Wie gefährlich ist Corona wirklich? - Prof. Dr. Dr. Daniel von Wachter im Gespräch
Gunnar KaiserDaniel von Wachter (* 1970 in München) ist ein deutscher Religionsphilosoph und Direktor der Internationalen Akademie für Philosophie im Fürstentum Liechtenstein. Seine Forschungsschwerpunkte sind Metaphysik, analytische Religionsphilosophie, Ontologie, Kausalität, Naturgesetze und Willensfreiheit.
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Daniel von Wachter: Eine philosophische Untersuchung des Neuen Coronavirus
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Eine philosophische Untersuchung des Neuen Coronavirus
ZUSAMMENFASSUNGDas Neue Coronavirus (NCoV, SARS-CoV-2) verursacht bei durchschnittlich gesunden Menschen keine oder leichte grippale Symptome. Die schweren Symptome, die bei einigen NCoV-Infizierten auftreten, werden nur zum geringen Teil oder gar nicht durch das NCoV verursacht.
Auch ein Laie kann das erkennen. Das heißt, wenn er einige Informationen sammelt und richtig darüber nachdenkt, sollte er das rationalerweise glauben.
Die NCoV kann man nicht durch die Bestimmung der Letalitätsrate bestimmen, sondern nur durch eine Betrachtung der Fälle, in denen gesunde Menschen durch NCoV infiziert werden.
Verschwörungstheoriebekämpfung und andere Irrationalitäten Verschwörungstheorien
- der Begriff „Verschwörungstheorie“ dient dazu, eine Theorie oder eine Person epistemologisch abzuwerten
- normalerweise wäre die Definition: die betreffende Theorie behauptet die Existenz von Verschwörungen, also von Handlungen, die von mehreren Personen durchgeführt werden und die heimlich und böse sind
- Sprachgebrauch heute → abwertende Funktion: es werden die Theorien als „Verschwörungstheorien“ bezeichnet, welche einer von der Regierung oder von den Behörden verbreiteten Darstellung widersprechen (also: nur die Aussagender Regierung und der Behörden seien zuverlässig)
- im Januar - Stephanie Probst am 27.1.2020 in der Sendung „Quer“ im Bayerischen Rundfunk:
Panik breitet sich derzeit in Deutschland schneller aus als das Virus selbst. Die ersten laufen sogar schon mit Mundschutz durch die Städte. Und bewusste Falschmeldungen, Verschwörungstheorien und reißerische Überschriften über das Coronavirus dominieren derzeit die sozialen Medien. - ab März 2020 werden Aussagen, die das NCoV als nicht sehr gefährlich darstellen, als „Verschwörungstheorien“ bezeichnet: Verschwörungsmythen. Die Legende vom„Corona-Schwindel“.
Im Netz ist einneuer Mythos erschaffen worden: Der „Corona-Schwindel“knüpft nahtlos an bestehende Verschwörungslegenden an. etc. - man kann den Verschwörungstheoriebegriff gegen jede Auffassung verwende → er hat keine klare Definition
- es wird eine Stimmung erzeugt → die Darstellung der Regierung und der Behörden ist verlässlich und ihre Absichten sind , gutdie staatlichen Institutionen und die ihnen zustimmenden Personen seriös, die ihnen widersprechenden Personen unseriös
- wie begründet man eine Theorie: ein Argument für eine These verweist auf Indizien, die diese die These „stützen“ → es geht um das Abwägen von Indizien und damit um Wahrscheinlichkeiten
- die Aussage: x ist eine Verschwörungstheorie → enthält keinen Verweis auf ein Indiz, sie enthält kein Argument
