Montag, 15. Juni 2020

Politik, die Böses will

... und Gutes schafft

Lockdown-Bewertung: Wie schlimm ist das neue Coronavirus wirklich?   

von Prof. Dr. Dr. Daniel von Wachter
Promotion in Philosophie in Hamburg und in Theologie in Oxford, Habilitation in Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Professor für Philosophie an der Internationalen Akademie für Philosophie im Fürstentum Liechtenstein (IAP). Forscht insbesondere über Kausalität, Naturgesetze und Willensfreiheit. Internet: www.von-wachter.de.

Ob der Lockdown zumindest teilweise richtig war oder aber eine zerstörerische, böse diktatorische Maßnahme, hängt davon ab, wie gefährlich das neue Coronavirus ist und ob die Maßnahmen der Gesundheit der Menschen dienten. Wir müssen die Antwort auf die Frage finden:
„Was bewirkt das neue Coronavirus?“

Kausalzusammenhänge

Die Antwort auf solche Fragen findet man nicht durch einfaches Hinsehen, denn man kann kausale Zusammenhänge meist nicht sehen. Man sieht nur das eine Ereignis und das andere Ereignis, aber nicht, dass jenes die Ursache von diesem war.
Daher irren sich Menschen oft über Verursachungszusammenhänge. Sie glauben, dass das Amulett einen Unfall verhindert hat, obwohl das in Wahrheit einfach Glück war. Sie glauben, dass der Acker dieses Jahr nichts getragen hat, weil der Nachbar ihn verhext hat, obwohl in Wahrheit die Ursache war, dass dem Boden bestimmte Nährstoffe fehlten. Sie glauben, dass die Krankheit durch das Mittel x geheilt wurde, obwohl in Wahrheit dieses nichts zur Heilung beigetragen hat.

Verschwörungstheoriebekämpfung ist vollständig argumentfrei

Falsche Kausalüberzeugungen entstehen besonders, wenn Menschen einfach anderen Menschen glauben, ohne selbst nachzudenken.
Im Fall des Coronavirus verbreiten die Regierungen und die regierungsnahen Medien die Annahme, dass das neue Coronavirus sehr gefährlich sei und der Lockdown der Gesundheit der Menschen diene. Sie wird von den regierungsnahen Medien ständig wiederholt, und zwar so, dass sie als selbstverständlich hingestellt wird.
Andere Meinungen werden gar nicht erwähnt oder, wenn sie sich nicht verheimlichen lassen, als „Verschwörungstheorien“ abgetan. Der dabei verwendete Tonfall kommt schön auf dem Titelblatt von „Die Zeit“ (2020/21) zum Klingen:
„Die Stunde der Verschwörungstheorien. Einige verwirrte Geister setzen abstruse Thesen über das Coronavirus in die Welt – und stecken damit andere Bürger und auch Politiker an. Wie kann das sein?“
Im Mai 2020 lief diese Musik auf allen regierungsnahen Kanälen. Ich hoffe, dass sie bald keine Wirkung mehr haben wird, weil immer mehr Menschen erkennen werden, dass diese Verschwörungstheoriebekämpfung vollständig argumentfrei ist, aber bei denen, die sich täglich der Tagesschau aussetzen, verfehlt diese Meinungsverbreitung ihre Wirkung nicht.

Vertrauen Sie!

Es wird der Eindruck erzeugt, dass von der Regierungsdoktrin abweichende Meinungen so abwegig seien wie die These, dass die Erde eine Scheibe sei.
Bundeskanzlerin Merkel gab den Bürgern in ihrer Ansprache vom 18. März den Schlüssel zur Wahrheit:
 „Glauben Sie keinen Gerüchten, sondern nur den offiziellen Mitteilungen, die wir immer auch in viele Sprachen übersetzen lassen.“
So auch die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am 6. April:
 „Vertrauen Sie den Gesundheitsbehörden! Vertrauen Sie der Weltgesundheitsorganisation! Vertrauen Sie dem gesunden Menschenverstand und journalistischer Sorgfalt in den Qualitätsmedien.“

