Donnerstag, 28. Mai 2020

Nationaler Skandal

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Die Art und Weise, wie die 'Covid-Todesfälle' gezählt werden, ist ein nationaler Skandal

Wir haben keine Ahnung, wie viele Menschen wirklich durch diese Krankheit ums Leben gekommen sind

Dr. John Lee ist ein ehemaliger Professor für Pathologie und beratender Pathologe des NHS


ZUSAMMENFASSUNG
  • bestürzt über die Veränderungen, die während der Coronavirus-Epidemie eingeführt wurden → führen dazu, dass die Pathologie nicht die Rolle spielt, die sie zum Verständnis dieser neuen Krankheit haben sollte
  • Pathologie das Studium von Krankheiten→  Sinn des Wissens über Krankheiten besteht darin, über Ansätze zu ihrer Prävention und Behandlung zu informieren
  • Autopsien suchen die Todesursache →  man ist oft überrascht, dass dies in der Welt der modernen Medizin notwendig ist, aber Tests und Bilder können irreführend sein, und die behandelnden Ärzte können aufgrund des ersten Eindrucks oder unvollständiger Beweise feste Vorstellungen von der Sache haben
  • Autopsiestudien zeigen in einem Viertel bis zu einem Drittel der Fälle große Diskrepanzen zwischen den tatsächlichen Befunden und der klinischen Diagnose→   in etwa einem Sechstel der Fälle könnte das Wissen das Leben gerettet haben 
  • sehr früh in der Corona-Epidemie wurden die Regeln für die Todesbescheinigung geändert→ es wurden Leitlinien herausgegeben, die die Zahl der Überweisungen zur Autopsie eher verringern als erhöhen
  • normalerweise werden zwei Ärzte benötigt, um einen Todesfall zu bescheinigen → nur bei Covid-19 kann die Bescheinigung von einem einzigen Arzt vorgenommen werden, und es ist nicht erforderlich, dass dieser den Patienten untersucht hat (eine Video-Konsultation in den vier Wochen vor dem Tod reicht, um den Tod Covid-19 zuzuschreiben)
  • bei Todesfällen in Pflegeheimen ist die Situation noch außergewöhnlicher →  Pflegeheimbetreiber können eine Erklärung abgeben, dass ein Patient an Covid-19 gestorben ist
  • seit dem 29. März umfasst die Zahl der "Covid-Todesfälle" alle Fälle, in denen Covid-19 einfach nur auf der Sterbeurkunde erwähnt wurde → unabhängig von einem positiven Testergebnis und unabhängig davon, ob es möglicherweise zufällig zum Tod geführt hat oder direkt dafür verantwortlich war oder nicht
  • seit dem 29. April umfassen die Zahlen auch die Fälle in Pflegeheimen, bei denen einfach davon ausgegangen wird, dass es sich um Covid-19 handelt
  • in einer Zeit also, in der genaue Todesstatistiken wichtiger denn je sind, wurden die Regeln so geändert, dass sie weniger zuverlässig sind als je zuvor
  • wie viele der überzähligen Todesfälle während der Epidemie sind auf Covid-19 zurückzuführen, und wie viele sind auf unsere gesellschaftlichen Reaktionen der Reorganisation des Gesundheitswesens, der Abriegelung und der sozialen Distanzierung zurückzuführen? 
  • es gibt starke Hinweise darauf, dass viele, vielleicht sogar die Mehrheit, eher auf unsere Reaktionen als auf die Krankheit selbst zurückzuführen sind
  • eine der bisher nicht wahrgenommenen Tragödien dieser Epidemie ist die riesige verpasste Chance, Covid-19 besser zu verstehen →  in einem Land, das immer auf die Qualität seiner Fakten und Zahlen stolz war, sind die fehlenden Covid-19-Daten ein nationaler Skandal.

https://corona-transition.org/das-bag-staunt-kaum-neuinfektionen-trotz-lockerung

Das BAG staunt: Kaum Neuinfektionen trotz Lockerung

Veröffentlicht am 28. Mai 2020 von DP.

Nach der ersten Lockerung vom 11. Mai und dem zweiten Lockerungsschritt kurz danach, war das Bundesamt für Gesundheit davon überzeugt, steigende Infektionszahlen rapportieren zu können. Es kam – einmal mehr – anders.
Die Zahlen fallen, berichtete Daniel Koch im Erklärungsnotstand. «Nicht mal Koch weiss, warum», titelte mitfühlend Hofberichterstatter Blick.