- Faktenchecks gegen Verschwörungstheorien sind oft völlig argumentfrei → wollen wirken, indem sie die eigene These, dass die betreffende Verschwörungstheorie falsch sei, als selbstverständlich hinstellen
- der Autor stellt sich auf eine höhere Warte → er stellt sich als direkte Quelle der Wahrheit hin, die über das Diskutieren erhaben ist
- Argumente von "Aufklärern" gegen Verschwörungstheorien
(„Verschwörungstheorien. Böse Mächte und trojanische Pferde“ von JochenTaßler und Jana Heck (WDR), tagesschau.de, 2.4.2020. „Verschwörungstheorien zum Coronavirus. Apokalyptische Fantasien“, Oliver Deckerim Gespräch mit Nicole Dittmer, deutschlandfunkkultur.de, 23.3.202) - „Ein zentrales Element von Verschwörungsideologien ist, dass deren Anhänger sich als kleine, kritische Minderheit inszenieren, die im Gegensatz zur tumben Mehrheit die Wahrheit erkannt habe.“
– Antwort: Manchmal hat eine kleine, kritische Minderheit die richtige Auffassung und die Mehrheit nicht. Dass eine Auffassung von einer Minderheit vertreten wird, spricht weder für noch gegen ihre Wahrheit. - „Geprägt sind solche Weltbilder von einer festen Dichotomie [. . . ] Differenzierungen und Grautöne finden sich nicht.“ Oft wird auch gesagt: „Sie haben ein schwarz-weißes Weltbild.“
– Antwort: Die These des Kritisierten ist, dass das NCoV nicht besonders gefährlich ist. Wo ist da eine „feste Dichotomie“? Und wenn da so etwas wäre, spräche das an sich nicht gegen die Wahrheit der Theorie. Es ist keine allgemeine Wahrheit, dass Theorien, die „Grautöne haben“ (was auch immer das heißen mag), wahrscheinlicher sind als Theorien, die „schwarz-weiß“ sind oder „Schwarz-Weiß-Denken“ enthalten (was auch immer das heißen mag). Jede Theorie ist einzeln anhand der Indizien zu untersuchen, und das, was mit „Grautöne“ bzw. „schwarz-weiß“ gemeint ist, ist kein Hinweis auf ihre Wahrheit oder Falschheit. - „Dass manche Menschen diesen Theorien
Glauben schenken, ist aber auch psychologisch erklärbar, sagt
Sozialpsychologe Oliver Decker. Im Grunde würden
‚apokalyptische Fantasien, Reinigungsfantasien‘ im Zusammenhang
mit dem Coronavirus wieder hochgespült.“
Oder: „Verschwörungstheorien sprechen insbesondere diejenigen Menschen an, die schlecht mit Unsicherheit und Ambivalenz umgehen können. Ganz offensichtlich ist es so, dass es für viele Menschen einfacher ist zu akzeptieren, dass jemand Böses im Hintergrund die Strippen zieht, als zu akzeptieren, dass niemand die Strippen zieht, und die Dinge einfach so passieren und sich auch nicht immer klar in gut und böse unterteilen lassen.“– Antwort: Manche Überzeugungen haben irrationale Ursachen, d. h. sie beruhen nicht auf Gründen, sondern entstehen z. B. durch Wunschdenken, Angst oder auch „Reinigungsfantasien“. Aber wahre Überzeugungen haben in der Regel keine irrationalen, psychologischen Ursachen, sondern sie beruhen auf guten Gründen. Wenn in einem Fall „jemand Böses im Hintergrund die Strippen zieht“,dann ist es, wenn man Indizien hat, rational das zu glauben. Es gibt keinen Grund für die Annahme, dass nie jemand Böses im Hintergrund die Strippen zieht. Um eine psychologische Erklärung zu begründen, muss man zuerst die Falschheit der betreffenden Überzeugung aufweisen. Das Vorbringen einer psychologischen Erklärung einer Überzeugung ist kein Argument für die Falschheit der Überzeugung. - „Verschwörungstheoretiker suchen einfache Erklärungen in einer komplexen Welt“
