Montag, 25. Mai 2020

Aufhören zu testen

https://www.wodarg.com/

Mit der Anzahl durchgeführter SARS-CoV-2 PCR-Tests erhöht sich auch die Zahl der positiv Getesteten. Das ergibt sich allein daraus, dass ein Test auch falsch positive Ergebnisse haben kann. Ein Test mit einer Rate von 1,4 % falsch positiver Ergebnisse würde in einer Kirche mit 200 Gläubigen etwa 3 Personen (2,8) finden, die dann zu Anlass genommen würden, die ganze Gemeinde zur Bekämpfung von Covid-19 in Quarantäne zu schicken.

Es reicht dazu der jetzt überall benutzte PCR-Test. Coronaviren müssen in der Kirche bei niemandem vorhanden gewesen sein. Wenn Menschen in der Kirche noch andere Coronaviren in sich trügen, die ja längst nicht alle ausgestorben sind, würde sich die Falsch-Positiv-Rate der SARS-CoV-2 Tests vervielfachen. Mal davon abgesehen, dass selbst ein echter Virennachweis nichts über Erkrankungsrisiken aussagen könnte. Ob man krank wird, merkt man selbst am besten.

Selbst wenn gar keine SARS-CoV-2 Virusinfektionen in der Bevölkerung Deutschlands vorhanden wären, und alle Menschen in Deutschland getestet würden, würde uns die Tagesschau mit der Meldung schockieren können, dass es in Deutschland 1.148.000 Covid-19 Infizierte gäbe. Man braucht bei solchen Tests gar keinen Virus mehr, um Angst und Schrecken in der Bevölkerung aufrecht zu erhalten. Man muss nur genügend häufig die teuren, nichtssagenden Tests benutzen. Und da man mit diesem Test viel Geld verdienen kann, ist die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas passiert leider recht groß.

Wenn die Testerei so weitergeht, kann sich die Welt auf Dauerpandemien einstellen. Der wirkliche Erreger dieser Pandemie ist dann aber kein Mikroorganismus, sondern es ist die sich ausbreitende Blindheit der verantwortlichen Wissenschaftler, Journalisten und politischen Entscheidungsträger.

China mit seinen 1,4 Milliarden Einwohnern hat der Welt schon Anfang März 2020 vorgemacht, wie man das Covid-19 Drama schnell und effektiv beendet: Einfach aufhören zu testen! (Auf die vielen anderen Viren testen wir ja auch nicht.)


Vollständiger Artikel >>

Warum die Pandemie nicht endet

Die Zahlenwerte, nach denen die Regierung über Öffnung oder Schließung des öffentlichen Lebens entscheidet, verlieren an Aussagekraft, je geringer die Anzahl der Infizierten ist. Auch ohne einen einzigen neuen Infizierten würden allein aufgrund der Fehlerquote des Tests tausende neue „Fälle“ gemeldet. Werden die derzeit verwendeten Kriterien nicht geändert, kann die Pandemie – scheinbar – endlos anhalten.
KLAUS PFAFFELMOSER, 24. Mai 2020
  • die Fehlerquote der PCR-Tests beträgt mindestens 1,4 % → auf 100.000 durchgeführte Tests werden also durchschnittlich mindestens 1.400 Menschen fälschlich als „Corona-Infizierte“ ausgewiesen
  • der von Politikern diskutierte Grenzwert von 35 Infizierten auf 100.000 Einwohner ließe sich schon durch Ausnutzung des Messfehlers erreichen → 2.500 Tests je 100.000 Menschen durchführen
 Fazit
  • die für die Verhängung von Maßnahmen verwendeten Werte haben bei einem geringen Anzahl von Infizierten keinen Aussagewert bezüglich der epidemiologischen Entwicklung der Krankheit
    • der R-Wert tendiert bei Verschwinden der Krankheit grundsätzlich gegen 1, also gegen den derzeit als kritisch betrachteten Wert
    • durch Änderung der Anzahl der Messungen können die Kenngrößen so beeinflusst werden, dass die willkürliche Verhängung von Maßnahmen möglich ist
  • diese Aussagen würden auch dann gelten, wenn die ganze Bevölkerung zu 100% wirksam gegen Covid 19 geimpft wäre
  • für eine objektive Beurteilung der epidemiologischen Lage ist es erforderlich, den Messfehler der Tests aus den Ergebnissen heraus zu rechnen
  • um die Abhängigkeit von der Anzahl der Tests zu beseitigen, müsste jeweils mit den relativen Werten der Infizierten in Bezug auf die Anzahl der Tests gerechnet werden, nicht mit den absoluten Zahlen der Infizierten
  • jedoch ist auch in diesem Fall eine Relevanz des R-Werts bei ausklingender Krankheit nicht erkennbar

Über den Autor: Dr. Klaus Pfaffelmoser, Jahrgang 1956, ist promovierter Mathematiker und arbeitete seit 1990 überwiegend in der Funkplanung für Rundfunk und Mobilfunk. Er steuerte bei verschiedenen Studien zur Bestimmung des Einflusses von Witterung und Schadstoffimmissionen auf das Waldwachstum die statistischen Arbeitsteile bei.

