Samstag, 25. April 2020

Swiss Propaganda Research

Medizinische Updates
  • Der kalifornische Arzt Dr. Dan Erickson berichtete in einer Pressekonferenz von seinen bisherigen Beobachtungen bezüglich Covid19. In Kalifornien und anderen Bundesstaaten seien die Krankenhäuser und Intensivstationen bisher weitgehend leer geblieben. Anhand der jeweiligen Positivenraten rechnet Dr. Erickson vor, dass die Letalität von Covid19 in Kalifornien derzeit bei 0.03% liege, in Spanien bei 0.05%, in Schweden bei 0.09% und im Bundesstaat New York bei 0.1%, während die Letalität der Grippe in den USA bei etwa 0.13% liege. (Hinweis: Die Positivenrate kann lokale „Hotspot-Effekte“ nicht abbilden). Die Wahrscheinlichkeit, Covid19 ohne Symptome oder mit milden Symptomen zu überstehen, liege bei über 95%. Dr. Erickson berichtet von Ärzten aus mehreren US-Bundesstaaten, die „unter Druck gesetzt“ wurden, Totenscheine auf Covid19 auszustellen, obwohl sie selbst nicht dieser Ansicht waren. Dr. Erickson argumentiert, dass die Ausgangssperren und die Angst das Immunsystem und die Gesundheit der Menschen schwächen. Es sei bereits eine deutliche Zunahme von „Sekundäreffekten“ wie Alkoholismus, Depressionen, Suiziden sowie Missbrauch von Kindern und Ehepartnern zu beobachten. Dr. Erickson empfiehlt, nur die Kranken und nicht die Gesunden bzw. die ganze Gesellschaft unter Quarantäne zu stellen. Ein Mundschutz mache nur in akuten Situationen wie im Krankenhaus Sinn, nicht jedoch im Alltag.
  • Professor Detlef Krüger, der direkte Vorgänger des bekannten deutschen Virologen Christian Drosten an der Charité-Klinik Berlin, erklärt in einem neuen Interview, dass Covid19 „in vieler Hinsicht mit der Grippe vergleichbar“ und „nicht gefährlicher als bestimmte Varianten des Grippevirus“ sei. Der „von der Politik entdeckte Mund-Nasen-Schutz“ hält Professor Krüger für „Aktionismus“ und eine potentielle „Keimschleuder“. Zugleich warnt er vor „massiven Kollateralschäden“ durch die getroffenen Maßnahmen.
  • Schweizer Pathologen kommen zum Ergebnis, dass viele der testpositiven Verstorbenen nicht an einer Lungenentzündung erkrankten, sondern eine Störung der Blutgefäße und damit des Sauerstoffaustauschs in der Lunge aufwiesen. Dies könnte erklären, warum die Beatmung von kritischen Covid19-Patienten oftmals nicht wirkungsvoll ist, und warum Patienten mit bestehenden Herz-Kreislauf-Problemen zur Risikogruppe gehören. Tatsächlich hätten alle obduzierten Personen an Bluthochdruck gelitten, ein Großteil sei stark übergewichtig (adipös) gewesen, und zwei Drittel hätten vorgeschädigte Herzkranzgefäße aufgewiesen.
  • Die neuesten Zahlen aus Italien zeigen (S. 12/13), dass von knapp 17,000 positiv getesten Ärzten und Krankenpflegern 60 verstarben. Bei den unter 50-Jährigen ergibt sich daraus eine Covid19-Letalität von unter 0.1%, bei den 50- bis 60-Jährigen von 0.27%, bei den 60- bis 70-Jährigen von 1.4%, und bei den 70- bis 80-Jährigen von 12.6%. Selbst diese Werte dürften noch zu hoch sein, da es sich um Todesfälle mit und nicht unbedingt durch Coronaviren handelt, und da bis zu 80% der Personen asymptomatisch bleiben und einige von ihnen womöglich nicht getestet wurden. Insgesamt stimmen die Werte jedoch mit jenen z.B. aus Südkorea überein und ergeben für die Allgemeinbevölkerung eine Sterblichkeit im Bereich der Influenza.
  • Der Chef des italienischen Zivilschutzes erklärte Mitte April, dass in der Lombardei über 1800 Menschen in Pflegeheimen starben und die Todesursache in vielen Fällen noch nicht klar sei. Bereits zuvor wurde bekannt, dass die Alters- und Pflegeversorgung und in der Folge die gesamte Krankenversorgung in Teilen der Lombardei aufgrund der Angst vor dem Virus und dem Lockdown zusammengebrochen war.
  • Die neuesten Zahlen aus Belgien zeigen, dass auch dort etwas über 50% aller zusätzlichen Todesfälle in Alters- und Pflegeheimen vorfallen, die durch einen allgemeinen Lockdown nicht geschützt werden. Bei 6% dieser Todesfälle war Covid19 „bestätigt“, bei 94% der Todesfälle wurde es „vermutet“. Etwa 70% der testpositiven Personen (Mitarbeiter und Bewohner) zeigten zum Zeitpunkt des Tests keine Symptome.
  • Der deutsche Impfexperte Professor Dr. Siegwart Bigl hält den Coronaschutz für „überzogen“. Es liege „keine Pandemie“ (mit besonders vielen Todesfällen) vor, der Lockdown sei unnötig und falsch gewesen. Der Vergleich mit der Influenza sei durchaus zulässig.
  • Der britische Guardian zitiert neue Studien, wonach die Luftverschmutzung ein „Schlüsselfaktor“ für Covid19-Todesfälle sein könnte. So seien 80% der Todesfälle in vier Ländern in den am stärksten verschmutzten Regionen erfolgt (darunter die Lombardei und Madrid).
  • Die deutsche ZEIT thematisiert die hohen Leerstände in deutschen Kliniken, die in manchen Abteilungen bis zu 70% betragen. Selbst Krebsuntersuchungen und nicht akut überlebens­notwendige Organ­trans­plan­tationen seien abgesagt worden, um Platz für Covid19-Patienten zu schaffen, die bisher jedoch größteneils ausblieben.
  • In Deutschland wurde eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und in Einzel­handels­geschäften eingeführt. Der Präsident des Weltärzteverbands, Frank Montgomery, hat dies als „falsch“ und die vorgesehene Verwendung von Schals und Tüchern als „lächerlich“ kritisiert. Tatsächlich zeigen Studien, dass die Verwendung von Masken im Alltag bei gesunden und asymptomatischen Menschen keinen messbaren Nutzen bringt, weshalb der Schweizer Infektiologe Dr. Vernazza von einem „Medienhype“ sprach. Andere Kritiker sprechen von einem Symbol des „erzwungen, öffentlich sichtbaren Gehorsams“.
  • Eine WHO-Studie fand 2019 für die Wirksamkeit von Maßnahmen wie „Social Distancing“, Reisebeschränkungen und Ausgangssperren „wenig bis keine wissenschaftlichen Belege“.
  • Ein deutsches Labor erklärte Anfang April, dass Covid19-Virentests laut Empfehlung der WHO neu auch dann als positiv gelten, wenn die spezifische Zielsequenz des Covid19-Virus negativ und nur die allgemeinere Coronaviren-Zielsequenz positiv ist. Dies kann jedoch dazu führen, dass auch andere Coronaviren (Erkältungsviren) ein falsches positives Testergebnis auslösen. Das Labor erklärte außerdem, dass Covid19-Antikörper oftmals erst zwei bis drei Wochen nach Symptombeginn nachweisbar sind. Dies muss berücksichtigt werden, damit die tatsächliche Anzahl der Personen, die bereits gegen Covid19 immun ist, nicht unterschätzt wird.
  • Sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland haben einzelne Politiker eine „Impfpflicht gegen Corona“ gefordert. Allerdings führte etwa die Impfung gegen die sog. „Schweinegrippe“ von 2009/2010 zu teilweise schweren neurologischen Schäden insbesondere bei Kindern und zu Schaden­­ersatz­forderungen in Millionenhöhe.
  • Professor Christof Kuhbandner: Von der fehlenden wissenschaftlichen Begründung der Corona-Maßnahmen: „Die berichteten Zahlen zu den Neuinfektionen überschätzen die wahre Ausbreitung des Coronavirus sehr dramatisch. Der beobachtete rasante Anstieg in den Neuinfektionen geht fast ausschließlich auf die Tatsache zurück, dass die Anzahl der Tests mit der Zeit rasant gestiegen ist (siehe Abbildung unten). Es gab also zumindest laut den berichteten Zahlen in Wirklichkeit nie eine exponentielle Ausbreitung des Coronavirus. Die berichteten Zahlen zu den Neuinfektionen verbergen die Tatsache, dass die Anzahl der Neuinfektionen bereits seit in etwa Anfang bis Mitte März sinkt.“