– Antwort: Erklärungen zu suchen, ist ein wesentlicher Teil des Erkennens. Ein Kriterium für die Wahrheit von Theorien ist die Einfachheit. Bei gleicher Erklärungskraft ist die einfachere Theorie der komplizierteren vorzuziehen. Bei der Suche nach Erklärungen kann man natürlich vieles falsch machen, aber die Aussage „Die suchen einfache Erklärungen“ zeigt keinen Fehler auf. - „Auf den ersten Blick wirkt es seriös, mit großer Expertise ausgestattet und angesichts der aktuellen Corona-Krise auch beruhigend: Ärzte und andere Fachleute versichern, es sei alles nicht so schlimm, wie es scheint. Längst haben verschiedene Experten solche Aussagen widerlegt.“ Oder: „Wird die Zahl der Todesopfer durch Corona stark steigen, dürfte wahlweise davon die Rede sei, die Menschen seien gar nicht an Covid-19 gestorben. Genau das macht Verschwörungsideologien so attraktiv und gefährlich: Wer sich erst einmal auf solche Erklärungsmuster eingelassen hat, braucht die eigene Wahrnehmung nicht mehr zu hinterfragen.“
– Antwort: Hier werden Dinge genannt, welche die Kritisierten eigentlich richtigmachen: Sie sind Experten oder fragen Experten. Sie sagen, „die Menschen seien gar nicht an Covid-19 gestorben“. Der rationale Leser wartet jetzt auf ein Argument vom Verschwörungstheoriebekämpfer. Warum ist es denn falsch zu sagen, es sei alles nicht so schlimm? Warum ist es falsch zu sagen, „die Menschen seien gar nicht an Covid-19 gestorben“? Der Verschwörungstheoriebekämpfer vermeidet es geflissentlich, Argumente vorzutragen,sondern behauptet schlicht, das sei alles von Experten widerlegt, ohne dem Leser einen rationalen Grund dafür zu geben,das zu glauben. Und dann wieder eine Psychologisierung: „Wer sich erst einmal auf solche Erklärungsmuster eingelassen hat. . . “ Wieder ist da weit und breit kein Argument; nichts, was die Meinungen eines rationalen Menschen beeinflusst.
- viele Menschen sind für solche Suggestion und für Meinungsdruck anfällig → sie wollen nicht anderer Meinung sein als die Menschen um sie herum und nicht für dumm oder böse gehalten werden
- die normale und richtige Form einer Entgegnung auf eine Aussage: „Das ist falsch, hier sind meine Argumente . . . “ → Aussagen wie „Das ist eine Verschwörungstheorie“ und „Diese Theorie entspringt dem Bedürfnis nach einer einfachen Erklärung in einer komplexen Welt“ vermeiden genau das
- den Zuhörer nicht durch Argumente beeinflussen → sich auf eine erhöhte Warte stellen, von der aus man die Wahrheit sieht
- der Begriff „Fake News“ wird heute von vielen Politikern und in vielen Medien (BR, ARD, ZEIT) nicht im Sinne von „Lüge“ verwendet, sondern mit demselben Überlegenheitsgehabe wie bei den „Verschwörungstheorien“ → „Das ist falsch, da gibt es nichts zu diskutieren.“
- leicht knüpft sich an ihn die Forderung nach Zensur → Ursula von der Leyen, am 6.4.2020: Wir müssen dagegen [Fake news] angehen. Deshalb arbeiten wir mit den Betreibern der sozialen Netzwerke zusammen.
