Freitag, 27. März 2020

Zelte

Im Fluter Nr. 74 war ein toller Artikel:

Weaving a Home

Millionen Menschen müssen ihr Zuhause verlassen, um vor Krieg, Armut und Naturkatastrophen zu flüchten. Die Architektin Abeer Seikaly will ihnen mit dem Projekt „Weaving a Home“ helfen.
Mit ihrem Netzwerk von Architekten, Designern und Technikern hat sie ein Zelt entworfen, das auf der traditionellen Konstruktion nomadischer Behausungen beruht, wobei das Zeltgewebe verschiedene Funktionen hat: Die Lücken bilden kleine Fenster und Frischluftkanäle, sie bieten Stauraum und fangen Regenwasser auf. Dehnbares Solargewebe sorgt dafür, dass die Zeltbewohner heizen können und Elektrizität haben.
Bei aller Alltagstauglichkeit geht es auch um eine Ästhetik, hinter der eine politische Idee steckt: Die Schönheit der Zeltstädte soll den Bewohnern Würde geben und als Symbol für die Hoffnung auf ein neues Leben stehen.
(Fluter Nr. 74: Wohnen)


Und heute in der SZ:
 Aus Italien gab es schon in der ersten Phase der Krise Berichte, wonach Ärzte entscheiden müssten, wen sie an die lebenserhaltenden Geräte anschließen und wen nicht. Manche dieser Berichte waren nicht verifiziert, zirkulierten aber rasend schnell durch die sozialen Netzwerke. Dann legte der Verband der italienischen Anästhesisten in einem Dokument Regeln für „außerordentliche Zustände“ vor: Unter Punkt 3 hieß es, im Extremfall könne ein Maximalalter für die Zulassung in Intensivstationen nötig werden. Aber gab es bisher tatsächlich Fälle von Triage? Als neulich der Chef des nationalen Zivilschutzes danach gefragt wurde, sagte Angelo Borrelli, er wisse von keinem einzigen. Bei aller Dramatik der Lage im Norden des Landes: Die Intensivbetten reichten bisher immer gerade mal aus. Und nun, da die Zahl der Neuinfektionen etwas sinkt, ist man zuversichtlich, dass der Wettlauf gewonnen werden kann.

Robert-Koch-Institut: Die Zahl der Atemwegsinfektionen normalisiert sich jetzt - wie in den Vorjahren ohne Lockdown. 

Robert-Koch-Institut