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Der 11. September 2001 wird volljährig – Zeit, um endlich erwachsen zu werden.
Ein Interview mit Ansgar Schneider über Wissenschaft und Medienversagen.
Interviewer: Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Kolenda klaus-dieter.kolenda@gmx.deAnsgar Schneider studierte Physik und schloß sein Studium mit einer Diplomarbeit im Bereich der Quantenfeldtheorie, der Vereinigung von Relativitätstheorie und Quantenmechanik, ab. In seiner Promotion in Mathematik befaßte er sich mit einem Thema im Grenzgebiet von Analysis, Topologie und Stringtheorie. Seine anschließenden Tätigkeiten in Lehre und Forschung führten ihn an verschiedene Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen im In- und Ausland. Er publizierte wegweisende physikalische Arbeiten über die Zerstörung des World Trade Centers, in denen er die bekannten mathematischen Einsturzmodelle zum Kollaps des Nordturms des World Trade Centers verbesserte und durch bislang unberücksichtigte empirische Daten zeigte, daß die Struktur der Türme prinzipiell stabil genug war, um einem fortlaufenden Kollaps standzuhalten, selbst als dieser schon weit fortgeschritten war.
Interview ZUSAMMENFASSUNG:
- die International Association for Bridge and Structural Engineering (IABSE) ist eine der prestigeträchtigsten Ingenieursvereinigungen weltweit → lud 2019 zum Jahreskongress die weltweite Elite der Bauingenieure nach New York City
- eingeladen war auch der Physiker und Mathematiker Ansgar Schneider, um dort über seine Arbeit über die Zerstörung des World Trade Centers (WTC) am 11. September 2001 vorzutragen → die amerikanische Regierung verweigerte ihm jedoch die Einreise
- "Wissenschaft ist ja gerade das, was prinzipiell jeder verstehen kann, wo jeder, der lesen und schreiben kann und einen wachen Verstand und genügend Zeit besitzt, einen Beitrag leisten kann. Man braucht keine päpstliche Absolution dazu."
- er widerspricht der offiziellen Erklärung, dass die drei Wolkenkratzer wegen der Feuer- und Flugzeugschäden eingestürzt sind → die offizielle Theorie: der Einsturz war ein gravitationsbedingt: durch Versagen der Stützen eines Stockwerks aufgrund der Flugzeugeinschläge sackt der darüberliegende Gebäudeteil ab und zerstört dann den unteren Teil in einem fortschreitenden Kollaps Stockwerk für Stockwerk
- wenn man die Bewegung vermisst, wie der Turm einstürzt – dann kann man aus der Bewegung zurückrechnen, wie groß die Widerstandskraft des Gebäudes war bzw. wie sich diese während des Einsturzes verändert hat → dabei stellt man dann zwei Dinge fest:
- 1. Die mögliche Widerstandskraft war zwischendurch so groß, dass der Einsturz hätte stoppen müssen.
- 2. Die Widerstandskraft war vor und nach diesem Zwischendurch um mindestens eine Größenordnung herabgesetzt.
- d.h. die Annahme eines fortschreitenden Stockwerkskollapses impliziert selbst, dass die Widerstandskraft herabgesetzt war → ich habe gezeigt, dass diese Schranke eine Größenordnung über dem bisher gedachten Wert liegt
- die Frage ist: Welcher Mechanismus hat die Widerstandskraft so weit verkleinert, dass der Einsturz erst so schnell anfangen und dann später so schnell weiterlaufen konnte, obwohl das Gebäude prinzipiell stabil genug war, den begonnenen Einsturz abzufangen?