Soziale Ächtung

Wer dennoch andere Meinungen hört, auf den wirkt die Drohung der sozialen Ächtung. Es ist noch erlaubt, die Maßnahmen als „unverhältnismäßig“ anzusehen, aber wer darüber hinausgeht, spürt eine psychologische Strafe, die so zielführend ist wie der kleine Elektroschlag, den eine Kuh bekommt, wenn sie den Zaun berührt.
Geht man dennoch weiter, folgen weitere Strafen: So nahmen die Läden die Produkte des erfolgreichen Vegankochs Attila Hildmann aus ihren Regalen, weil dieser deutlich die Regierung kritisiert und „Verschwörungstheorien“ verbreitet, und dem Biolebensmittelhersteller Rapunzel droht Ähnliches, weil er mit Attila Hildmann zusammenarbeitete und weil der Firmenchef Joseph Wilhelm die Mundschutzmasken als „die höchste Form von Demütigung“ bezeichnet hat.
Bei Professoren, die sich abweichend von der Regierungsdoktrin geäußert haben, weiß ich von einem Fall, in dem die Universitätsleitung den Kollegen aufgefordert hat, seine Stellungnahme zurückzuziehen, und von einem anderen Fall, in dem die Universitätsleitung sich beeilt hat, öffentlich zu erklären, dass die Meinungsäußerung jenes Professors keine Meinungsäußerung der Universität sei – als ob das nicht selbstverständlich wäre. Als Professor weiß man da, dass, sollte man sich weiterhin äußern, es bis zur Kündigung nicht mehr weit ist.
Die Wahrheit und die Wissenschaft haben es unter solchen Umständen schwer. Umso bemerkenswerter ist es, dass sich trotzdem so viele Wissenschaftler regierungskritisch geäußert haben. Blauerbote.com führt eine Liste von derzeit 250 Expertenstimmen.

Selber denken

Wer die Wahrheit über das neue Coronavirus wissen will, muss sich dafür entscheiden, sich von dergleichen nicht beeinflussen zu lassen. Um kausale Zusammenhänge zu erkennen, muss man bestimmte empirische Daten suchen und dann im Denken eine Kausalanalyse durchführen.

Die Wirkung des Coronavirus 

Will man die Wirkung des Essens von Fliegenpilzen herausfinden, muss man Menschen beobachten, die Fliegenpilze gegessen und sonst nichts eingenommen haben, was auch Symptome bewirken könnte. Jemanden, der Fliegenpilze gegessen hat, aber auch Kokain und Betablocker eingenommen hat, schließt man aus der Beobachtungsgruppe aus.
Um die Wirkung einer Substanz x auf den Körper herauszufinden, muss man Menschen untersuchen, die x eingenommen haben, aber sonst nichts, was etwas bewirken könnte, was man mit der Wirkung von x verwechseln könnte. Wenn man beobachtet, dass Menschen, die Fliegenpilze und sonst nichts Verdächtiges eingenommen haben, Halluzinationen bekommen, weiß man, dass das Essen von Fliegenpilzen Halluzinationen verursacht.
So findet man auch die Wirkung des neuen Coronavirus dadurch heraus, dass man Infizierte betrachtet, die durchschnittlich gesund und sonst keinen Faktoren ausgesetzt sind, die Symptome verursachen könnten. Man betrachtet also Coronavirus-Infizierte, die keine gravierenden Krankheiten haben, die keine Medikamente erhalten haben und die zum Beispiel keiner großen Luftverschmutzung ausgesetzt sind.
Auch wenn ein Faktor in einem nur geringen Verdacht steht, zu den Symptomen beigetragen zu haben, sollte man Fälle, in denen er vorhanden ist, aus der Untersuchung der Wirkung des neuen Coronavirus aussortieren.

Fremdfaktoren übersehen?

