Dienstag, 2. Juni 2020

Psychodynamik

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Dr. Alexander Meschnig, geboren 1965 in Dornbirn (Österreich), studierte Psychologie und Pädagogik in Innsbruck. 1992 Umzug nach Berlin und Promotion in Politikwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Zur Psychodynamik einer Pandemie


ZUSAMMENFASSUNG:
  • 30. Mai, bezogen auf eine Gesamtbevölkerung von 80 Millionen: 0,012 Prozent aktive Fälle →  sehr geringes Risiko, sich gegenwärtig anzustecken 
  • seit Beginn der Krise wird die Zahl der Infektionen ständig in ansteigender Kurve kumulativ gezeigt →  erzeugt den Eindruck einer unheilvollen Dynamik, man hat den Eindruck, es geht hier nur noch um Angstmache und die Legitimation der eigenen Politik und Agenda
  • Angst ist nicht rational, über Angst lässt sich weder streiten noch debattieren → Angst vor etwas Unbekanntem hat zur Folge, dass man sich nach Führung sehnt, die guten Umfragewerte, vor allem die der CDU, hängen mit der Rhetorik der Härte zusammen
  • je größer der Einsatz, je gewaltiger die Entscheidung, desto rechthaberischer machen diejenigen, die sie getroffen haben, weiter → aufhören und umkehren würde das Eingeständnis eines möglichen Irrtums beinhalten und so wird weiter Angst erzeugt
  • außerdem kann man immer, es gibt keine Möglichkeit der Gegenprüfung, sagen: Wir haben mit unseren Maßnahmen Schlimmeres verhindert, egal wie das Ganze ausgehen wird
  • im Kontext von Corona ein essentialistischer Begriff von „Leben“, der jede weitere Diskussion unterbindet →  Deutsche Ethikrat stellt aber klar: 
    • „Auch der gebotene Schutz menschlichen Lebens gilt nicht absolut. Ihm dürfen nicht alle anderen Freiheits- und Partizipationsrechte sowie Wirtschafts-, Sozial- und Kulturrechte bedingungslos nach- bzw. untergeordnet werden. Ein allgemeines Lebensrisiko ist von jedem zu akzeptieren.“
  • jeder  Politiker weiß, dass Nichthandeln im Nachhinein wesentlich schwerere Konsequenzen für die eigene Position bedeutet als Falschhandeln → dass Schweden hier einen anderen Weg gegangen ist, zeigt ein ungeheures Selbstbewusstsein 
  • das Problem ist nun, dass die propagierten „rettenden Maßnahmen“ recht behalten müssen, jeder Zweifel daran ist in gewisser Weise eine narzisstische Kränkung, nachdem man sich als Akteur in einer Ausnahmesituation als souverän und anerkannt erlebte → diese psychische Disposition ist, wie der Psychotherapeut Hans-Joachim Maaz anmerkt:
    •  „in typischer Weise empathielos für die von den Maßnahmen Betroffenen und auf das eigene bedeutungsschwere Machthandeln zentriert, so dass alle wirtschaftlichen, psychologischen, sozialen und finanziellen Folgen verblassen.“
  • eine breite Diskussion über die politischen Entscheidungen, die die ökonomischen, gesellschaftlichen und auch psychologischen Folgen berücksichtigt hätten, wurde praktisch nicht zugelassen →  Kritiker der Regierungsmaßnahmen, auch wenn sie bis dato anerkannte Wissenschaftler waren, wurden in die Ecke von Scharlatanen oder Verschwörungstheoretikern gestellt
  • maßgeblich dafür waren der öffentlich-rechtliche Rundfunk und die allermeisten Medien, die sich mehr oder weniger als Verlautbarungsorgane der Regierung verhalten
  • „Gesundheitsschutz“ als nicht mehr hinterfragbare Kategorie, die jedem, der es wagt, hier vorsichtig Fragen zu stellen oder Kritik anzubringen, als eiskalten Menschenfeind deklariert → Spaltung der deutschen Gesellschaft in Hell und Dunkel 
  • die Erzeugung von Panik im Kontext von Corona gibt die Möglichkeit, alle Ängste auf eine Bedrohung zu projizieren, die „besiegt“ werden kann →  alle anderen drängenden Probleme in den Hintergrund schieben
  • Hans-Joachim Maaz:
    • Die Pandemiepsychose eröffnet die Möglichkeit für die Herstellung einer neuen totalitären Weltordnung zur Rettung der Menschheit. Die Virusangst muss nur längere Zeit geschürt werden, zum Beispiel durch Virusmutation oder „neue“ Viren, sodass praktisch alle Notstandsgesetze fortdauern müssen. Mit der Infektions- und Todesangst werden jeder Protest und auch alle Gegenbeweise im Keime erstickt und alle schwerwiegenden Folgen, wie Arbeitslosigkeit, Insolvenz, Verarmung, soziale Not, schwere psychische und psychosoziale Erkrankungen, Gewalt, werden den Viren angelastet. Die politischen und ökonomischen Verhältnisse und Ursachen bleiben unangetastet. Die Politik ist praktisch exkulpiert – das mag jeden Verantwortlichen zur Leugnung latenter Zweifel am eigenen Fehlverhalten beflügeln.
  • Corona hat sich verselbstständigt →  als Instrument zur vollkommenen Verunsicherung ganzer Bevölkerungen und der Aussetzung elementarer Grundrechte
  • sinnvoll wären gewesen: Beginn der Pandemie bestimmte Regeln → keine Massenveranstaltungen in geschlossenen Räumen, Schutz besonders gefährdeter Personen, etwa alter Menschen, medizinischen Personals, Vorerkrankter