- natürlich sind die als „Fake News“ bezeichneten Aussagen nicht immer wahr → aber wer eine Aussage eines anderen als falsch oder als Lüge aufweisen will, soll Argumente vorlegen
- den anderen ohne Argumente herabsetzen und die eigene Meinung als selbstverständlich und als nicht der Begründung bedürftig hinstellen → ein manipulativer Versuch, die Wahrheitssuche abzuwürgen und den Leser davon abzubringen, die Wahrheit zu suchen und selbst nachzudenken
- „ARD-Faktfinder“,„dpa-Faktencheck“, „International Fact-CheckingNetwork“ → verspricht dem Leser einen direkteren Zugang zur Wahrheit als das mühsame Prüfen von Indizien ihn gewährt
- statt den anderen Meinungen in einer Diskussion auf Augenhöhe mit einer Gegenthese und Argumenten zu begegnen → der Autor stellt sich als Autorität über die Vertreter anderer Meinungen
- Beispiel für die herabsetzende Funktion des Begriffes „Faktencheck“ → 23.3.2020 veröffentlichte das ZDF einen Artikel von Nils Metzger mit der Überschrift „Corona-Faktencheck. Warum Sucharit Bhakdis Zahlen falsch sind“
- der argumentative Gehalt des Artikels rechtfertigt in keiner Weise diese herablassende, diskreditierende Behandlung → mehrfach sagt er einfach, Bhakdis Aussagen seien falsch, weil die WHO und das Robert-Koch-Institut (RKI) etwas anderes gesagt haben: doch dass es auch andere Meinungen gibt, ist kein Argument
- zudem stellt Metzger die Meinungsunterschiede falsch dar:
- Bhakdi habe gesagt, „dasVirus sei kaum gefährlicher als eine Grippe-Welle“ → Bhakdi hat aber in nichts über die Grippe gesagt
- Bhakdi: „99 % der Infizierten haben keine oder nur leichte Symptome“, das Robert-Koch-Institut (RKI): zwischen 51 und 81 % → Bhakdi meint mit 99 % die Gesamtzahl der Infizierten überhaupt, während das RKI sich auf das Kreuzfahrtschiff und ein Pflegeheim bezieht, was nicht repräsentativ ist
- RKI: 20 % aller Erkrankungen verlaufen schwer oder lebensbedrohlich → bezieht sich auf Fälle in China, wo wegen der hohen Luftverschmutzung eine höhere Zahl schwerer Verläufe zu erwarten als in Deutschland und getestet wurden meist diejenigen Personen, die Symptome haben: in dieser Gruppe treten wesentlich mehr schwere Symptome auf als in der Gruppe aller Infizierten
- hier hat das öffentlich-rechtliche ZDF einen Autor, der offensichtlich keinerlei wissenschaftliche Kompetenz hat, damit beauftragt, eben mal einen Wissenschaftler von Weltrang rhetorisch plattzumachen
- eine solche Behandlung eines hervorragenden Wissenschaftlers im öffentlich-rechtlichen Rundfunk bewirkt, dass Wissenschaftler davon abgeschreckt werden, sich öffentlich abweichend von der herrschenden Meinung zu äußern
→ sie müssen eine Beschädigung ihrer Karriere befürchten
- Wissenschaft funktioniert nicht so, dass einfach eine Institution, z. B. das RKI, die Ergebnisse der Wissenschaft verlässlich wiedergeben könnte und somit eine Rolle wie der Papst in der römisch-katholischen Kirche hätte → in den Wissenschaften gehört die kontroverse Diskussion zum Erkenntnisprozess
- die verschiedenen Meinungen müssen öffentlich hörbar sein, damit die Bürger sich ein Urteil bilden können und die Regierung beeinflussen und kontrollieren können
- in ihrer Ansprache vom 18.3.2020 sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel: Glauben Sie keinen Gerüchten, sondern nur den offiziellen Mitteilungen, die wir immer auch in viele Sprachen übersetzen lassen. → aber der rationale Mensch wird wird verschiedene Stimmen und Meinungen suchen
- bei jedem Text untersuchen, welche Argumente er vorbringt: sie prüfen und bedenken→ sich nicht beeinflussen zu lassen von Meinungsdruck, von Autoritätsgehabe, von Manipulationsversuchen und von Argumenten, die er nicht versteht