Manchmal übersieht man das Wirken von Fremdfaktoren. Bei der Untersuchung eines Medikaments kann eine Person in der Testgruppe versäumt haben anzugeben, dass sie Kokain eingenommen hat. Oder bei der Untersuchung des neuen Coronavirus kann man übersehen, dass eine Person vor Kurzem geimpft worden war oder Tuberkulose hatte.
Deshalb betrachtet man mehrere Fälle. Wenn fünf Fälle von 100, bei denen man versucht hat, Fremdfaktoren auszuschließen, andere Symptome aufweisen als die anderen, ist anzunehmen, dass man in jenen fünf Fällen Fremdfaktoren übersehen hat. Man braucht aber keine riesige Zahl von Fällen, um die Wirkung einer Substanz feststellen zu können.

Gesunde Menschen bleiben ohne Symptome

Beim neuen Coronavirus beobachtet man: Durchschnittlich gesunde Menschen, die durch das neue Coronavirus infiziert werden, bekommen keine oder leichte grippale Symptome, das heißt solche, die keine Krankenhausbehandlung erfordern.
Jeder möge selbst recherchieren, ob es Gegenbeispiele gibt. Bei meiner Recherche bin ich auf einige wenige Berichte über schwerere Symptome gestoßen, aber bei ihnen fehlte eine detaillierte Beschreibung des Zustands des Patienten. Man müsste in solchen Fällen auch andere mögliche Ursachen suchen, zum Beispiel, indem man nicht nur auf das neue Coronavirus, sondern auch auf Influenza und auf Tuberkulose testet.
Ferner ist zu bedenken, dass eine Isolierung der Patienten und eine künstliche Beatmung das Sterberisiko deutlich erhöhen.
Zu den „durchschnittlich gesunden“ Menschen zähle ich hier auch die Bevölkerungsmehrheit, die unter einem Vitamin-D-Mangel leidet und in einem gewissen Maße durch Alkohol, Rauchen oder ungesunde Ernährung geschwächt ist.
Die allermeisten Menschen, die frei von diesen Risikofaktoren sind, bekommen durch das neue Coronavirus vermutlich gar keine Symptome.

Lockdown sinnvoll?

Was darauf hinweist, dass es auch deshalb unglaubwürdig ist, dass die Regierung den Lockdown aus Sorge um die Gesundheit der Bürger verordnet hat, weil es viele Möglichkeiten zum Schutz vor Erkältungskrankheiten gäbe, die von der Regierung nicht erwähnt werden, während der Lockdown selbst dann nicht sinnvoll wäre, wenn das neue Coronavirus gefährlich wäre.
Die Medien, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das dem Bundesinnenministerium unterstehende Robert-Koch-Institut (RKI) führen den Menschen Schreckensnachrichten aus China und Italien und Bilder von Lastern mit Särgen vor Augen. Doch um die Wirkung des neuen Coronavirus herauszufinden, sind die Nachrichten aus Italien zunächst nicht relevant, weil dort zu viele verschiedene Faktoren zusammenwirken.
Da wir beobachten, dass bei einer hinlänglich großen Zahl von durchschnittlich gesunden Menschen das neue Coronavirus keine oder leichte Symptome verursacht, können wir folgern: Wenn anderswo, zum Beispiel in Norditalien, schwere Symptome auftreten, dann waren diese Menschen nicht durchschnittlich gesund oder es wirkten andere Faktoren.

Schwere Symptome oder Todesfälle

Da das neue Coronavirus bei durchschnittlich gesunden Menschen keine oder leichte Symptome verursacht, ist zu erwarten, dass nur bei solchen Infizierten schwere Symptome oder Todesfälle auftreten, bei denen gravierende Vorerkrankungen oder Fremdfaktoren vorhanden waren. Dies sollte man empirisch prüfen.
Das Ergebnis: Es treten nur bei solchen CoronavirusInfizierten schwere Symptome auf, die alt waren oder gravierende Vorerkrankungen hatten, zum Beispiel Bluthochdruck, Diabetes oder koronare Herzkrankheit.
Zudem liegen dort oft auch andere Faktoren vor, welche die Symptome mitverursachen könnten, zum Beispiel Influenzaviren, Luftverschmutzung, Krankenhauskeime oder (im Zusammenhang mit dem Meningitisausbruch in Norditalien im Januar 2020) Antibiotikabehandlungen oder Impfungen gegen Grippe und Meningokokken.
 Doch selbst wenn alle diese Fremdfaktoren nichts zu den Symptomen beitrügen, wäre die Hypothese der Ungefährlichkeit des neuen Coronavirus durch die Beobachtung der Vorerkrankungen bestätigt.