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Norbert Häring (* 1963) ist ein deutscher Wirtschaftsjournalist. Er ist seit 2002 Redakteur für Wirtschaftswissenschaft und Konjunktur beim Handelsblatt.


Was die Neuwagenprämie über das Wesen des Finanzkapitalismus verrät




ZUSAMMENFASSUNG:
  •  VW, BMW und Daimler haben 2020 insgesamt knapp sechs Milliarden Euro Dividende ausgeschüttet→  das Wirtschaftsministerium will nun fünf Milliarden Euro Steuergeld einsetzen, um den Absatz ihrer Autos zu fördern
  • ein ganz kurzer Blick auf die ökonomische Kapitaltheorie, die derartige Raubzüge der Kapitalbesitzer ideologisch unterfüttert und rechtfertigt
  • für Lehrbuchökonomen ist Kapital der zweite Produktionsfaktor neben Arbeit →  kein Kapital, keine Produktion
  • sie machen dabei aber keinen Unterschied zwischen Maschinen und Anlagen, die tatsächlich in der Produktion eingesetzt werden, und Finanzkapital 
  • Finanzkapital  bremst Produktion und Absatz, indem es einen Teil der Ergebnisse für sich reklamiert und zur Steigerung dieses Anteils darauf drängt, dass nicht zu viel produziert wird →  wenn man zu viel produziert sinkt der Preis und damit der Gewinn
  • müssten die Autobauer zur Befriedigung der Renditeforderungen des Kapitals nicht Gewinne machen und Dividenden ausschütten, könnten sie ihre Autos um einige Tausend Euro billiger machen und entsprechend mehr davon absetzen und produzieren
  • Ja aber, kann man nun sagen, die Kapitalisten stellen ja auch das Geld bereit, mit dem die nötigen Maschinen gekauft werden. Dafür wollen sie Rendite. Ohne Rendite kein Geld, ohne Geld, keine Maschinen, ohne Maschinen keine Autos.
  • wären die Unternehmen zum Beispiel als Stiftungen oder Genossenschaften organisiert, die gar keine oder sehr begrenzt Gewinne ausschütten dürfen und müssen, dann würden erwirtschaftete Gewinne nicht als Dividenden abfließen, sondern könnten zur Finanzierung von Investitionen, niedrigeren Preisen und höheren Löhnen eingesetzt werden
  • es würde auch hier Kapital im Unternehmen eingesetzt, aber nur Produktionskapital, kein Finanzkapital mit Vergütungsansprüchen, das Geld aus dem Unternehmen zieht
  • im Kapitalismus dagegen wird Finanzkapital von außen aufgenommen und Gewinne werden an die Kapitalbesitzer ausgeschüttet, um dann wieder an die Unternehmen zu gehen, und zwar bevorzugt an diejenigen, die die Kapitalbesitzer am besten behandeln und ihnen die höchsten Renditen versprechen.