- Sterberate: es wird zwischen Mortalität und Letalität unterschieden → tritt in einer Region eine tödliche Seuche auf, sterben in dieser Region in dieser Zeit mehr Menschen als normal: die Mortalität steigt (Todesfälle in einem bestimmten Zeitraum in einer bestimmten Population)
- Übersterblichkeit: eine Erhöhung der Mortalität in einem bestimmten Zeitraum gegenüber der normalen Mortalität dieser Population zur gleichen Jahreszeit
- die Mortalität ist stark jahreszeitenabhängig → überdurchschnittliche Hitzewellen und Grippewellen
- Letalität: das Verhältnis der Anzahl der an einer bestimmten Krankheit Verstorbenen zur Anzahl der Erkrankten → wenn die betrachtete Gruppe der Erkrankten repräsentativ ist, kann man die Letalität als Wahrscheinlichkeit, dass ein Erkrankter an der Krankheit stirbt, deuten
- dabei spielt nicht nur die Gefährlichkeit der Krankheit an sich eine Rolle → auch die Umstände und die Behandlungsmethoden der Erkrankten
- der Glaube an die Gefahr einer Überlastung der Krankenhäuser entstand dadurch, dass die Letalitätsrate der Infektion durch NCoV geschätzt wurde → RKI, 27.2.2020: Letalitätsraten bei Grippe: 0,1 bis 0,2 %, bei dem Coronavirus fünf bis zehn mal so hoch, WHO, 3.3.2020: 3.4 % of reported cases have died
- Sterblichkeitsrate von 3,4 Prozent → sollten sich rund 70 % der Deutschen infizieren: 1,9 Millionen Tote
- die 1-%-Marke gilt unter den meisten Experten zusehends als eine realistische Größe → selbst wenn dies der Fall wäre, so wäre sie immer noch zehnmal so hoch wie die durchschnittliche Sterblichkeitsrate bei der saisonalen Grippe
- wenn sich 70 % der Deutschen infizieren, macht das 581.000 Tote und ein Vielfaches davon an COVID-19-Erkrankten, die auch eine Intensivbehandlung benötigen werden
- Deutschland verfügt über 28.000 Intensivbetten → bei 581.000Toten erwartet uns eine Katastrophe
- daher kam der Ruf: die Kurve abflachen, so dass die Zahl der gleichzeitig Erkrankten geringer wird → so wurden das staatliche Versammlungsverbot und das „Social Distancing“ eingeführt
- RKI, 3.4.2020: wie erwartet ist die Sterberate in Deutschland bei Covid-19-Patienten innerhalb weniger Tage angestiegen – von 0,8 auf nun 1,2 Prozent
- Lockdown beruht auf einer Abschätzung der Letalitätsrate (Rki sagt: „Sterberate“) → die Zahl der Todesfälle, die positiv getestet waren, durch die Zahl der positiv getesteten Menschen überhaupt teilen
- die Letalität überschätzen:
- aus „mit NCoV gestorben“ „an NCoV gestorben“ zu folgern
- die Zahl der positiv auf NCoV getesteten Menschen ist viel niedriger als die Zahl der durch NcoV Infizierten → es wird ja nur ein ganz kleiner Teil der Menschen getestet: nur die Verdachtsfälle oder die Menschen, die ins Krankenhaus kommen, das ist überhaupt nicht repräsentativ
- die geschätzten Letalitätsraten → rechtfertigen überhaupt keine Vorhersagen, sie sind unbegründet und irreführend
- die Letalitätsraten, die verbreitet wurden, wie die offizielle 3,4-Prozentrate der WHO, sind schreckenerregend – und bedeutungslos → die Patienten, die getestet wurden, sind überproportional diejenigen mit schweren Symptomen und schlimmen Verläufen
- die wahre Letalitätsrate ist der Anteil der Infizierten, die sterben (wobei man wissen müsste, wie viele insgesamt infiziert sind) → nicht der Anteil der Todesfälle unter den positiv getesteten Fällen
- Letalitätsraten sind bestimmbar und nützlich bei klinischen, feststellbaren Symptomen und Krankheiten, deren Verbreitung in der ganzen Bevölkerung einer Region bestimmt werden können → zum Beispiel kann man die Letalität von Lungenentzündung bestimmen
- die Verbreitung eines Virus in einer Bevölkerung hingegen kann man schwer bestimmen → ein sich so schnell ausbreitender Virus wie NCoV hat in kurzer Zeit den Großteil der Bevölkerung infiziert