Junge gesunde Menschen sterben?

Die Medien melden manchmal, dass auch junge gesunde Menschen am neuen Coronavirus verstorben seien. Ich habe keine derartigen Fälle gefunden, die solide bewiesen wären.
Der Rechtsmediziner Klaus Püschel sagte, dass unter den 170 Fällen, die an seinem Institut obduziert worden seien, keine solchen Fälle gewesen seien. Um gesichertes Wissen über solche Fälle zu haben, müsste man sie unbedingt obduzieren, das RKI hatte aber bis zum 5. April 2020 die Anweisung gegeben, bei Corona-Toten keine Obduktionen (innere Leichenschau) durchzuführen. Aufgrund öffentlicher Kritik wurde diese Anweisung danach gelöscht.
Es ist zu beobachten, dass Medien manchmal die Vorerkrankungen herunterspielen oder unterschlagen. In einem Artikel mit der Überschrift „20-jähriges Corona-Opfer“ stand im zehnten Absatz des Artikels, dass der Mann Leukämie und eine Lungenentzündung hatte.
Ein Zeitungsartikel über den Tod von Cy Tucker trug in der Überschrift „starb nach Coronavirus-Erkrankung. Vor weniger als einer Woche war er noch gesund und voller Energie – heute ist er tot“.
Im siebzehnten Absatz stand, dass er an Herzschäden und Diabetes litt und 77 Jahre alt war. Die vereinzelten Behauptungen, dass es junge, gesunde Menschen gebe, die an Corona verstorben seien, haben daher kein Gewicht.
Damit ist mit ziemlich großer Sicherheit bewiesen, dass das neue Coronavirus nicht besonders gefährlich ist. Durchschnittlich gesunde Infizierte haben keine oder leichte Symptome, und die Infizierten, die schwere Symptome haben, haben gravierende Vorerkrankungen.

Ignoriere die Zahl der „Corona-Toten“ 

Wir haben aus zwei verschiedenen Beobachtungen abgeleitet, dass das neue Coronavirus nicht besonders gefährlich ist. Die Behörden begründen ihre Gefährlichkeitsthese und den Lockdown ganz anders. Sehen wir uns die zwei von ihnen vorgetragenen Zahlen an.
Die Welt wird in Atem gehalten durch die ständig steigende Zahl der „Corona-Toten“, welche die WHO und das RKI in Echtzeit veröffentlichen.
Heute, bei der Fertigstellung dieses Artikels am 30. Mai, steht unter der Überschrift „Coronavirus disease (Covid-19) outbreak situation“ die Zahl 357.736 „confirmed deaths“. (Unter „Covid-19“ versteht man die durch das neue Coronavirus verursachte Krankheit.)
Das Robert-Koch-Institut (RKI) schreibt auf seinem Dashboard heute: „8.489 Covid-19- Todesfälle“. Das RKI bestätigte auf der Pressekonferenz am 20. März 2020 auf Nachfrage einer Journalistin: „Bei uns gilt als Corona-Todesfall jemand, bei dem eine CoronavirusInfektion nachgewiesen wurde.“
Auch der Leiter des italienischen Zivilschutzes, Angelo Borelli, erklärte am 21. März 2020: „Ich möchte aber noch einmal darauf hinweisen, dass wir alle Verstorbenen zählen; dass wir nicht unterscheiden zwischen Corona-Infizierten, die gestorben sind, und denen, die wegen des Coronavirus gestorben sind.“ 
Durch diese Darstellung wird der Eindruck erzeugt, dass der Tod von 357.736 Menschen durch das neue Coronavirus verursacht worden wäre. Die Wahrheit ist jedoch, dass das die Zahl aller Todesfälle ist, bei denen der Test auf das neue Coronavirus positiv ausgefallen ist.
Nehmen wir um des Argumentes willen mal an, dass der PCR-Test zuverlässig sei, obwohl er in Wirklichkeit viel zu oft positiv ausfällt.
Nach der Zählweise der WHO und des RKI wird auch ein 80-jähriger Patient, der mit Krebs und Herzversagen ins Krankenhaus eingeliefert wurde, zu den „CoronaToten“ gezählt, wenn der Test positiv ausfällt. Damit wird der falsche Eindruck erzeugt, sein Tod sei durch das neue Coronavirus verursacht worden.