  • Schweden: Mediendarstellung versus Realität
    Manche Leser waren überrascht über die Abnahme der Todesfälle in Schweden, denn in den meisten Medien wird eine steil ansteigende Kurve gezeigt. Woran liegt das? Die meisten Medien zeigen kumulierte Zahlen nach Meldedatum, während die schwedischen Behörden die deutlich aussagekräftigeren täglichen Zahlen nach Todesdatum veröffentlichen.
    Die schwedischen Behörden haben stets betont, dass die neu gemeldeten Fälle nicht alle innerhalb der letzten 24 Stunden verstorben sind, doch viele Medien ignorieren das (siehe Grafik unten). Die jüngsten schwedischen Zahlen können zwar wie in allen Ländern noch etwas zunehmen, aber am grundsätzlich abnehmenden Trend ändert das nichts mehr.
    Hinzu kommt noch, dass auch diese Zahlen Todesfälle mit und nicht zwingend an Coronaviren darstellen. Das Durchschnittsalter liegt auch in Schweden bei über 80 Jahren, ca. 50% der Todesfälle geschahen in Pflegeheimen, der Effekt auf die Allgemeinbevölkerung blieb minimal, obschon Schweden über eine der tiefsten intensivmedizinischen Kapazitäten Europas verfügt.
    Allerdings hat auch die schwedische Regierung im Zuge von „Corona“ neue Notstands­befug­nisse erhalten und könnte an späteren Programmen zu Kontakt­verfolgungen teilnehmen. Siehe dazu auch das Interview mit dem ehemaligen schwedischen Chefepidemiologen Professor Johan Giesecke, das von der Weltwoche auf Deutsch zusammengefasst wurde.
 