- der Zweck eines Tests ist, die beste Behandlungsmethode zu bestimmen → etwa um zu entscheiden, ob und welches Antibiotikum gegeben werden soll
- die Gefährlichkeit des NCoV läßt sich nicht durch die Bestimmung der Letalitätsrate bestimmen → sondern nur durch die Beobachtung von gesunden Menschen, die sich durch NcoV infizieren
- im Alltag bezeichnen wir oft den letzten Auslöser eines Ereignisses als dessen Ursache, z. B. den Funken, der die Explosion verursacht hat → mitgewirkt haben aber auch das Vorhandensein des Gases und etliches mehr = „Teilursachen“
- die Angabe einer einzigen Ursache beschreibt selten die Todesursache informativ → es gibt oft noch viel mehr Teilursachen (Schwäche des Immunsystems und das Risiko beeinflussende Faktoren etc. = Hintergrundfaktoren)
- Vitamin-D3-Mangel, Alkohol, Rauchen, Schlafmangel, Stress, Ernährung, Luftverschmutzung, soziale Isolation → welchen Anteil ein bestimmter Faktor hat, ist meist schwer zu quantifizieren
- den Zahlen der „Coronatoten“ liegt keine auch nur halbwegs ordentliche Ursachenanalyse zugrunde → praktisch alle „Coronatoten“ hatten gravierende Vorerkrankungen
- RKI, 20.3.2020: „Bei uns gilt als Corona-Todesfall jemand, bei dem eine Coronavirus-Infektion nachgewiesen wurde.“
- Leiter des italienischen Zivilschutzes, Angelo Borelli, 21.3.20: „Ich möchte aber noch einmal darauf hinweisen, dass wir alle Verstorbenen zählen; dass wir nicht unterscheiden zwischen Corona-Infizierten, die gestorben sind, und denen, diewegendes Co-ronavirus gestorben sind.“
- wenn das NCoV in einem Körper leichte grippale Symptome verursacht, dann verursacht es in jedem gleichartigen Körper leichte grippale Symptome
- Probleme:
- keine zwei Körper gleichen sich ganz
- wir kennen nicht alle Eigenschaften eines Körpers
- wir wissen nicht immer, welche Eigenschaften für das betreffende Symptom relevant sind
- Ursachenanalyse:
- alle Fälle ausschließen,die Eigenschaften haben, die das Ergebnis verfälschen könnten → nur die Fälle betrachten, in denen das NCoV ohne Faktoren auftritt, welche ebenfalls Symptome verursachen könnten (z.B. Vorerkrankungen)
- wenn bei hundert Menschen mit NCoV, von denen einer ein Medikament genommen hat, das ein bestimmtes Symptom verursacht → NCoV nicht die Verursachung dieses Symptom zuschreiben
- Betrachtungen des NCoV zusammen mit Faktoren, die im Verdacht stehen, mit NCoV zusammenzuwirken → z. B. Asthma oder Luftverschmutzung, so kann man herausfinden, welche Menschen besonders gefährdet sind
- die Annahme einer Wechselwirkung ist nur dann gerechtfertigt, wenn in den Fällen, in denen das NCoV nicht festgestellt wird, das Symptom in der Regel nicht auftritt → sonst schiebt man dem NCoV zu Unrecht die Schuld zu
- Faktoren, die die Abwehrkräfte beeinflussen: Alkoholkonsum, Rauchen, Stress und der Vitamin-D3-Spiegel
- die Stärke des Immunsystems beeinflusst, wie starke Symptome ein Erreger verursacht → wenn einige mit NcoV Infizierte ohne Vorerkrankungen keine Symptome, andere hingegen leichte grippale Symptome haben, ist dieser Unterschied durch Unterschiede der Abwehrkräfte zu erklären
- die wichtigsten Immunfaktoren betrachten → genaueres Wissen über die Wirkung des NcoV erhalten und Wissen, wie man die Symptome verhindern kann (z. B. haben starke Raucher Symptome, kann man Rauchern gezielte Ratschläge geben)
- verlässliche Informationen über die Ursachen von Todesfällen → durch Obduktion
- wenn in einigen Ländern oder Regionen Symptome auftreten, die in anderen nicht auftreten, sind diese Regionen aus der Beobachtungsmenge auszuschließen → dadurch Fehler durch regional auftretende Faktoren wie z. B.Luftverschmutzung, andere Erreger, Medikamenteneinnahmen oder Impfungen verhindern