Hauptursachen und Teilursachen

In der Philosophie ist Kausalität ein großes Forschungsgebiet. Ein Ergebnis, das aber auch der gesunde Menschenverstand lehrt: Man muss zwischen Hauptursachen und Teilursachen unterscheiden, und einige Teilursachen leisten einen größeren Beitrag für das Eintreten der Wirkung als andere.
Wenn ein vorher gesunder Mensch nach Zyankalieinnahme gestorben ist, dann lautet die wahre Antwort auf die Frage, woran er gestorben ist oder was die Ursache seines Todes war, eindeutig: „Er ist durch die Einnahme von Zyankali gestorben.“
Die Zyankalieinnahme wird zu Recht als „die Ursache des Todes“ bezeichnet, sie war die Hauptursache. Wenn der Mensch nicht das Zyankali eingenommen hätte, dann wäre er nicht gestorben. Durch die Zyankalieinnahme wurde aus dem gesunden Menschen ein
 toter.
Todesfälle haben oft mehrere Teilursachen. Wenn ein 80-jähriger Mensch Bluthochdruck und eine Herzinsuffizienz hatte und dann eine Lungenentzündung bekam, bevor er starb, dann lautet die Antwort auf die Frage, woran er gestorben ist: „Er hatte Bluthochdruck und eine Herzinsuffizienz und bekam dann eine Lungenentzündung.“ Es wäre irreführend, hier nur zu sagen: „Sein Tod wurde durch Lungenentzündung verursacht“ oder „Sein Tod wurde durch das Bakterium Streptococcus pneumoniae verursacht“.
Die Angabe „8.489 Covid-19-Todesfälle“ impliziert, dass in 8.489 Fällen das neue Coronavirus den Tod eines Menschen verursacht hat, so wie die Einnahme von Zyankali den Tod eines Menschen verursacht.
In Wirklichkeit wird aber gar nicht geprüft, welchen Anteil das neue Coronavirus an der Verursachung dieser Todesfälle hatte. Es wird nicht einmal geprüft, ob das neue Coronavirus überhaupt zu all diesen Todesfällen etwas beigetragen hat.
Einige von ihnen sind vielleicht an einem Herzinfarkt gestorben, und das neue Coronavirus hatte sich in ihrem Körper nicht wesentlich vermehrt. Einige von ihnen waren vielleicht durch Influenza A infiziert und haben dann eine Lungenentzündung mit Streptococcus pneumoniae bekommen, und das neue Coronavirus hat nur wenig oder gar nichts zu ihrem Tod beigetragen.

Offizielle Zahlen nicht informativ

Deshalb sind die von der WHO und vom RKI veröffentlichten Zahlen von „Covid-19-Todesfällen“ kein Indiz oder Beweis dafür, dass diese Todesfälle durch das neue Coronavirus verursacht wurden.
Ein rationaler Mensch lässt sich jedoch durch diese Zahlen in seiner Meinung über die Gefährlichkeit des neuen Coronavirus nicht beirren. Dass die Zahlen „offiziell“ sind, das heißt von staatlichen Stellen ausgegeben werden, bewegt ihn nicht dazu, sie für informativ zu halten.
Das Einzige, was diese Zahlen zeigen, ist, dass die WHO und das RKI die Menschen glauben machen möchten, dass das neue Coronavirus sehr gefährlich sei.