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Prof. Dr. Peter Gaidzik, 28.05.20 17:07
Peter Gaidzik ist approbierter Arzt und Jurist in einer Person. Er ist als Rechtsanwalt in Hamm tätig, leitet parallel das Institut für Medizinrecht an der Universität Witten/Herdecke und ist dort seit 20 Jahren auch geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Ethik-Kommission, die in der Prüfung medizinischer Forschungsprojekte Erkenntnisgewinn, Nutzen und Risiken zu beurteilen hat.

"Lockdown war falsch": Medizinrechtler kritisiert Medien und Politik - und kommt zu eindeutigen Schlüssen

War es richtig, die Wirtschaft und das soziale Leben im gesamten Land wegen des Coronavirus auf Null zu fahren? „Nein, das war es nicht“, sagt Prof. Dr. Peter Gaidzik. „Der volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Schaden ist da, aber es ist sehr zweifelhaft, ob der Lockdown für die rückläufigen Infektionszahlen verantwortlich gemacht werden kann.“

ZUSAMMENFASSUNG
  • Sein Fazit: „Wir wissen viel zu wenig über dieses Virus. Die Evidenz ist erschreckend gering. Die Studien, die es bislang zu diesem Thema gibt, sind methodisch angreifbar oder gelangen zu völlig gegensätzlichen Ergebnissen. Letztlich stochern alle mit einer ganz langen Stange im Nebel herum.“
  • Maskenpflicht →  Studien zeigen die keinerlei signifikanten Effekt in der Keimreduktion
  • „Würde man sagen, ,Wir wissen nicht, ob es etwas bringt‘, würde das der vorhandenen Datenlage entsprechen.“ Aber genau das geschehe nicht.
  • zunehmender Tendenz →  bloße Plausibilitäten wreden von der Politik und den Leitmedien als bewiesene wissenschaftliche Wahrheiten dargestellt 
  • „Der eine hat recht, und derjenige, der widerspricht, ist automatisch ein staatsgefährdender Idiot. Das kann nicht richtig sein. Es widerspricht dem grundlegenden Prinzip des Meinungsstreits als Methode wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns und birgt große gesellschaftliche Gefahren." 
  • aus medizinischer Sicht fehle es an gesicherten Erkenntnissen über die Art und Weise, wie sich das Virus verbreitet, welche Begleitfaktoren eine Rolle spielen und wie intensiv der Kontakt sein muss, um sich zu infizieren
  • der Lockdown sei falsch gewesen →  das sage er nicht erst jetzt und im Nachhinein. „Schon damals waren die Infektionszahlen doch erkennbar rückläufig. Man hätte nach den ersten Maßnahmen abwarten können und sollen, um zu erkennen, ob und welche Effekte sich einstellen.“
  • der Weg Schwedens mit Empfehlungen statt mit bußgeldbewehrten Verboten ist nach Gaidzik keineswegs ein unverantwortliches Roulette, wie hierzulande gern behauptet → vielmehr beeindrucken ihn der dortige Ministerpräsident Stefan Löfven und insbesondere sein wissenschaftlicher Berater Anders Tegnell mit ihrer besonnenen, unaufgeregten Art: „Sie halten seit Wochen trotz aller Anfeindungen ruhig ihren Kurs, räumen dabei auch offen Fehler ein, ohne in einen regulatorischen Aktionismus zu verfallen.
  • Dass es dort eine höhere Sterblichkeit gibt? →  für Gaidzik ist das nicht allein ausschlaggebend, zumal manche Länder mit scharfem Lockdown deutlich schlechter dastehen
  • „Infektionsschutz muss zum Ziel haben, Leben zu schützen. Aber es dürfen nicht gleichzeitig Leben und Gesundheit in anderer Hinsicht übermäßig bedroht werden.“
  • in Schweden seien Kindergärten und Grundschulen nicht geschlossen worden → wenn die These zutreffen würde, dass Kinder das Virus ebenso übertragen wie Erwachsene, müsste es doch längst einen messbaren Effekt außerhalb der Alten- und Pflegeheime geben
https://2tulpe30.blogspot.com/2020/05/usa.htmlhttps://2tulpe30.blogspot.com/2020/05/rki.html