- da gibt es bisher nur eine einzige bekannte wissenschaftliche Erklärung, die mit all den anderen empirischen Daten, die schon länger bekannt sind, vereinbar ist → menschliches Einwirken
- der Turm wurde gesprengt → es gibt sonst einfach keine andere wissenschaftliche Erklärung, die alle empirischen Daten erfasst
- das wird in Fachkreisen schon 14 Jahre diskutiert → z.B. die amerikanische Vereinigung von Architekten und Bauingenieuren, Architects and Engineers for 9/11 Truth bemüht sich um Verbreitung der Infos
- seine Einreise in die USA → der ESTA-Antrag wurde nicht genehmigt, vermutlich weil er schon mehrfach zu wissenschaftlichen Konferenzen im Iran war
- dann kann man mit dem abgelehnten Antrag ein Visum beantragen → das wurde aber auch abgelehnt, er hat ein vorgedrucktes Papier ohne persönliche Anrede bekommen, das feststellt, dass er nicht geeignet sei, in die USA einzureisen, weil er nicht an sein Heimatland gebunden sei
- die Konferenz musste ohne seine persönliche Anwesenheit stattfinden, aber es wurde die Vortragspräsentation per Video gezeigt und es erscheint ein wissenschaftlich begutachteter Konferenzband mit der für den Kongress vorgesehenen Arbeit → aber "es gibt keine bessere Möglichkeit des wissenschaftlichen Austausches als das persönliche Gespräch mit Kreide und Tafel bzw. mit Bleistift und Papier: da kann Ihr Gegenüber ihnen direkt reingrätschen, genau sagen, was es nicht versteht oder was vielleicht falsch ist und Sie können ihm direkt darauf antworten. Sie können Missverständnisse maximal schnell klären, weil Sie sehen, wo er ihrer Argumentation folgt und wo nicht."
- auf das Thema 11. September gestoßen → ein Internet-Video wo es unter anderem um WTC 7 ging, den dritten Wolkenkratzer, der am 11. September eingestürzt ist, ohne Flugzeugeinwirkung: ein Wolkenkratzer, der über zwei Sekunden auf seiner ganzen Breite von 100 Metern frei fällt … Da bleibt einem Physiker oder jedem einigermaßen technisch bewanderten Menschen die Spucke weg!
- ich wollte deswegen gar nicht glauben, dass dieses Riesending am 11. September so einstürzt ist, das hätte doch ein entsprechend großes Riesenthema in den Medien sein müssen, aber offenbar wollen die Medienschaffenden in Deutschland nicht darüber reden → wir sind seit 18 Jahren Zeuge eines medialen Totalversagens
- wie erklären Sie sich das Ausbleiben dieser Debatte? → das ist im Einzelfall vielleicht oft eine Mischung aus Angst vor Verantwortung, Angst vor Jobverlust, Angst, seine Karriere aufs Spiel zu setzen, Angst vor Ausgrenzung usw.
- der Glaube daran, dass wir die Guten sind → 70 Jahre lang haben wir inhaliert, dass wir die Guten sind und Freiheit, Menschenrechte und Demokratie verkörpern, dann kann der eine oder die andere Gegenteiliges nur schwer emotional verarbeiten
- das Phänomen der „kognitiven Dissonanz“ beschreibt den mentalen Zustand einer Person, die mit Daten konfrontiert wird, die dem eigenen Glauben widersprechen → es ist im Allgemeinen leicht, ein rationales Urteil zu ändern, wenn sie in einer logischen Kette ein fehlerhaftes Argument entdeckt, aber ihren Glauben an etwas abzulegen, das sie nie hinterfragt hat, das sie aber mit großer emotionaler Beteiligung unterstützt hat, ist für viele unmöglich
- anstatt den Glauben abzulegen, nach anderen Möglichkeiten suchen, um wieder in einen Zustand kognitiver Konsonanz zu kommen, um also mit sich selbst ins Reine zu kommen → die einfachste Möglichkeit dazu ist, schlicht zu sagen, die widersprechenden Daten sind falsch, also einfach die Realität zu leugnen
- die Leugnung geht damit einher, die Leute, die die Daten zur Sprache bringen, irgendwie mit etwas Frevelhaftem zu behaften
- 1. die Sachfrage nicht weiter beachten oder falsch darstellen
- 2. die Kritiker in einen ganz anderen, zumeist absurden oder rassistischen Kontext einbetten
- z.B. die Bundeszentrale für Politische Bildung, die den 11. September in den Kontext setzt, dass es Menschen gebe, die glauben, dass die Nazis seit 1945 am Südpol leben und die Erde mit Flugscheiben bereisen → die Häretiker werden mit dem Titel „Verschwörungstheoretiker“ gebrandmarkt
- Titel seine Buches → „Stigmatisierung statt Aufklärung“