  • Situation in Großbritannien
    Die Todesfälle in Großbritannien sind in den letzten Wochen sehr stark angestiegen, bewegen sich indes immer noch im Bereich der schwersten Grippewellen der letzten fünfzig Jahre. Auch in Großbritannien fallen bis zu 50% der zusätzlichen Todesfälle in Alters- und Pflegeheimen an, die von einem allgemeinen Lockdown nicht profitieren.
    Bei bis zu 50% der zusätzlichen Todesfälle soll es sich zudem nicht um Covid19-Verdachtsfälle handeln, und bis zu 25% der zusätzlichen Todesfälle ereignen sich zuhause. Auch in Großbritannien ist mithin nicht klar, ob der allgemeine Lockdown mehr nützt oder schadet.
    Frasor Nelson, der Editor des britischen Spectator, berichtet davon, dass Regierungs­stellen durch den Lockdown mittelfristig mit bis zu 150,000 zusätzlichen Todesfällen rechnen, deutlich mehr, als Covid19 voraussichtlich verursachen wird. Zuletzt wurde der Fall einer 17-jährigen Sängerin bekannt, die sich wegen des Lockdowns das Leben nahm.
    Auffallend ist, dass England im Unterschied zu anderen Ländern auch eine deutlich erhöhte Sterblichkeit bei den 15- bis 64-Jährigen aufweist. Dies könnte womöglich an den häufigen Herz-Kreislauf-Vorerkankungen liegen, oder aber durch die Effekte des Lockdowns bedingt sein.
    Das Projekt InProportion hat zahlreiche neue Grafiken veröffentlicht, die die aktuelle Sterblichkeit ins Verhältnis zu früheren Grippewellen und anderen Todesursachen setzen. Weitere Websites, die sich kritisch mit den Maßnahmen befassen, sind Lockdown Skeptics und UK Column.
    UK: Wöchtenliche Sterblichkeit (InProportion)
    Schweiz: Übersterblichkeit deutlich unter starken Grippewellen