- die öffentliche Debatte läuft ganz falsch, wenn man immer wieder auf die Gegenden hinweist, in denen überdurchschnittlich viele Todesfälle auftreten → gerade auf die Fälle und in die Gegenden schauen, in denen wenig Symptome auftreten, weil keine anderen Faktoren Symptome verursachen
- bei derzeitigen Diskussion wird alles falsch gemacht, was man bei einer Ursachenanalyse falsch machen kann → es fehlt auch nicht an Stimmen, die darauf schon hingewiesen haben
- auffallenderweise werden keine Fehler gemacht, durch welche die Gefahr des NCoV geringer erscheinen würde → es wird alles genau so falsch gemacht, dass die Zahl der „Coronatoten“ möglichst hoch und das NCoV möglichst gefährlich wird
- sechs gravierende Fehler:
- jeden Todesfall, bei dem der NCoV-Test positiv ausfällt, als „Coronatoter“ bezeichnen
- für die Bewertung der Gefährlichkeit des NCoV auch die Fälle mit Vorerkrankungen heranziehen
- besonders auf Italien verwiesen, obwohl praktisch alle „Coronatoten“ dort Vorerkrankungen hatten
- es wird versäumt, die „Corona-Todesfälle“ auch auf Influenza und andere Erkältungsviren zu testen und diese Fälle bei der Analyse der Wirkung des NCoV auszusortieren (Stanford Medicine Data Scientists: bei einer Gruppe von 562 Patienten: 8,7 % NCoV, davon 22,4 % auch andere Infektionen, die Atemwegserkrankungen hervorrufen)
- es wird versäumt, die Fälle zu untersuchen, in denen ähnliche Symptome wie bei den „Corona-Toten“ auftreten, bei denen aber NCoV nicht festgestellt wird → es wäre zu prüfen, ob nicht die Ursachen für deren Symptome auch in den Fällen, in denen NCoV auftritt, die Ursachen sind
- es wird versäumt, Obduktionen durchzuführen → das RKI warnt davor
- Zusammengefaßt ist durch zwei Schritte zu untersuchen,wie gefährlich das NCoV ist:
- Beobachte, welche Symptome bei durchschnittlich gesunden NCoV-infizierten Menschen auftreten, daran sieht man, was das NCoV verursacht → da das keine oder leichte Symptome sind sieht man, dass bei schweren Symptomen das NCoV höchstens eine Teilursache ist
- Untersuche weitere Faktoren, die zum Tod beigetragen haben könnten, z.B.Luftverschmutzung etc. (Obduktionen)
- zum Abschluß noch eine erkenntnistheoretische Überlegung: man könnte versucht sein, „vorsichtiger“ sein zu wollen und eine schwächere oder vagere These anzunehmen, etwa: „Wir wissen nicht genau, wie gefährlich das NCoV ist“ oder „DasNCoV verursacht bei vielen durchschnittlich gesunden Menschen keine oder leichte Symptome“
- eine schwächere These ist wahrscheinlicher als eine stärkere These → kann manchmal ratsam sein, um ein geringeres Risiko zu haben, etwas Falsches zu sagen, oder um weniger Kritik ausgesetzt zu sein
- zum Rationalsein gehört aber nicht nur, dass man nicht zuviel zu stark glaubt, sondern auch, dass man nicht zu schwache Thesen annimmt oder dass die eigenen Überzeugungen nicht zu schwach sind
- rational eine Frage untersuchen → Indizien und Wahrnehmungen sammeln, über diese gründlich nachdenken und die sich daraus ergebende Überzeugung in der richtigen Stärke annehmen
- Das Coronavirus verursacht keine oder leichte grippale Symptome.
- Die schweren Symptome, die bei einigen NCoV-Infizierten auftreten, werden nur zum Teil oder gar nicht durch das NCoV verursacht.
- Die vom Robert-Koch-Institut vorgelegten Zahlen von „Coronatoten“, die in Wirklichkeit alle Gestorbenen umfassen, bei denen der NCoV-PCR-Test positiv ausfiel, und die Spekulationen über„Sterberaten“ und daraus abgeleiteten Todesfallzahlen belegen keineswegs die behauptete Gefährlichkeit des NcoV.
- Was ist nun zu tun? Tun Sie alles, was gewaltfrei möglich ist, um die freiheitsberaubenden Maßnahmen der Regierungen und der Behörden zu beenden!