Ignoriere die Sterberaten 

Das Gleiche gilt für die von der WHO und vom RKI genannten Letalitätsraten, auch „Sterberaten“ genannt. Unter der Letalität (englisch „Case Fatality Rate“, CFR) versteht man das Verhältnis der Anzahl der an einer bestimmten Krankheit Verstorbenen zur Anzahl der Erkrankten.
Nun hat man das Infiziertsein mit dem neuen Coronavirus als die Krankheit mit Namen „Covid-19“ definiert, obwohl man normalerweise das bloße Vorhandensein eines Virus im Körper, wenn es keine Symptome verursacht, nicht „Krankheit“ nennt.
Die Letalitätsrate des neuen Coronavirus oder von Covid-19 ist also das Verhältnis der an einer Infektion mit dem neuen Coronavirus Verstorbenen zur Anzahl der mit diesem Virus Infizierten.
Lothar Wieler, Präsident des RKI, sagte auf der Pressekonferenz am 27. Februar 2020:
 „Wir haben bei der Grippe Letalitätsraten von 0,1 bis 0,2 Prozent. Die Raten, die wir bislang bei dem Coronavirus sehen, sind höher. Sie sind fast zehn Mal so hoch; fünf bis zehn Mal so hoch.“
Der Direktor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, sagte am 3. März 2020:
„Weltweit sind etwa 3,4 Prozent der Covid-19-Fälle gestorben, während im Vergleich an einer saisonalen Grippe weit weniger als ein Prozent der Infizierten sterben.“
Demnach wäre eine Letalitätsrate von einem Prozent eine optimistische Schätzung. Wenn sich 70 Prozent der Einwohner Deutschlands infizieren, macht das 581.000 Tote und ein Vielfaches davon an Covid-19-Erkrankten, die zwar nicht sterben, aber auch eine Intensivbehandlung benötigen werden.
Daher kam der Ruf: „Wir müssen die größtmöglichen Anstrengungen unternehmen, um die Kurve abzuflachen, sodass die Zahl der gleichzeitig Erkrankten geringer wird!“
So wurde der Lockdown eingeführt. In der Pressekonferenz vom 3. April 2020 sagte Wieler:
 „Nach wie vor kann ich nicht sicher sein, dass die Kapazitäten reichen. Ich persönlich habe die Einschätzung, dass sie nicht reichen werden.“

Wie tödlich ist das Virus?

Doch die genannten Letalitätsraten sind nicht nur unsicher, sondern völlig unbegründet. Wir haben keine Ahnung, wie viele Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert sind.
Um das herauszufinden, müsste man die ganze Bevölkerung oder eine repräsentative Auswahl testen. Es wird aber nur ein ganz kleiner Teil der Menschen getestet, und zwar in der Regel nur die Verdachtsfälle oder die Menschen, die ins Krankenhaus kommen.
Das ist alles andere als eine repräsentative Auswahl aus der Gesamtbevölkerung.
Viele Infizierte mit dem neuen Coronavirus haben gar keine Symptome, sie sind nicht krank, auch wenn man nun sagt, sie seien an Covid-19 erkrankt. Sie haben das neue Coronavirus in einer kleinen Menge in sich, aber das Immunsystem verhindert die Vermehrung, deshalb treten keine Symptome auf.

Virus untersuchen

Auch bei dem sich in jedem Winter verbreitenden Influenza-A-Virus untersucht man normalerweise nicht, wie viele Menschen in der ganzen Bevölkerung infiziert sind, sondern man untersucht Kranke, um die richtige Therapie wählen zu können.
Es ist schwer möglich und auch nicht sinnvoll, die Verbreitung eines bestimmten Virus zu untersuchen.
Die WHO und das RKI leiten die Letalitätsrate aus einer bestimmten Menge an mit dem neuen Coronavirus positiv getesteten Menschen und aus dem Anteil der Verstorbenen in dieser Gruppe ab.
Das RKI berechnet die Letalitätsrate (am 29. Mai 2020 wurden 4,7 Prozent angegeben), indem es die Zahl der „Covid-19-Todesfälle“ durch den Anteil der positiv Getesteten in Deutschland teilt.
Der Anteil der Infizierten an der Menge der Getesteten lässt aber keine Rückschlüsse auf den Anteil der Infizierten an der Bevölkerung zu.
Und, wie oben dargelegt, lässt die Zahl der „Covid-19-Todesfälle“ keine Rückschlüsse auf die Zahl der durch das neue Coronavirus Gestorbenen zu.

