Charité-Studie trägt nichts dazu bei.“
BILD konfrontierte Christian Drosten mit den Vorwürfen. Drosten wollte auf BILD-Anfrage nicht antworten. Stattdessen veröffentlichte er die BILD-Anfrage auf Twitter und schrieb dazu, er habe „Besseres zu tun“. Innerhalb des Forscherteams wurden die Mängel der Studie nach BILD-Informationen jedoch bereits diskutiert und zum Teil eingestanden.
Drosten selbst hatte die Studie nach ihrer Veröffentlichung als „ganz saubere, statistische Analyse“ bezeichnet. Am Montagmorgen erklärte Drosten im Deutschlandfunk, dass es „keine großen Hinweise aus der wissenschaftlichen Literatur“ gebe, die bestätigten, „was hier und da in Meinungsäußerungen geschrieben“ werde. Es sehe für ihn „anhand der vorhandenen wissenschaftlichen Daten“ überhaupt nicht so aus, dass Kinder „weniger infektiös sind oder weniger empfänglich für die Infektion“.
Interessant: Noch am 6. März lehnte Christian Drosten Schulschließungen ab. Diese Maßnahme solle man für den Herbst aufbewahren, „jetzt wäre es wohl noch zu früh“, sagte der Charité-Virologe der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Dann änderte Drosten seine Meinung. Bereits am 13. März empfahl Drosten der Ministerpräsidentenkonferenz unter der Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (65, CDU), die Bildungseinrichtungen zu schließen.
27.5.2020:
http://www.rolf-kron.de/
Cambridge-Statistiker: Drosten-Studie zurückziehen, Fehler eingestehen
In die Reihe namhafter Epidemiologen und Statistiker, die teilweise scharfe Kritik an der Studie von Chefcoronoiker Drosten zur behaupteten Infektiosität von Kindern üben, reiht sich jetzt der renommierte Statistiker und Risikoforscher David Spiegelhalter von der Universität Cambridge ein.In einer detailierten Re-Analyse der vom Drosten-Team verwendeten Daten weist auch er der Charité gravierende statistische Fehler und Fehlschlüsse nach und kommt zu dem eindeutigen Resultat, die Studie sollte von der website entfernt und die fehlerhafte Analyse (von den Autoren) eingestanden werden
"We suggest the pre-print should be withdrawn from the website, and the inappropriate analysis acknowledged." (Spiegelhalter 25.05.2020 - in dieser Analyse finden sich auch links zu den anderen, teilweise vernichtenden Kritiken an dieser Studie).