Ein Kommentar zu dem Artikel:

OLIVER MÄRTENS, 25. Mai 2020, 11:55 UHR
Aus dem in diesem Artikel verlinkten INSTAND-Versuchsbericht vom 02.05.2020 geht hervor, dass von jeweils 1.000 Menschen, die kein Corona-Virus "beheimaten", durchschnittlich 14 Personen dennoch vom Drosten-Test als SARS-CoV-2-positiv bezeichnet werden. Ist man mit dem typischen Erkältungs-/Coronavirus HCoV-OC43 infiziert, steigt die Quote der Falschpositiven (fälschlicherweise als SARS-CoV-2-positiv erkannt) demnach auf 22 aus 1.000 Menschen. Handelt es sich um das verbreitete Erkältungs-/Coronavirus HCoV-229E, erhöht sich die Quote der Falschpositiven dem Versuchsbericht zufolge auf stattliche 76 aus 1.000 Menschen, also auf knapp 8%.

Auf deutsch: Wenn getestet würde, während HCoV-229E, aber nicht SARS-CoV-2 in der Bevölkerung umliefe ("Erkältung statt Pandemie"), dann würden hochgerechnet 6,3 Mio. aller Bundesbürger als von COVID-19 befallen gelten, obwohl es annahmegemäß keinen einzigen Fall von COVID-19 gäbe! (Echte SARS-CoV-2-Infizierte, die nicht bestritten werden, kämen zu diesem Sockel von 6,3 Mio. Menschen erst noch hinzu.)

Es gibt also ein riesiges Reservoir von Falschpositiven, mit denen man "Pandemie" spielen könnte, selbst wenn es gar kein SARS-CoV-2 gäbe. (Dies bedeutet nicht, dass es SARS-CoV-2 nicht gibt, sondern: Echte COVID-19-Fälle wären diesem Reservoir aus falsch identifizierter humaner Coronaviren-Inzidenz und -Prävalenz noch hinzuzurechnen.)

Was bedeutet dies bei tagesdurchschnittlich 2.400 Todesfällen in der Bundesrepublik? Ein Potenzial von 33 bis 182 Personen pro Tag, die fälschlicherweise als "im Zusammenhang mit COVID-19 gestorben" klassifiziert werden könnten, ohne dass nur eine einzige Person mit SARS-CoV-2 infiziert wäre. (Nochmals: Echte SARS-CoV-2-infizierte Tote werden nicht bezweifelt, sondern wären noch zu addieren; SARS-CoV-2 muss dabei aber nicht ursächlich für den Tod der jeweiligen Person sein.)


Vollständiger Artikel >>

Brachte die Kontaktsperre ab 23. März die Corona-Trendwende in Deutschland?

Thomas Wieland, 25. Mai 2020
Die bisher nur ungenau mögliche Bestimmung des SARS-CoV-2-Infektionsdatums erschwerte die Beurteilung der Effektivität der Corona-Maßnahmen in Deutschland. Neue Daten erlauben nun eine bessere Schätzung des Infektionsverlaufs – und führen so mitunter zu anderen Folgerungen als frühere Studien.

Die Corona-Maßnahmen zielen darauf ab, die Zahl neuer Infektionen zu reduzieren. Um deren Wirksamkeit beurteilen zu können, ist nicht das Meldedatum der Fälle, sondern deren Infektionsdatum – also der Tag, an dem die jeweilige Infektion stattfand – entscheidend.
Die Zeit zwischen der Infektion und dem Erscheinen in der Fallstatistik besteht aus zwei Zeitperioden: 1) Die Zeit zwischen Infektion und Erkrankungsbeginn, also dem Auftreten erster Symptome (Inkubationszeit) und 2) Die Zeit zwischen Erkrankungsbeginn und Meldung des Falls durch die Gesundheitsämter an das RKI (Meldeverzug).
Hier das Ergebnis der Studie als Graphik: In 62 % aller Landkreise war die Trendwende vor dem Lockdown am 23.3. erreicht, nur in dünnbesiedelten Gebieten trat die Epidemie zeitverzögert auf.

https://2tulpe30.blogspot.com/2020/05/usa.htmlhttps://2tulpe30.blogspot.com/2020/05/rki.html