 Mit dem Begriff „Verschwörungstheorie“ verbinde ich Aussagen, die sich jeder empirischen Prüfung entziehen (vgl. Forberger 2020)


https://corona-transition.org

Übersterblichkeit in britischen Altersheimen ist eher die Folge der Massnahmen als der Infektion selber


Eine neue, vom British Medical Journal unter dem Titel «Covid-19: “Staggering number” of extra deaths in community is not explained by covid-19» veröffentlichte Studie kommt zum Schluss, dass die Übersterblichkeit in britischen Altersheimen weniger auf Sars-Cov-2, als vielmehr auf die Quarantäne-Massnahmen selber zurückzuführen ist.

Den Daten für April und Mai zufolge ist Covid-19 nur für 10.000 der 30.000 zusätzlichen Todesfälle verantwortlich, die während des Höhepunktes der Pandemie in Seniorenpflegeeinrichtungen registriert wurden. Der Artikel deutet darauf hin und zitiert auch britische Gesundheitsbeamte, die angaben, dass diese unerklärlichen Todesfälle möglicherweise darauf zurückzuführen sind, dass Quarantänemaßnahmen den Zugang älterer Menschen zu der von ihnen benötigten Gesundheitsversorgung verhindert haben.

Quelle: Arjun Walia: New UK Report Suggests Quarantine May Have Already Killed More Seniors Than The Coronavirus - 19. Mai 2020


https://corona-transition.org

Norwegens Ministerpräsidentin gibt zu, aus Angst gehandelt zu haben und zu weit gegangen zu sein




Am Mittwochabend legte die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg im norwegischen Fernsehen ein erstaunliches Geständnis ab: Sie sei in Panik geraten. Einige, ja sogar die meisten der harten Maßnahmen, die im Zuge des Lockdowns verhängt wurden, seien zu weit gegangen.

Es war ein Bekenntnis, wie es nur eine bodenständige und volkstümliche Politikerin vom Schlage Solbergs abgeben konnte. «Wahrscheinlich habe ich viele der Entscheidungen aus Angst getroffen», sagte sie und erinnerte die Zuschauer an die erschreckenden Bilder, die von Italien aus Medienkonsumenten erreichten.
Sie ist nicht die erste in Norwegen, die zu dem Schluss kommt, dass es übertrieben war, Schulen und Kindergärten zu schließen, alle von zu Hause aus arbeiten zu lassen oder Versammlungen auf maximal fünf Personen zu beschränken.

Quelle: Coronavirus: Norway wonders if it should have been more like Sweden - 30. Mai 2020 


Video 20 Minuten >>

Nutzen und Risiko der Maskenpflicht - Dr. med. Walter Weber (Ärzte für Aufklärung)


Dr. Walter Weber spricht über die Frage, inwieweit das Tragen von Masken sinnvoll, schädlich oder nicht sinnvoll ist.

WEB: https://www.aerzte-fuer-aufklaerung.de

https://2tulpe30.blogspot.com/2020/05/usa.htmlhttps://2tulpe30.blogspot.com/2020/05/rki.html