  • Eine erste serologische Studie der Universität Genf kommt zum Ergebnis, dass im Kanton Genf mindestens sechsmal mehr Personen mit Covid19 Kontakt hatten, als bisher angenommen. Damit sinkt die Letalität von Covid19 auch in der Schweiz in den Promillebereich, während offizielle Quellen teilweise noch immer von bis zu 5% sprechen.
  • Auch im am stärksten betroffenen Kanton Tessin sind knapp die Hälfte der zusätzlichen Todesfälle in Altersheimen erfolgt, die vom allgemeinen Lockdown nicht profitieren.
  • In der Schweiz wurden bereits 1.85 Millionen oder über ein Drittel aller Arbeitnehmenden für Kurzarbeit angemeldet. Die volkswirtschaftlichen Kosten werden von der ETH für die Periode von März bis Juni auf 32 Milliarden geschätzt.
  • Die ETH Zürich hat ihre Studie zur Reproduktionszahl von Covid19 angepasst und „unterstützt“ nun den Lockdown des Bundesrates. Am grundsätzlichen Ergebnis der Studie ändert dies indes nichts: Die Reproduktionszahl fiel bereits vor dem Lockdown auf den stabilen Wert von 1, einfache Alltags- und Hygienemaßnahmen genügten hierfür und der Lockdown war für die Eindämmung der Epidemie somit unnötig.
  • Infosperber: Corona: NZZ deckt das Nachplappern anderer Medien auf. „Grosse Medien verschweigen, dass sie sich bei Covid-19-Zahlen auf intransparente Daten stützen.“
  • Ktipp: Bund: Fast alle Zahlen ohne Gewähr. „Dieses Jahr starben in den ersten 14 Wochen weniger unter 65-Jährige als in den letzten fünf Jahren. Bei den über 65-Jährigen war die Zahl ebenfalls verhältnismässig tief.“
Die folgende Grafik zeigt, dass die Gesamtsterblichkeit in der Schweiz im ersten Quartal 2020 im Normalbereich und bis Mitte April immer noch rund 2000 Personen unter der Grippewelle von 2015 lag. 50% der Todesfälle ereigneten sich in Altersheimen, die von einem Lockdown nicht profitieren.
Insgesamt ereigneten sich rund 75% der zusätzlichen Todesfälle zuhause, während Krankenhäuser und Intensivstationen weiterhin stark unterbelegt sind und zahlreiche Operationen abgesagt wurden. Auch in der Schweiz stellt sich mithin die sehr folgenschwere Frage, ob der „Lockdown“ nicht mehr Existenzen und Leben gekostet als gerettet haben könnte.


Kumulierte Sterblichkeit im Vergleich zum Erwartungswert, 2010 bis 2020.

Politische Updates
  • Die Website kollateral.news einer deutschen Fachanwältin sammelt Berichte zu „Lockdown-Leid“ und der tatsächlichen Situation in deutschen Krankenhäusern.
  • Deutsche Hausärzte haben einen Appell an Politik und Wissenschaft veröffentlicht, in dem sie „einen verantwortlicheren Umgang mit der Corona-Krise“ fordern.
  • Ein Münchner Lokalradio, das im März Corona-kritische Ärzte interviewte, wurde nach Beschwerden von der zuständigen Medienaufsicht informiert, dass „derartige problematische Sendungen zukünftig auszubleiben“ haben.
  • Video: Im australischen Bundesstaat Queensland hat ein Polizeihelikopter mit Nachtsichtgerät drei junge Männer aufgespürt, die nachts auf einem Hausdach ein Bier tranken und damit die „Corona-Vorschriften“ verletzten. Über ein Megaphon wurden die Männer informiert, dass das Gebäude „von der Polizei umstellt“ ist und sie sich zum Ausgang begeben müssen. Die Männer wurden mit je ca. $1000 bestraft.
  • Der Corona-kritische Schweizer Arzt, der von einem Sonderkommando der Schweizer Polizei verhaftet und in die Psychiatrie eingeliefert wurde (siehe Update vom 15. April), ist inzwischen wieder frei. Eine Recherche des Magazins Weltwoche ergab, dass der Arzt unter Vorgabe falscher Gründe verhaftet wurde: es habe keine Bedrohung von Angehörigen oder Behörden und kein Besitz einer geladenen Waffe vorgelegen. Damit erscheint eine politisch oder lokalpolitisch motivierte Einweisung wahrscheinlich.
  • Sowohl in Österreich als auch in Ungarn droht Ärzten, die sich kritisch zu den Corona-Maßnahmen geäußert haben, ein Berufsverbot
  • In Nigeria tötete die Polizei beim Durchsetzen der Corona-Ausgangssperren bisher laut offiziellen Angaben mehr Menschen als das Coronavirus selbst.
  • In Israel kann der Inlands- und Antiterror-Geheimdienst Shin Bet in Zusammenarbeit mit der Polizei seit Mitte März die Mobiltelefone der Bevölkerung überwachen, um im Kontext von Covid19 Kontakte nachzuverfolgen und Hausarrest anzuordnen. Diese Maßnahmen wurden zunächst ohne Zustimmung des Parlaments verfügt und sollen vorerst bis Ende April gelten.
  • OffGuardian: The Seven Step Path from Pandemic to Totalitarianism. (Deutsche Übersetzung)
  • UK Column: Who controls the British Government response to Covid–19?
  • Kurt Nimmo: „COVID-19, Smartphone Surveillance, and the State“