Völlig unbegründete Zahlen

Die von der WHO und vom RKI genannten Letalitätsraten sind daher völlig unbegründet. Sie rechtfertigen keinerlei Prognosen über die zu erwartenden Todesfälle und die zu erwartende Auslastung der Krankenhäuser.
Ein rationaler Mensch lässt seine Meinung über die Gefährlichkeit des neuen Coronavirus durch die angegebenen Letalitätsraten gar nicht beeinflussen. Dass die Letalitätsraten „offiziell“ sind, das heißt von staatlichen Stellen ausgegeben werden, bewegt ihn nicht dazu, sie für informativ zu halten.
Das Einzige, was auch diese Zahlen zeigen, ist, dass die WHO und das RKI die Menschen glauben machen möchten, dass das neue Coronavirus sehr gefährlich sei.

Die Staatsfrage 

Wer annimmt, dass der Staat, also Regierung, Behörden et cetera, zwar oft Fehler mache und Mängel an Intelligenz und Kompetenz aufweise, aber im Grunde doch auf das Wohl des Volkes ausgerichtet sei, wird meine Schlussfolgerung, dass das neue Coronavirus nicht besonders gefährlich sei, schwer annehmen können. In der Erkenntnistheorie sagen wir: Er schreibt meiner These eine niedrige oder null Ausgangswahrscheinlichkeit zu.
Meine gründliche Antwort darauf würde erstens das „An ihren Taten werdet ihr sie erkennen“ verfolgen und zweitens näher untersuchen, was der Staat ist und ob das Gute ihn überhaupt bewegen kann.
Hier will ich den Leser nur dazu ermuntern, dem eigenen Verstand mehr zu vertrauen als dem Staat (inklusive RKI und WHO).
Man sollte nicht aus der Annahme, dass der Staat nicht so böse sein kann, schließen, dass die Absicht hinter dem Lockdown eine gute ist, sondern man sollte aus der Ungefährlichkeit des neuen Coronavirus schließen, dass die Absicht hinter dem Lockdown keine gute ist.
Man braucht sich ja nicht darauf festlegen, welche Absicht besteht. Es können mehrere Absichten sein, und es kann sein, dass die deutschen Politiker selbst keine weitreichenden Ziele wie Zwangsimpfung, Bevölkerungsreduzierung oder Weltregierung verfolgen, sondern dass sie Druck ausgesetzt sind, der sie zu dem Lockdown bewegt.
Und die Lust am Herrschen und am Kontrollieren scheint sowohl vielen deutschen Politikern als auch Beamten in den Behörden und vielen Polizisten und Grenzbeamten auch nicht fremd zu sein.
Doch egal, wie die Handlungen der staatlichen Organe genau zustande gekommen sind: Der Lockdown ist ein Verbrechen! Der verursachte Schaden ist furchtbar.
Kleinen und großen Unternehmern wurden riesige Verluste zugefügt.  Viele Unternehmen wurden samt dem, was sie für uns getan haben, zerstört. Alte Menschen durften ihre Kinder und Enkel nicht mehr sehen und mussten sogar ohne deren Nähe sterben. Gottesdienste, Konzerte, Tagungen und alle möglichen anderen Veranstaltungen – sogar das Münchner Oktoberfest – wurden verboten. Kinder wurden gezwungen, im Pausenhof voneinander Abstand zu halten. Menschen wurden dazu gebracht, den Mitmenschen als Gefahr anzusehen.
Gut ist jedoch, wie viele Menschen nun für das Gute und gegen das Böse kämpfen und die staatlichen Lügen zu durchschauen beginnen. Nicht nur der durch den Lockdown verursachte Schaden, sondern auch dieses durch den Lockdown veranlasste Gute wird lang andauernde Folgen haben.

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