- wenn es um den 11. September geht, sind die Medien voll von unsäglichen Dummheiten und falschen Informationen und wenn mal nichts falsch ist, dann fehlt die Hälfte → zum Beispiel schrieb die FAZ 2006 einmal in einem Artikel mit dem Titel „Die Märchen der Verschwörungstheoretiker“, dass die Analyse des NIST, das ist die amerikanischen Behörde, die die Zerstörung der Gebäude untersuchen sollte, keinen Hinweis auf Sprengstoffe gefunden habe: aber das NIST hat gar keine entsprechende forensische Untersuchung durchgeführt
- tatsächlich gab es später eine Untersuchung durch eine internationale Forschergruppe, die Rückstände von Nano-Thermit, eines High-Tech-Sprengstoffs, im Staub nachgewiesen hat → das wurde 2009 veröffentlicht, aber darüber schrieb die FAZ nichts
- Zeugenaussagen und Kameraaufzeichnungen, die am 11. September 2001 gemacht wurden → die Aussagen der Feuerwehrleute sind erdrückend: die sprechen wörtlich von Bomben, Sprengladungen, Explosionen und davon, dass die Gebäude in die Luft gejagt wurden
- der Einsturz der Zwillingstürme sieht so aus, als ob die Gebäude von innen heraus zerrissen werden und sich einfach in Pulver verwandeln → das ist eine qualitative Beschreibung der visuellen Eindrücke
- als Wissenschaftler versuchen, diesen Eindruck zu präzisieren und zu quantifizieren, indem man die Bewegung der durch die Luft fliegenden Trümmer und die Bewegung des Gebäudes untersucht und so weiter
- der Zusammenbruch von WTC 7 ist offensichtlich anders erfolgt als der der Zwillingstürme → ist ununterscheidbar von einer typischen Sprengung, bei der einfach im unteren Gebäudeteil auf mehreren Stockwerken die Stützen durchtrennt werden: das Penthouse sackt über den zuerst zerstörten inneren Stützen ab, dann gerät das Gebäude, nach Zerstörung der restlichen äußeren Stützen in freien Fall und zerschlägt sich selbst beim Aufprall am Boden
- dass bei WTC 7 tatsächlich der freie Fall einsetzt, ist leicht nachzumessen → freier Fall bedeutet genau, dass nur die Gravitationskraft auf das entsprechende Objekt wirkt
- normalerweise ist da aber die Kraft von 82 tragenden Stahlstützen, die genau so groß ist wie die Gravitationskraft → deswegen ist das Gebäude normalerweise in Ruhe
- diese Kraft, die also so riesig ist, dass sie einen ganzen Wolkenkratzer tragen kann, verschwindet mit einem Augenliderschlag und ist über einen Zeitraum von über zwei Sekunden futsch, weg, einfach nicht mehr da → wer dafür eine andere wissenschaftliche Erklärung als absichtliches menschliches Einwirken vorbringen kann, möge sich bitte bei mir und den amerikanischen Behörden melden. Wir wären beide sehr glücklich darüber.
- am 3. September 2019 erschien der Bericht einer vierjährigen Studie der Universität Fairbanks, Alaska, über den Zusammenbruch von WTC 7 → die haben versucht, mittels Computersimulationen den Einsturz nachzubilden
- das National Institut for Standards and Technology (NIST) machte im Regierungsauftrag auch eine Simulation → dort passiert viel, aber nicht das, was in der Realität passiert
- nach offizieller Angabe war ja Feuer die Einsturzursache für die drei Wolkenkratzer → es gibt nicht ein einziges Beispiel von einem Stahlskelettbau, der durch Feuer eingestürzt wäre
- das Wichtigste ist nach meiner Einschätzung gar nicht die Untersuchung der Umstände selbst, sondern die Frage, wie es möglich war, dass es zu dem besagten Totalversagen der Medien kam
- niemand hat irgendeinen Beweis für die Täterschaft von Osama bin Laden vorgebracht
- es gibt keinen einzigen gerichtsfesten Beweis, dass der Student Mohammed Atta aus Hamburg überhaupt am Tatort war
- es gibt kein offizielles Dokument, auf das irgendwie zurückgeht, dass die Fluggesellschaften irgendeine Form einer beglaubigten Passagierliste herausgegeben haben, also mit Unterschrift der zuständigen Person des Bodenpersonals usw.
- all diese Dinge, die behauptet wurden, für die es aber keine Beweise gibt, sondern nur suggestive und manipulative Zeitungsartikel → da kann man nicht mehr von Journalismus sprechen, der kritisch nachfragt und eine irgendwie geartete Kontrollinstanz in der Demokratie darstellt
- auf den 11. September gehen zwei Kriege zurück → wenn wir da nicht mehr nachfragen, brauchen wir keine Presse mehr


