aus einem Artikel von Gabriele Muthesius: vollständig als PDF hier >>
Grippewelle 2017/18
Der Grippewinter 2018/2019 verlief mit 182.000 labordiagnostisch bestätigten Influenzafällen relativ glimpflich. Demgegenüber war der Grippewinter 2017/2018 das große Drama mit 334.000 laborbestätigten Influenzafällen.
Die erste Vorsitzende des Marburger Bundes, Dr. Susanne Johna, Internistin verwies darauf, dass 2017/2018 die größte Grippewelle in Deutschland erfolgreich gemanagt wurde. „Und zwar so, dass ein großer Teil der Bevölkerung nichts davon mitbekommen hat, obwohl wir 60.000 zusätzliche Krankenhaus-Patienten hatten.“ Es war die folgenschwerste der Grippewelle der vergangenen 30 Jahre. Neben neun Millionen grippebedingten Arztbesuchen und bundesweit 334.000 labordiagnostisch bestätigten Influenzafällen gab es in Deutschland 25.100 Grippetote. Kann sich aber in diesem Zusammenhang noch jemand an irgendeinen Medienhype, an inflationäre Politiker- und Expertenstatements, an kaskadierend eskalierende Gegenmaßnahmen bis an den Rand eines Ausnahmezustandes und darüber hinaus erinnern? Eine Epidemie wurde damals jedenfalls nicht ausgerufen, von einer Pandemie gar nicht zu reden …
John Ioannidis
Der international renommierte Gesundheitswissenschaftler und
Epidemiologe Prof. John Ioannidis, Stanford University, fragte am 17.
März 2020 in der Medizin- und Wissenschafts-Zeitschrift Stat: Ist hier
„ein Fiasko im Entstehen? Während die Coronavirus-Pandemie um sich
greift, treffen wir Entscheidungen ohne verlässliche Daten“. Die
derzeitige Coronavirus-Krankheit Covid-19 sei „bereits als
Jahrhundert-Pandemie bezeichnet worden. Dabei könnte es sich aber im
Hinblick auf die Beweislage auch um ein Jahrhundertfiasko handeln.“
Montagsgesellschaft. Engagierter Bürgerdialog in Frankfurt am Main
Prof. Dr. med. Leo Latasch, Mitglied im Deutschen Ethikrat, Prof. Dr. med. Klaus-Peter Hunfeld, Facharzt für Labormedizin, Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie, sowie Dr. Uwe Böning, Psychologe
Sie sind sich in einem einig: Nicht das Coronavirus wird Deutschland ins Ungleichgewicht bringen, sondern der Umgang damit.
Hunfeld: „Warum bei diesem Virus? Diese Frage kann mir keiner beantworten.“ Schließlich habe es ähnliche Lagen in der Vergangenheit durchaus schon gegeben, etwa beim Ausbruch der Schweinegrippe. Damals jedoch ohne vergleichbare Einschränkungen für das öffentliche Leben. Er nannte, was gerade passiere, „ein Feuerwerk des Wahnsinns“ und ergänzte: „Wir können das Land nicht 100 Jahre in einen Dornröschenschlaf schicken.“ Nicht für ein Virus, über das zumindest eines schon bekannt sei: Bis zu 90 Prozent der Infizierten entwickelten milde oder gar keine Symptome.
Wenn es jedoch nicht die Gefährlichkeit, die Letalität des Erregers Sars-CoV-2 ist, die, wie es Gabor Steingart nannte, „die womöglich größte Massenhysterie der Moderne“ ausgelöst hat, was war es dann? Das im Detail zu untersuchen, würde den Rahmen des vorliegenden Beitrages sprengen. Doch dürfte dies tatsächlich die One-Million-Dollar-Question sein. Vor allem im Hinblick auf das nächste mutierte Corona- oder Grippevirus, das so sicher kommen wird, wie das Amen in der Kirche …
Hier noch eine interessante Website aus der Schweiz: https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/