EIN AUFRUF FÜR DIE KIRCHE UND FÜR DIE WELT
an Katholiken und alle Menschen guten WillensVeritas liberabit vos.
Joh 8,32
(Die Wahrheit wird euch freimachen, Joh 8,32)
In einer Zeit schwerster Krise erachten wir Hirten der katholischen Kirche, aufgrund unseres Auftrags, es als unsere heilige Pflicht, einen Appell an unsere Mitbrüder im Bischofsamt, an den Klerus, die Ordensleute, das heilige Volk Gottes und alle Männer und Frauen guten Willens zu richten. Dieser Aufruf wurde auch von Intellektuellen, Medizinern, Anwälten, Journalisten und anderen Fachleuten unterzeichnet, die dem Inhalt zustimmen; er kann von denjenigen unterzeichnet werden, die sich ihn zu eigen machen möchten.
ZUSAMMENFASSUNG:
- unter dem Vorwand der Covid-19-Epidemie wurden unveräußerliche Rechte der Bürger verletzt und ihre Grundfreiheiten unverhältnismäßig und ungerechtfertigt eingeschränkt → Recht auf Religionsfreiheit, freie Meinungsäußerung und Freizügigkeit
- es gibt Zweifel von verschiedenen Seiten an der tatsächlichen Gefahr des Virus → der Alarmismus seitens der Medien gegenüber Covid-19 scheint in keinster Weise gerechtfertigt zu sein
- wir haben Grund zu der Annahme, dass es Kräfte gibt, die daran interessiert sind, in der Bevölkerung Panik zu erzeugen → auf diese Weise wollen sie dauerhaft Formen inakzeptabler Freiheitsbegrenzung und der damit verbundenen Kontrolle über Personen durchsetzen
- die ergriffenen Eindämmungsmaßnahmen, haben zu einer Krise geführt, die ganze Wirtschaftssektoren niedergeschlagen haben → dies hat schwerwiegende soziale und politische Auswirkungen
- Formen des „Social Engineering“ → schwache und ältere Menschen unangemessen bestrafen und sie zu schmerzhaften Trennungen von Angehörigen zwingen, Kriminalisierung persönlicher und sozialer Beziehungen, Isolation von Personen, um diese besser manipulieren und kontrollieren zu können
- den Bürgern muss die Möglichkeit gegeben werden: Einschränkungen der persönlichen Freiheiten abzulehnen, sich straffrei einer drohenden Impfpflicht zu entziehen, sowie Tracingsysteme oder ähnliche Instrumentarien nicht zu benutzen.
- Medien sollten sich um korrekte Informationsweitergabe bemühen können, in der Dissens möglich ist → nicht mit der jetzt verbreiteten Art von Zensur bestrafen
- von der allgemein vorherrschenden Meinung abweichenden Stimmen Raum geben → den Bürgern zugestehen, die Fakten selbstbewusst bewerten zu können
- eine demokratische und ehrliche Konfrontation ist das beste Gegenmittel gegen das Risiko subtiler Formen der Diktatur, vermutlich noch schlimmere als jene, die unsere Gesellschaft in der jüngeren Vergangenheit hat entstehen und vergehen gesehen.
- die Kirche beansprucht mit Nachdruck Autonomie in der Leitung, im Gottesdienst und in der Verkündigung → das Recht, über die Feier der Heiligen Messe und der Sakramente unabhängig entscheiden zu können
- eine Zusammenarbeit von Kirche und Staat darf nicht bedeuten, dass seitens der Zivilbehörden, Verbote oder Einschränkungen des öffentlichen Gottesdienstes und der Seelsorge aufgestellt werden. Gottes Rechte und die seiner Gläubigen sind das oberste Gesetz der Kirche. Davon kann und will sie nicht abweichen. Wir fordern, dass die Beschränkungen für die Feier öffentlicher Gottesdienste aufgehoben werden.
- lassen wir uns nicht von denen einschüchtern, die uns glauben machen wollen, wir seien nur eine Minderheit: Das Gute ist viel weiter verbreitet und mächtiger als das, was die Welt uns weiß machen will
- wir lassen nicht zu, dass Jahrhunderte christlicher Zivilisation unter dem Vorwand eines Virus ausgelöscht werden, um eine hasserfüllte technokratische Tyrannei zu begründen, in der Menschen, deren Namen und Gesichter man nicht kennt, über das Schicksal der Welt entscheiden können, um uns in einer nur virtuellen Wirklichkeit einzuschließen
Die Kardinäle Gerhard Müller, Joseph Zen Ze-kiun und Janis Pujats unterstützen einen Wahrheits-Aufruf von Ex-Nuntius Carlo Maria Viganò.
Cardinal Robert Sarah hat seine Unterschrift per Twitter zurückgezogen. Kardinal Gerhard Müller jedoch bleibt dabei, dass er den Aufruf des Ex-Nuntius Erzbischof Carlo Maria Viganò unterstützt, wie er der „Tagespost“ telefonisch am Freitagmorgen mitteilte. Der bereits am Donnerstagabend auf mehreren Internet-Seiten veröffentlichte Appell „Ein Aufruf für die Kirche und für die Welt an Katholiken und alle Menschen guten Willens“ trägt das Datum vom 8. Mai und steht unter dem Motto „Veritas liberabit vos“ (Die Wahrheit wird euch freimachen, Joh 8,32).
Er warnt davor, dass gewisse „Kräfte“ die Corona-Pandemie nutzen, um „in der Bevölkerung Panik zu erzeugen“. Viganò spricht von Tatsachen, die belegen, „dass unter dem Vorwand der Covid-19-Epidemie in vielen Fällen unveräußerliche Rechte der Bürger verletzt und ihre Grundfreiheiten unverhältnismäßig und ungerechtfertigt eingeschränkt wurden, einschließlich des Rechts auf Religionsfreiheit, freie Meinungsäußerung und Freizügigkeit“.
Wie der ehemalige Nuntius in Washington einleitend schreibt, hätten wir „Hirten der katholischen Kirche“ die „heilige Pflicht“, diesen Appell „an unsere Mitbrüder im Bischofsamt, an den Klerus, die Ordensleute, das heilige Volk Gottes und alle Männer und Frauen guten Willens“ zu richten. Neben Müller haben die Kardinäle Joseph Zen Ze-kiun, Emeritus von Hongkong, und Janis Pujats, Emeritus von Riga, sowie die Weihbischöfe Athanasius Schneider aus Astana und Andreas Laun aus Salzburg den Appell unterschrieben. Als amtierende Bischöfe haben noch Joseph Strickland aus dem texanischen Bistum Tyler und Erzbischof Tomasz Peta von Astana ihre Unterschrift unter den Aufruf gesetzt.
Der Aufruf kommt aus dem nordamerikanischen Raum, hat aber auch in Italien unter Journalisten, Medizinern und Juristen Unterzeichner gefunden.

